Ausgabe 25/2026

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Mittwoch, 17. Juni 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

in dieser Woche widmen wir uns unter anderem noch einmal dem Thema „Therapieresistenz von Darmkrebs“. Schon in der vergangenen Woche hatten wir über neue Erkenntnisse zu den Gründen dieser Resistenz berichtet. Im Mittelpunkt einer aktuellen Untersuchung dazu hatten Lgr5-positive Stammzellen gestanden und die Erkenntnis, dass sich Darmkrebs aus ausgereiften Darmzellen entwickeln kann, die sich in Stammzellen zurückverwandeln. Diese verfügen dann offenbar über bessere Überlebensmechanismen.

Einem, wie die Autoren einer anderen neuen Studie glauben, wesentlichen Treiber der Resistenz gegen eine Chemotherapie mit 5-Fluorouracil bei Darmkrebs ist man nun ebenfalls auf der Spur. Forschende beobachteten im Labor bei vorliegender Therapieresistenz von Darmkrebszellen eine erhöhte Aktivität des Proteins EHMT2, das an der Regulierung der Genexpression durch epigenetische Mechanismen beteiligt ist. Wurde es gehemmt, waren die Zellen wieder für eine Behandlung mit 5-Fluorouracil anfällig. Die Forschenden sehen darin einen vielversprechenden Ansatz, um bestehende Therapien durch Überwindung der Resistenz wieder wirksamer zu machen.

Auch zur Stoffwechseldysfunktion-assoziierten steatotischen Lebererkrankung (MASLD) gibt es neue Erkenntnisse. Sie wird bisher vor allem mit dem Lebensstil im Erwachsenenalter in Verbindung gebracht, aber auch mit einer genetischen Veranlagung. Eine neue Längsschnittstudie aus Finnland scheint nun zu zeigen, dass die kardiometabolische Gesundheit der Mutter in der pränatalen Phase maßgeblich zur Entwicklung von MASLD bei den Nachkommen beitragen könnte. Die Ergebnisse der Studie betonen außerdem die Rolle, die Ernährungsfaktoren bei der Entstehung der MASLD spielen.

Mehr zu diesen und anderen Themen können Sie in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal erfahren. Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Darmkrebs: Schlüsselprotein für Chemotherapie-Resistenz identifiziert

Darmkrebs: Schlüsselprotein für Chemotherapie-Resistenz identifiziert

Forschende glauben, einen wesentlichen Treiber der Resistenz gegen eine Chemotherapie mit 5-Fluorouracil (5-FU) bei Darmkrebs entdeckt zu haben und schlagen auch gleich eine Strategie zur Wiederherstellung des Therapieansprechens vor.

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Data Made in Germany: Opdivo + CTx zuverlässig in 1L GC/GEJC

Aktuelle Daten der NIS INGA aus 74 deutschen Zentren bestätigen die gute Wirksamkeit von Opdivo + CTx in der 1L bei GC/GEJC (HER2-, CPS ≥5). Trotz eines Kollektivs mit schlechterem ECOG PS und höherem Alter im Vergleich zur Zulassungsstudie CM649 belegen die Daten ein vergleichbares Gesamtüberleben. Die Lebensqualität verbesserte sich z.B. durch weniger Schmerzen und einen leichteren Alltag.1-3

Fachinformation | Quellen

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Risikofaktoren für steatotische Lebererkrankung: Entwicklung schon pränatal und in der frühen Kindheit möglich

Frühe Anzeichen einer Stoffwechseldysfunktion-assoziierten steatotischen Lebererkrankung (MASLD) können sowohl mit der Gesundheit der Mutter in der pränatalen Phase als auch mit der Ernährung und dem Stoffwechsel des Kindes zusammenhängen.

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EoE Gastro-Files: Experten analysieren
kniffelige Fälle

Beim DGIM stellten Experten Patientenfälle aus der gastroenterologischen Praxis mit Hinweisen zu Diagnostik und leitliniengerechter Therapie vor. Im Fokus stand die Eosinophile Ösophagitis (EoE) als häufig übersehene Ursache PPI-refraktärer Refluxsymptome. Eine konsequente Dauertherapie ist unerlässlich. Wie sich unklare Beschwerden differenzialdiagnostisch einordnen lassen, erfahren Sie hier.

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Medikamenteneinnahme: Die Wahl der Flüssigkeit spielt eine Rolle für die Wirksamkeit

Medikamenteneinnahme: Die Wahl der Flüssigkeit spielt eine Rolle für die Wirksamkeit

Laut einer neuen Studie von Forschenden der Semmelweis-Universität können bestimmte alkalische Mineral- und Heilwässer den magensaftresistenten Überzug von Medikamenten bereits innerhalb weniger Minuten schwächen und so deren Wirksamkeit potenziell verringern.

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Yuflyma™: Für Colitis ulcerosa & Morbus Crohn

Das citratfreie1 Adalimumab-Biosimilar Yuflyma™ verfügt über ein kleines Injektionsvolumen und ist zugelassen für Colitis ulcerosaa und Morbus Crohn ab 6 Jahren. Der Fertigpen (80 mg & 40 mg) und die Fertigspritze (40 mg & 20 mg) sind im Kühlschrank (2–8 °C) drei Jahre und nach Entnahme max. 31 Tage bei Raumtemperatur verpackt haltbar – inklusive Preisvorteil bei 80 mg Wirkstärkeb.

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Aus dem Rhythmus: Warum Essen mitten in der Nacht mit Darmbeschwerden in Zusammenhang steht

Eine Nahrungsaufnahme zu Zeiten, in denen man normalerweise schläft, führt offenbar zum Verlust der Synchronität des zirkadianen Rhythmus verschiedener Zelltypen im Darm. Das geht aus einer neuen Untersuchung an einem Mausmodell hervor.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Hochverarbeitete Getreideprodukte und das Risiko für Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: Ergebnisse der Prospective Urban Rural Epidemiology-Studie.
Am J Gastroenterol 2026;121(6):1445–1454.

Ein kollaborativer Diagnose-Pfad zur Früherkennung von Bauchspeicheldrüsenkrebs in einem Krankenhaus der Grundversorgung: Langzeitauswirkungen der Onomichi-Methode.
Pancreatology 2026;26(4):587–593.

Kinder und Jugendliche mit Störungen der Darm-Hirn-Interaktion sowie komorbider Hypermobilität und orthostatischer Intoleranz weisen einen ungünstigeren Krankheitsverlauf auf.
J Pediatr Gastroenterol Nutr 2026;82(6):1394–1399.

 
 
 
 
Neues Verfahren verspricht frühere Diagnose der Nekrotisierenden Enterokolitis

Neues Verfahren verspricht frühere Diagnose der Nekrotisierenden Enterokolitis

Eine Handsonde, die sanft auf den Bauch von Frühgeborenen aufgesetzt wird, kann frühe Stadien der Nekrotisierenden Enterokolitis zuverlässig erkennen. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie, die das Verfahren erstmals am Menschen getestet hat.

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KURZMELDUNGEN:

Forschende von Eurac Research haben sich ein detailliertes Bild der Mikrobiota verschafft, die bei der in den Ötztaler Alpen gefundenen Mumie eines Mannes zu finden ist, der vor rund 5300 Jahren lebte.
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Am Global Fatty Liver Day (11. Juni) haben Organisationen unter dem Motto „Act Now“ über Gefahren, Prävention und Behandlung steatotischer Lebererkrankungen aufgeklärt.
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Bei Fruchtfliegen haben Forschende einen überraschenden Zusammenhang zwischen Darmfunktion, Nahrungsaufnahme und Schlaf entdeckt. Die Arbeit untermauert, dass der Darm mit dem Gehirn kommuniziert und das Verhalten beeinflusst
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TERMINE:

CO|OPERATION München
23. Juni 2026
München

DGVS Digital: Gastroenterologische Infektionen 2026 (Teil IV)
24. Juni 2026
online

58th European Society for Paediatric Gastroenterology, Hepatology and Nutrition Annual Meeting
25.–27. Juni 2026
Lille (Frankreich)

Endo-Ernährung – EndoAkademie trifft Südwestdeutsche Gesellschaft für Gastroenterologie
26. Juni 2026
Heidelberg

 
 

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