|
Liebe Leserinnen und Leser,
Mikroplastik fällt an vielen Stellen an und ist buchstäblich überall: ob beabsichtigt in Kosmetika und Textilien oder ungewollt im Meer, in der Luft oder in Gemüse. Unter anderem über Lebensmittel kann es bis in den menschlichen Darm vordringen und dort zu Veränderungen des Mikrobioms führen, wie Forschende gerade anlässlich der United European Gastroenterology Week (UEGW) in Berlin berichtet haben.
Die internationale Arbeitsgruppe hatte Mikrobiomkulturen mit unterschiedlichen Arten von Mikroplastik in Kontakt gebracht und anschließend Veränderungen hinsichtlich der bakteriellen Zusammensetzung festgestellt. Besorgniserregend dabei: Einige der veränderten Muster ließen sie an solche denken, die bereits mit bestimmten Erkrankungen in Verbindung gebracht worden sind. Welche das sind, erfahren Sie im ersten Beitrag unseres Newsletters.
Ebenfalls ein Thema bei der UEGW waren der Zusammenhang zwischen süßen Getränken und der mit einer Stoffwechseldysfunktion assoziierten steatotischen Leberkrankung (MASLD). Dies ist im Grunde nicht neu, doch berichteten Wissenschaftler in Berlin, dass nicht nur der regelmäßige Konsum von mit Zucker gesüßten Getränken mit der MASLD assoziiert ist. Sie beobachteten in einer Analyse von Daten aus der UK Biobank auch eine Verbindung mit Getränken, die künstliche Süßstoffe enthielten. Das Fazit der Forschenden: Künstlich gesüßte Getränke sind nicht so harmlos wie gemeinhin angenommen.
Mehr dazu und weitere Nachrichten aus der Gastroenterologie – wie beispielsweise Meinungen zu der Transplantation einer Schweineleber in einen lebenden Menschen, über die kürzlich in einer Studie berichtet wurde – finden Sie in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
|