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Liebe Leserinnen und Leser,
die innere Uhr des Menschen wird vor allem durch den Hell-Dunkel-Wechsel der Tageszeiten eingestellt. Deshalb denkt man bei Faktoren, die diese Uhr aus dem Takt bringen, am ehesten an regelmäßige Berufstätigkeit in der Nacht oder in Wechselschichten. Oder an Menschen, die nicht der Arbeit wegen die Nacht häufig zum Tag machen.
Ein gestörter zirkadianer Rhythmus kann dabei erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit und die Organe haben: So deckten Wissenschaftler kürzlich einen bis dahin unbekannten zirkadianen Mechanismus des Transports von Triglyceriden aus der Leber auf, der für die Behandlung steatotischer Lebererkrankungen von Bedeutung sein könnte. Und eine weitere Untersuchung, deren Ergebnisse vor wenigen Wochen von der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie und Stoffwechselforschung in einer Mitteilung aufgegriffen wurden, machte deutlich, dass der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme eine zentrale Rolle für die Regulation des Leberstoffwechsels spielt.
Die Leber war auch eines der Organe, das Münchener Forschende nun im Zusammenhang mit dem zirkadianen Rhythmus untersucht haben. Die zentrale Frage dabei war, wie es kommt, dass die im gesamten Körper produzierten Taktgeber dieses Rhythmus – die Proteine CLOCK und BMAL1 – gewebespezifisch (also in jedem Organ anders) funktionieren können. Die Antwort darauf finden Sie in unserem ersten Beitrag.
Doch zurück zum Anfang: Offenbar führt nicht nur eine Lebensweise, die dem Tag-Nacht-Rhythmus beziehungsweise dem natürlichen Wechsel von Phasen der Ruhe und Aktivität zuwiderläuft, zu einem Verstellen der biologischen Uhr. Laut einer neuen Untersuchung einer internationalen Arbeitsgruppe erklärt sich die Anfälligkeit für ein zirkadianes Ungleichgewicht nicht durch einen einzelnen Faktor, sondern aus einem Zusammenspiel mehrerer Eigenschaften mit teils genetischer Grundlage. Lesen Sie mehr dazu in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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