Pankreaskarzinom: Mit KI entwickelter niedermolekularer Inhibitor vielversprechend

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Forscher der Mayo Clinic haben mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) ein experimentelles Medikament entwickelt, das die als „nicht medikamentös behandelbar“ geltende PDZ-Domäne des GIPC1-Proteins angreift.

Diese Domäne trägt zum Wachstum und zur Resistenzentwicklung verschiedener Krebsarten bei, darunter auch Bauchspeicheldrüsenkrebs. In Laborstudien verlangsamte das Medikament das Tumorwachstum, verbesserte das Überleben und verstärkte die Wirkung des Chemotherapeutikums Gemcitabin.

Die in „Cell Reports“ veröffentlichten Ergebnisse zeigen zudem, wie KI die Entwicklung eines niedermolekularen Inhibitors eines Zielproteins unterstützen kann, der weniger toxisch ist und die Entdeckung neuer Krebstherapien beschleunigt.

Unter knapp 40.000 potenziellen Verbindungen identifiziert

Mithilfe von KI und in Zusammenarbeit mit Sravathi AI Technology for IP Sharing, einem Unternehmen mit Sitz in Bangalore, Indien, untersuchte das Forschungsteam fast 40.000 potenzielle Verbindungen, bevor es eine identifizierte, die GIPC1 blockiert. Das experimentelle Medikament zeigte zudem erste Anzeichen dafür, die Umgebung von Tumoren so zu verändern, dass zukünftige Kombinationstherapien verbessert werden könnten.

„Bauchspeicheldrüsenkrebs ist nach wie vor extrem schwer zu behandeln, da sich Tumore schnell anpassen und gegen viele verfügbare Therapien resistent werden“, sagt Dr. Debabrata (Dev) Mukhopadhyay, Hauptautor der Studie und Krebsforscher an der Mayo Clinic in Florida. „Unsere Studie zeigt, dass KI uns dabei helfen kann, völlig neue Therapieansätze gegen Ziele zu identifizieren, die bisher als nicht medikamentös behandelbar galten. Obwohl diese Ergebnisse präklinisch sind, bilden sie eine solide Grundlage für die nächste Forschungsphase.“

Die Therapie befindet sich weiterhin im experimentellen Stadium. Weitere Studien sind erforderlich, um ihre Sicherheit zu bewerten und zu entscheiden, ob sie in klinischen Studien erprobt werden kann.

Diese Forschung wurde teilweise von den National Institutes of Health, dem Florida State Fund für das Casey DeSantis Cancer Research Program und dem US-Verteidigungsministerium gefördert.

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