Liebe Leserinnen und Leser,
in dieser Woche werfen wir noch einmal einen genaueren Blick auf das Darmmikrobiom. Seine Effekte auf die menschliche Gesundheit sind ebenso divers wie seine Zusammensetzung – wie auch aktuelle Studien wieder zeigen.
So haben Wissenschaftler von der Technischen Universität München einen Zellmechanismus entdeckt, bei dem eine dauerhafte Aktivierung des Proteins ATF6 zu einer vermehrten Bildung langkettiger Fettsäuren führt. Wie genau es dadurch zu einer tumorfördernden Veränderung des Darmmikrobioms kommt, können Sie in dem entsprechenden Artikel nachlesen.
Darüber hinaus berichten wir auch, wie die Mikrobengemeinschaft im Darm einen Effekt vermittelt, den mit Zucker gesüßte Getränke bei häufigem Konsum auf die Psyche haben: Forschungsergebnissen zufolge kann unter diesen Umständen das Risiko für eine Depression steigen. Verantwortlich für diesen Zusammenhang scheinen Bakterien der Gattung Eggerthella zu sein, wie ein überwiegend aus deutschen Wissenschaftlern bestehendes Forschungsteam aktuell berichtet.
Ein weiteres Thema: In den vergangenen Wochen machten im Nordosten Deutschlands vermehrte Infektionen mit enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC) von sich reden. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) hat sich nun zu einer Stellungnahme veranlasst gesehen, in der sie zur Zurückhaltung bei der Interpretation der gemeldeten Fallzahlen rät. Eine Diagnostik müsse zwar rasch, aber auch sorgfältig erfolgen, mahnt die DGVS – und ein PCR-Nachweis immer durch eine Kultur abgesichert werden. Ein positiver PCR-Befund sei nicht automatisch mit einer Infektion gleichzusetzen.
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Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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