Ausgabe 32/2026

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Mittwoch, 05. August 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

regelmäßige körperliche Aktivität bringt nicht nur Vorteile für die kardiovaskuläre Fitness, die muskuläre Gesundheit und ein allgemein besseres Lebensgefühl. Sie kann auch unterstützend bei einer Krebserkrankung von Nutzen sein – diese Erkenntnis hat sich in der jüngeren Vergangenheit immer mehr durchgesetzt. So zeigten beispielsweise erste Ergebnisse der noch laufenden Colocare-Studie (USA und Heidelberg) speziell für Darmkrebs, dass regelmäßiges körperliches Training zur einem gesunden Darmmikrobiom beiträgt. Kurz gesagt: Weniger Darmkrebs fördernde Bakterien und mehr Bakterien, die vor Darmkrebs schützen. Dabei reiche ein Training auf Freizeitsport-Niveau vermutlich aus, so die Forschenden.

Dass ein individuell angepasstes und medizinisch begleitetes Training auch bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen möglich ist, zeigte kürzlich eine kleine monozentrische Studie von Forschenden aus Essen. Schon ein einziges hochintensives Intervalltraining von nur 20 Minuten Dauer ließ sowohl bei Gesunden als auch bei Patienten mit soliden Tumoren im fortgeschrittenen Stadium wichtige Immunzellen im Blut vorübergehend ansteigen.

Vor dem Hintergrund solcher Forschungsergebnisse enthält die gerade aktualisierte S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom“ nun die Empfehlung, dass Krebspatienten nach erfolgter Primärtherapie und adjuvanter Chemotherapie unter Anleitung Sport treiben beziehungsweise körperlich aktiv werden sollten. Dabei stützen sich die Leitlinien-Autoren vor allem auf die im vergangenen Jahr veröffentlichten Ergebnisse der CHALLENGE-Studie. Mehr zur Leitlinien-Aktualisierung und weitere Nachrichten aus der Gastroenterologie finden Sie in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal.

Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Darmkrebs: Strukturiertes Training nach der Therapie kann Prognose verbessern

Darmkrebs: Strukturiertes Training nach der Therapie kann Prognose verbessern

Bewegung erhält in der Versorgung nach Darmkrebs mehr Gewicht: Die aktualisierte S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom“ empfiehlt nach Primärtherapie und adjuvanter Chemotherapie nun angeleitete körperliche Aktivität.

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Neu entdeckte Darm-Hirn-Verbindung verwandelt Mahlzeiten in Erinnerungen

Erinnerungen werden meist im Gehirn verortet – die allgemeine Annahme ist, dass sie sich dort sowohl bilden als auch gespeichert werden. Offenbar spielt aber auch der Darm dabei eine Rolle, vor allem, wenn es sich um Erinnerungen an Essen handelt.

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Experimentelle Studie: Erhöhte Darmpermeabilität könnte Lebensmittelallergien verstärken

Experimentelle Studie: Erhöhte Darmpermeabilität könnte Lebensmittelallergien verstärken

In einer kürzlich publizierten Studie haben deren Autoren festgestellt, dass Veränderungen des Darmmikrobioms bei Mäusen mit einer erhöhten Darmdurchlässigkeit („Leaky Gut“) sowie mit einer zunehmend starken Lebensmittelallergie in Zusammenhang standen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Prospektive Validierung bildgebender und serologischer Biomarker für Steatohepatitis und Fibrose bei MASLD: die LITMUS-Imaging-Studie.
Nat Med 24.07.2026

Vergleichende Wirksamkeit und Sicherheit von Behandlungen bei maligner Magenausgangsstenose. Systematischer Review und eine Netzwerk-Metaanalyse.
Gastrointest Endosc 2026;104(2):182–189.e4.

Erfolg der Transition in die Erwachsenenversorgung bei Patienten mit im Kindesalter begonnener chronischer Lebererkrankung.
J Pediatr Gastroenterol Nutr 2026;83(1):145–154.

 
 

Eosinophile Gastritis: Mausmodell liefert therapeutische Zielstrukturen

Forschende aus Israel haben ein experimentelles Modell entwickelt, das die Eosinophile Gastritis nachbildet. Damit identifizierten sie immunologische Signalwege, die die Erkrankung antreiben.

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Warum das Hepatitis-E-Virus keine Mäuse infizieren kann

Warum das Hepatitis-E-Virus keine Mäuse infizieren kann

Viele Viren können sowohl Menschen als auch Tiere infizieren, so auch das Hepatitis-E-Virus. Es wird häufig über kontaminierte Fleischprodukte auf den Menschen übertragen. Mäuse galten bislang als weitgehend resistent gegen eine Infektion ‒ warum, war unklar.

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KURZMELDUNGEN:

Planbarere Karrierewege in der Wissenschaft: Die Deutsche Hochschulmedizin zeigt sich zufrieden mit dem Kabinettsentwurf zur Reform des Wissenschaftszeitvertrags­gesetzes (WissZeitVG).
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Was tun bei einem Cyberangriff auf die eigene Praxis? Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik unterstützt Praxen dabei, aktuelle Anforderungen an die Cybersicherheit umzusetzen und dauerhaft zu verankern.
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Die S3-Leitlinie „Palliativmedizin für Patient*innen mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ wurde umfassend aktualisiert. Neu hinzugekommen sind Kapitel zur Angehörigenbetreuung und Spiritualität.
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TERMINE:

Hepatobiliäre Onkologie 2026
26. August 2026
online

SSAI Annual Congress and Swiss Autoimmune Liver Disease Meeting
27.–28. August 2026
Lugano (Schweiz)

5. Brandenburgisches Sommersymposium der Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie in Berlin und Brandenburg
29. August 2026
Neuruppin

22nd World Congress of Endoscopic Surgery in Conjuction
2.–5. September 2026
Yokohama (Japan)

 
 

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