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Liebe Leserinnen und Leser,
reich an Fetten und arm an Kohlenhydraten: Bereits Anfang der 1920er-Jahre entwickelt, werden die ketogene Ernährung und ihr Nutzen auch heute noch untersucht. Die spezielle Ernährungsweise sollte ursprünglich Patienten mit Epilepsie helfen: Schon vor sehr langer Zeit hatte man beobachtet, dass Epileptiker vom Fasten profitieren. In eine ähnliche Stoffwechselsituation wie beim Fasten gerät der Körper bei der ketogenen Diät. Weil es ihm an Kohlenhydraten als Energiequelle mangelt, geht die Leber dazu über, die übermäßig vorhandenen Fette zu Ketonkörpern abzubauen, die dann stattdessen Energie liefern.
Heutzutage landen auch viele bei der ketogenen Ernährungsweise, die eigentlich vor allem auf der Suche nach etwas sind, das ihnen bei der Gewichtsreduktion hilft. In einer aktuellen Studie, an der adipöse Erwachsene mit Prädiabetes und steatotischer Lebererkrankung teilnahmen, wurden drei Diäten in dieser Hinsicht miteinander verglichen: Eine Gruppe ernährte sich ketogen, eine weitere nach mediterranem Vorbild und die dritte kohlenhydratreich und überwiegend pflanzlich. Nach fünf Monaten waren ähnliche Gewichtsreduktionen (alle um die 10%) zu verzeichnen. Mit der ketogenen Ernährung ließen sich aber zusätzliche Vorteile erzielen: Die Probanden mit einem solchen Speiseplan profitierten davon unter anderem mit einer stärkeren Reduktion von Leberfett sowie mit einer höheren hepatischen Insulinsensitivität. Details dazu können Sie in unserem ersten Beitrag erfahren.
Außerdem berichten wir in unserem Newsletter diese Woche über den neuen Baveno-Konsensus mit Empfehlungen für die Behandlung von Leberzirrhose und Portaler Hypertension, was neue Erkenntnisse zum von Obstipation geprägten Reizdarmsyndrom bedeuten könnten und über Kachexie bei Darmkrebspatienten.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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