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Liebe Leserinnen und Leser,
regelmäßige körperliche Aktivität bringt nicht nur Vorteile für die kardiovaskuläre Fitness, die muskuläre Gesundheit und ein allgemein besseres Lebensgefühl. Sie kann auch unterstützend bei einer Krebserkrankung von Nutzen sein – diese Erkenntnis hat sich in der jüngeren Vergangenheit immer mehr durchgesetzt. So zeigten beispielsweise erste Ergebnisse der noch laufenden Colocare-Studie (USA und Heidelberg) speziell für Darmkrebs, dass regelmäßiges körperliches Training zur einem gesunden Darmmikrobiom beiträgt. Kurz gesagt: Weniger Darmkrebs fördernde Bakterien und mehr Bakterien, die vor Darmkrebs schützen. Dabei reiche ein Training auf Freizeitsport-Niveau vermutlich aus, so die Forschenden.
Dass ein individuell angepasstes und medizinisch begleitetes Training auch bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen möglich ist, zeigte kürzlich eine kleine monozentrische Studie von Forschenden aus Essen. Schon ein einziges hochintensives Intervalltraining von nur 20 Minuten Dauer ließ sowohl bei Gesunden als auch bei Patienten mit soliden Tumoren im fortgeschrittenen Stadium wichtige Immunzellen im Blut vorübergehend ansteigen.
Vor dem Hintergrund solcher Forschungsergebnisse enthält die gerade aktualisierte S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom“ nun die Empfehlung, dass Krebspatienten nach erfolgter Primärtherapie und adjuvanter Chemotherapie unter Anleitung Sport treiben beziehungsweise körperlich aktiv werden sollten. Dabei stützen sich die Leitlinien-Autoren vor allem auf die im vergangenen Jahr veröffentlichten Ergebnisse der CHALLENGE-Studie. Mehr zur Leitlinien-Aktualisierung und weitere Nachrichten aus der Gastroenterologie finden Sie in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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