Ausgabe 29/2026

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Mittwoch, 15. Juli 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

für das duktale Adenokarzinom des Pankreas (PDAC) sind verschiedene Risikofaktoren bekannt oder werden diskutiert. Dazu gehören modifizierbare Faktoren – wie Rauchen, Alkoholmissbrauch, Ernährung und Adipositas – und Vorerkrankungen (chronische Pankreatitis und Diabetes), aber auch nicht modifizierbare (höheres Alter) und genetische Faktoren. US-amerikanische Forschende haben nun eine weitere Assoziation untersucht.

Die Forschenden erhoben auf der Grundlage von Daten der Veterans Health Administration laut eigenen Angaben erstmals den Zusammenhang zwischen dem PDAC und sozioökonomischen Faktoren, die sich aus dem Wohnumfeld Betroffener herauslesen lassen. Festgestellt wurde dabei unerwarteterweise ein leicht erhöhtes Risiko in besser gestellten Gegenden. Der Effekt blieb nach Adjustierung bestehen, war aber im Vergleich zu klassischen persönlichen Risikofaktoren wie Rauchen oder Alkoholkonsum insgesamt gering. Wie die Studienautoren sich ihre überraschende Entdeckung erklären, können Sie in unserem ersten Beitrag lesen.

Vom Bauchspeicheldrüsen- zum Darmkrebs mit Metastasierung in die Leber: Autoren einer anderen neuen Studie haben zeigen können, dass eine steatotische Lebererkrankung die Entstehung besonders aggressiver Lebermetastasen bei Darmkrebs fördern kann. Als zugrunde liegenden Mechanismus beschreiben die Wissenschaftler eine durch Fettablagerungen ausgelöste Umprogrammierung des Tumorstoffwechsels.

Außerdem erfahren Sie in unserem Newsletter in dieser Woche Neues zu Hepatitis-E-Viren, zur hypoxischen Leberschädigung als prognostischem Marker bei Intensivpatienten mit Akutem Atemnotsyndrom und zur Wirkung von Austernextrakt auf Darmentzündungen.

Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Duktales Adenokarzinom des Pankreas: Hat das Wohnumfeld Einfluss auf das Risiko?

Duktales Adenokarzinom des Pankreas: Hat das Wohnumfeld Einfluss auf das Risiko?

Für eine neue Veröffentlichung haben Wissenschaftler laut eigenen Angaben erstmals den allgemeinen Zusammenhang zwischen der häufigsten Form von Bauchspeicheldrüsenkrebs und sozioökonomischen Faktoren auf Ebene des Wohnumfelds untersucht.

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MASH: lebergerichtete Therapie ist kein Wunschdenken mehr

Rezdiffra® ist die erste und einzige lebergerichtete MASH-Therapie bei mäßiger bis fortgeschrittener Fibrose. Lesen Sie mehr über die überzeugende Wirksamkeit und das gute Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil dieser zielgerichteten Therapie.1

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Steatotische Lebererkrankung als Treiber von aggressivem Darmkrebs

Eine internationale Arbeitsgruppe hat aufgedeckt, wie eine steatotische Lebererkrankung die aggressivste Form des metastasierenden kolorektalen Karzinoms vorantreiben kann.

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Fatigue bei PBC: Neue Erkenntnisse im Überblick

Fatigue gehört zu den häufigsten und belastendsten Symptomen der primär biliären Cholangitis (PBC) und beeinträchtigt die Lebensqualität vieler Patient*innen erheblich. Erfahren Sie im Artikel mehr zum aktuellen Wissensstand zu klinischer Relevanz, Pathophysiologie und Therapiemöglichkeiten sowie zum Potenzial neuer PPAR-Agonisten zur Verbesserung der Fatigue.

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Austern: Eine nachhaltige Lösung bei Darmentzündungen?

Austern: Eine nachhaltige Lösung bei Darmentzündungen?

Laufende experimentelle Studien liefern Hinweise darauf, dass ein Extrakt aus Austernfleisch eine starke entzündungshemmende Wirkung auf menschliche Darmzellen haben könnte.

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Hypoxische Leberschädigung: Wichtiger Mortalitätsprädiktor bei schwerem ARDS

Wissenschaftler aus Hamburg und Innsbruck zeigen in einer Studie, dass die hypoxische Leberschädigung als häufige Komplikation beim Akuten Atemnotsyndrom (ARDS) ein wertvoller prognostischer Marker sein kann. Sie könne auch als Indikator für den Schweregrad der systemischen Erkrankung bei kritisch kranken Patienten dienen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Vorangegangene abdominale Eingriffe sind bei Frauen mit Morbus Crohn nicht mit ungünstigen Schwangerschafts-, Entbindungs- oder Neugeborenen-Outcomes assoziiert. Ergebnisse der Pregnancy in Inflammatory Bowel Disease and Neonatal Outcomes Study.
Am J Gastroenterol 2026;121(7):1772–1776.

Auswirkungen sozialer Gesundheitsdeterminanten auf die Behandlungsergebnisse beim pädiatrischen Kurzdarmsyndrom.
J Pediatr Gastroenterol Nutr 2026;83(1):14–20.

Optimierung der ernährungsmedizinischen Unterstützung bei akuter Pankreatitis: Eine systematische Übersichtsarbeit und Netzwerk-Metaanalyse zu Zeitpunkt und Art der Ernährung.
Pancreatology 2026;26(4):539–551.

 
 
 
Hepatitis-E-Viren verändern sich schon früh während der Infektion

Hepatitis-E-Viren verändern sich schon früh während der Infektion

Wie sich Viren in den ersten Wochen einer Infektion verändern, kann wichtige Hinweise auf ihre Anpassungsfähigkeit liefern ‒ auch bei Hepatitis E.

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KURZMELDUNGEN:

Im Verbundprojekt KI-COMPASS wird untersucht, wie kardiovaskuläre Komplikationen nach der Therapie von Magen-Speisenröhrenkrebs mithilfe digitaler Gesundheitsdaten frühzeitig erkannt werden können.
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Bei einer aktuellen bundesweiten Studie zur Gesundheitskompetenz haben Jugendliche besser abgeschnitten als Erwachsene oder die Gesamtbevölkerung.
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Der medizinische Einsatz von Phagen ist in Deutschland bisher aufgrund technischer, rechtlicher, ökonomischer und ethischer Unklarheiten nur selten möglich. Wie sich diese beheben lassen könnten, wird in einem neuen Projekt erforscht.
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TERMINE:

33rd Biennial Congress of International Society of University Colon and Rectal Surgeons
23.–25. Juli 2026
Kuala Lumpur (Malaysia)

Hepatobiliäre Onkologie 2026
26. August 2026
online

SSAI Annual Congress and Swiss Autoimmune Liver Disease Meeting
27.–28. August 2026
Lugano (Schweiz)

5. Brandenburgisches Sommersymposium der Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie in Berlin und Brandenburg
29. August 2026
Neuruppin

22nd World Congress of Endoscopic Surgery in Conjuction
2.–5. September 2026
Yokohama (Japan)

 
 

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