Ausgabe 33/2026

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Mittwoch, 12. August 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die innere Uhr des Menschen wird vor allem durch den Hell-Dunkel-Wechsel der Tageszeiten eingestellt. Deshalb denkt man bei Faktoren, die diese Uhr aus dem Takt bringen, am ehesten an regelmäßige Berufstätigkeit in der Nacht oder in Wechselschichten. Oder an Menschen, die nicht der Arbeit wegen die Nacht häufig zum Tag machen.

Ein gestörter zirkadianer Rhythmus kann dabei erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit und die Organe haben: So deckten Wissenschaftler kürzlich einen bis dahin unbekannten zirkadianen Mechanismus des Transports von Triglyceriden aus der Leber auf, der für die Behandlung steatotischer Lebererkrankungen von Bedeutung sein könnte. Und eine weitere Untersuchung, deren Ergebnisse vor wenigen Wochen von der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie und Stoffwechselforschung in einer Mitteilung aufgegriffen wurden, machte deutlich, dass der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme eine zentrale Rolle für die Regulation des Leberstoffwechsels spielt.

Die Leber war auch eines der Organe, das Münchener Forschende nun im Zusammenhang mit dem zirkadianen Rhythmus untersucht haben. Die zentrale Frage dabei war, wie es kommt, dass die im gesamten Körper produzierten Taktgeber dieses Rhythmus – die Proteine CLOCK und BMAL1 – gewebespezifisch (also in jedem Organ anders) funktionieren können. Die Antwort darauf finden Sie in unserem ersten Beitrag.

Doch zurück zum Anfang: Offenbar führt nicht nur eine Lebensweise, die dem Tag-Nacht-Rhythmus beziehungsweise dem natürlichen Wechsel von Phasen der Ruhe und Aktivität zuwiderläuft, zu einem Verstellen der biologischen Uhr. Laut einer neuen Untersuchung einer internationalen Arbeitsgruppe erklärt sich die Anfälligkeit für ein zirkadianes Ungleichgewicht nicht durch einen einzelnen Faktor, sondern aus einem Zusammenspiel mehrerer Eigenschaften mit teils genetischer Grundlage. Lesen Sie mehr dazu in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal.

Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Chronobiologie: Taktgeber funktionieren für verschiedene Organe nach Bedarf

Chronobiologie: Taktgeber funktionieren für verschiedene Organe nach Bedarf

Forschende der LMU haben aufgeklärt, wie verschiedene Organe denselben zirkadianen Mechanismus anpassen, um ihre individuellen Bedürfnisse im Laufe eines Tages zu regulieren.

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Advertorial

Leitlinie: Mikrobiom im Fokus der
Reizdarm-Therapie

Die S3-Leitline zum Reizdarmsyndrom empfiehlt ausgewählte Probiotika. Da die Wirkung stammesspezifisch ist, raten Experten zu klinisch untersuchten Präparaten wie Innovall RDS. Die Wirksamkeit und gute Verträglichkeit wurden in einer Goldstandard-Studie bestätigt. Jetzt Muster anfordern!

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Innere Uhr: Genetische Grundlagen der Anfälligkeit für zirkadiane Dysbalance untersucht

Ein internationales Forschungsteam hat die genetischen Grundlagen eines neu entwickelten Circadian Imbalance Index untersucht. Dieser fasst mehrere Merkmale zusammen, die mit einer erhöhten Neigung zu zirkadianer Dysbalance in Verbindung stehen.

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Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: Betroffene haben auch ein erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: Betroffene haben auch ein erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen

Die Autoren einer aktuellen Studie stellten bei Patienten mit Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CEDs) langfristige Risiken für Depressionen, Angsterkrankungen und Substanzmissbrauch fest, die sich nicht allein durch familiäre Faktoren erklären ließen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Frühe Ergebnisse der Histotripsie bei Lebertumoren in der klinischen Praxis in den USA.
JAMA Netw Open 03.08.2026

Wirkung einer einmaligen Antibiotikaprophylaxe bei geplanten Eingriffen an den Gallenwegen bei Primär sklerosierender Cholangitis.
Gastrointest Endosc 03.08.2026

Der Roux-en-Y-Magenbypass verändert die mikrobiellen zirkadianen Rhythmen, was mit einer metabolischen Verbesserung in Zusammenhang steht.
Am J Physiol Gastrointest Liver Physiol 2026;331(2):G155–G164.

 
 

Eisenstoffwechsel: Ionenkanal als Schlüsselfaktor identifiziert

Forschende haben in einem Mausmodell die Funktion eines am Eisenhaushalt beteiligten Ionenkanals entschlüsselt. Dadurch eröffnen sich neue Möglichkeiten für die Therapie von Störungen des Eisenstoffwechsels, glauben sie.

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Pankreaskarzinom: Mit KI entwickelter niedermolekularer Inhibitor vielversprechend

Pankreaskarzinom: Mit KI entwickelter niedermolekularer Inhibitor vielversprechend

Forscher der Mayo Clinic haben mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) ein experimentelles Medikament entwickelt, das die als „nicht medikamentös behandelbar“ geltende PDZ-Domäne des GIPC1-Proteins angreift.

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KURZMELDUNGEN:

Für ihre wissenschaftlichen Leistungen bei der Aufklärung von molekularen Mechanismen bei der Entstehung von duktalen Adenokarzinomen des Pankreas ist Dr. Anne Theres Schneider vom Universitätsklinikum Düsseldorf kürzlich mit dem Adolf-Kußmaul-Preis 2026 ausgezeichnet worden.
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Lassen sich mithilfe von Krankenkassendaten auf Künstlicher Intelligenz basierende Modelle entwickeln, die Krebserkrankungen vorher­sagen können? Das möchte ein Forschungs­team der Medizinischen Hochschule Hannover gemeinsam mit einem IT-Unternehmen und zwei Krankenkassen herausfinden.
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Wenn Krankenkassen Geld anlegen, müssen Verluste laut Gesetz ausgeschlossen erschei­nen. In vielen Fällen haben Investments in fragwürdige Anlagen offenbar jedoch zu Totalausfällen von Millionensummen geführt. Das Geld stammt von Versicherten.
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TERMINE:

Hepatobiliäre Onkologie 2026
26. August 2026
online

SSAI Annual Congress and Swiss Autoimmune Liver Disease Meeting
27.–28. August 2026
Lugano (Schweiz)

5. Brandenburgisches Sommersymposium der Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie in Berlin und Brandenburg
29. August 2026
Neuruppin

22nd World Congress of Endoscopic Surgery in Conjuction
2.–5. September 2026
Yokohama (Japan)

Endosonographie-Kurs
3.–4. September 2026
Darmstadt

 
 

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