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Liebe Leserinnen und Leser,
etablierte Therapien bei Krebserkrankungen helfen vielen Betroffenen – aber eben nicht allen. Daher wird stetig nach Möglichkeiten gesucht, um die Wirksamkeit dieser Behandlungen bei solchen Patienten zu steigern oder gar erst anzuschieben, die darauf nur unzureichend oder gar nicht ansprechen.
In einem präklinischen Modell haben sich beispielsweise Forschende der Medizinischen Universität Wien mit metastasiertem Darmkrebs beschäftigt. Sie stellen in einer aktuellen Veröffentlichung dazu dar, dass das Ausschalten des EGFR-Signalwegs in bestimmten myeloischen Immunzellen im Tumor gewissermaßen eine „Immunbremse“ lösen und dadurch die Wirksamkeit von PD-L1-Immuntherapien deutlich verbessern kann. Die Wissenschaftler sehen darin einen möglichen neuen Ansatz für künftige Kombinationstherapien, die Patienten mit therapieresistentem metastasiertem Darmkrebs für eine Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren empfänglicher machen könnte.
Um Bauchspeicheldrüsenkrebs geht es in einer kürzlich veröffentlichten Studie eines Forschungsteams von der Philipps-Universität Marburg. Hier wurde nach Angaben der Autoren der erste selektive Aktivator für eine Arginin-Methyltransferase entwickelt, die zum Beispiel beim Pankreaskarzinom das Absterben von Tumorzellen unterstützen kann. Die Wirksamkeit einer etablierten Chemotherapie lässt sich den Forschenden zufolge dadurch verstärken. Auch die Marburger Wissenschaftler sprechen von einem neuen Ansatz in der Krebsforschung: Statt bestimmte Enzyme zu hemmen, könnte ihre gezielte Aktivierung bei bestimmten Tumoren und Patientengruppen therapeutisch nutzbar sein. Lesen Sie mehr dazu in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal BIERMANN MEDIZIN.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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