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Liebe Leserinnen und Leser,
Heißhunger-Attacken bringen so manchen regelmäßig in Schwierigkeiten. Gegessen wird dann, was gerade da ist – gesund oder nicht. Oder, sofern erreichbar, eben das, worauf man am meisten Lust hat. Auch dabei fällt die Wahl meist nicht auf einen gesundheitsförderlichen Snack, sondern auf besonders Süßes, Salziges oder Fettiges. Um solche Heißhunger-Attacken zu vermeiden, schwören viele auf mehrere über den Tag verteilte kleine Mahlzeiten und darauf, den Blutzuckerspiegel auf einem einigermaßen gleichen Pegel zu halten.
Keine gute Idee, urteilt nun die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten unter Verweis auf eine aktuelle Studie. In dieser haben die Autoren den hepatischen Glykogen-Stoffwechsel als zirkadianen regulierenden Faktor der Proteinsekretion identifiziert. In der Studie ging bei Probanden, die über den Tag verteilt regelmäßig kleine Zwischenmahlzeiten oder Snacks zu sich nahmen, die physiologische Rhythmik der Leberfunktion verloren – nicht so hingegen bei Einhaltung fest eingeplanter größerer Mahlzeiten.
Auf hormoneller Ebene ist das Hormon Glukagon für den Abbau von Glykogen in der Leber zuständig. Wissenschaftler des Deutschen Diabetes-Zentrums haben nun ermittelt, dass Menschen mit Typ-2-Diabetes bereits innerhalb des ersten Jahres nach der Diagnose postprandial rund 75 Prozent höhere Glukagonspiegel aufweisen als Personen ohne die Erkrankung. Dieser Anstieg ist offenbar eng mit dem Fettgehalt der Leber verknüpft – und nicht, wie bislang oft angenommen, mit Insulinresistenz oder bestimmten Stoffwechselprodukten im Blut. Die Ergebnisse der Untersuchung verdeutlichen laut den Forschenden, dass Typ-2-Diabetes nicht ausschließlich unter dem Aspekt der Insulinwirkung betrachtet werden sollte, sondern dass die Leber und die Regulation von Glukagon eine besondere Rolle im Stoffwechsel spielen.
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Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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