Ausgabe 27/2026

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Donnerstag, 02. Juli 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

für viele Paare beginnt der Kinderwunsch mit Vorfreude – und der Erwartung, dass sich eine Schwangerschaft früher oder später ganz von selbst einstellt. Umso belastender ist es, wenn Monate oder sogar Jahre vergehen, ohne dass sich dieser Wunsch erfüllt. Solche Probleme kennen unter anderem Frauen mit prämaturer Ovarialinsuffizienz nur allzu gut. Für Betroffene mit einer autoimmunbedingten Form der Erkrankung gibt es nun allerdings Grund zur Hoffnung: Die Ergebnisse einer Pilotstudie des Karolinska-Instituts in Schweden deuten darauf hin, dass eine Immuntherapie mit Rituximab die ovarielle Reaktion auf eine Hormonstimulation vorübergehend wiederherstellen kann. Sechs von zehn Frauen entwickelten nach der Behandlung Follikel, sodass Eizellen entnommen werden konnten. „Die Ergebnisse zeigen, dass bei einigen Frauen eine Eizellreserve vorhanden ist, die aktiviert werden kann, wenn der Autoimmunprozess unterdrückt wird“, erklärt die Erstautorin der Studie. Da es sich lediglich um eine Proof-of-Concept-Studie mit geringer Teilnehmerzahl handelte, seien zwar größere, randomisierte Studien zur Validierung erforderlich – eine entsprechende Studie hat das Forschungsteam aber bereits gestartet.

Doch auch wenn eine Schwangerschaft eingetreten ist, läuft nicht immer alles reibungslos. Zu den belastendsten Ereignissen zählt dabei die Fehlgeburt, von der schätzungsweise bis zu 15 Prozent der Frauen betroffen sind. Ein erhöhtes Risiko dafür könnte laut aktuellen wissenschaftlichen Ergebnissen mit bestimmten körperlichen Belastungen am Arbeitsplatz einhergehen. In einer dänischen Studie mit mehr als 470.000 Frauen war jede zusätzliche Stunde, die Schwangere nach vorne gebeugt arbeiteten – insbesondere in einem Winkel von etwa 30 Grad – mit einem um 36 Prozent erhöhten Fehlgeburtsrisiko assoziiert. Auch längeres berufliches Gehen zeigte einen Zusammenhang: Für jede weitere Stunde stieg das Risiko um 18 Prozent. Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, lassen die Ergebnisse zwar keine Rückschlüsse auf einen ursächlichen Zusammenhang zu und müssen – wie so oft – in weiteren Studien bestätigt werden. Dennoch sprechen sich die Autoren dafür aus, auch die frühe Schwangerschaft bereits stärker in Empfehlungen zum Arbeitsschutz für Schwangere zu berücksichtigen.

Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie wie immer in diesem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal BIERMANN MEDIZIN. Ich wünsche Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Immuntherapie könnte die Fruchtbarkeit bei prämaturer Ovarialinsuffizienz vorübergehend wiederherstellen

Immuntherapie könnte die Fruchtbarkeit bei prämaturer Ovarialinsuffizienz vorübergehend wiederherstellen

Eine Pilotstudie des Karolinska-Instituts deutet darauf hin, dass eine Immuntherapie die ovarielle Reaktion auf eine Hormonstimulation bei Frauen mit autoimmunbedingter prämaturer Ovarialinsuffizienz vorübergehend wiederherstellen kann.

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Neu: Itovebi® erhält AGO ++ in der 1L des ER+/HER2- mBC

Doppelplus (++) der AGO für Itovebi® (Inavolisib) in Kombination mit Palbociclib und Fulvestrant bei PIK3CAmut ER+/HER2- mBC für die 1L-Therapie, wenn während oder innerhalb von 12 Monaten nach Abschluss der adjuvanten endokrinen Therapie ein Rezidiv auftritt.

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Häufiges Vorbeugen am Arbeitsplatz mit erhöhtem Risiko für Fehlgeburten assoziiert

Eine große Studie mit mehr als 470.000 dänischen Frauen, die online in der Fachzeitschrift „Occupational & Environmental Medicine“ veröffentlicht wurde, findet Assoziationen zwischen häufigem Vorbeugen und – in geringerem Maße – Gehen am Arbeitsplatz und einem erhöhten Risiko für Fehlgeburten.

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Prävention Zervixkarzinom: Klarheit macht
den Unterschied

Die Anforderungen an die Zervixkarzinom-Diagnostik steigen. Unser gemeinsames Ziel bleibt unverändert: relevante Fälle frühzeitig erkennen, unnötige Eingriffe vermeiden und Patientinnen sicher begleiten. Roche unterstützt Sie dabei, diagnostische Informationen entlang des gesamten Entscheidungspfades klar einzuordnen – die Basis für eine fundierte, leitlinienorientierte Therapie.

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Östrogenbasierte Hormontherapien könnten die Gehirngesundheit älterer Frauen schützen

Östrogenbasierte Hormontherapien könnten die Gehirngesundheit älterer Frauen schützen

Die lebenslange Exposition gegenüber Reproduktionshormonen könnte das Gehirn von Frauen im Alter schützen. Eine US-Studie zeigt: Sowohl hormonelle Verhütung in jungen Jahren als auch eine Hormontherapie in den Wechseljahren waren mit Merkmalen einer besseren Gehirngesundheit assoziiert.

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Delphi-Konsens stärkt Therapie bei NVP

Ein von Dr. Wolfgang Paulus initiiertes Delphi-Verfahren bestätigt für Doxylamin/Pyridoxin einen 100-%-Konsens zu Wirksamkeit und Sicherheit.5 XONVEA® 20 mg/20 mg kombiniert beide Wirkstoffe in einer 2-Phasen-Freisetzung – mit 1-2 Tabletten täglich: 10 mg/10 mg werden sofort, weitere 10 mg/10 mg verzögert freigesetzt, für eine langanhaltende Wirkung.1,2 XONVEA® ist für alle Schweregrade der NVP§ geeignet.*

Fachinformation | Referenzen

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Chronische Nierenkrankheit: Frauen mit Präeklampsie haben erhöhtes Risiko

Frauen, die während der Schwangerschaft eine Präeklampsie entwickeln, haben ein höheres Risiko, im späteren Leben Bluthochdruck und eine chronische Nierenerkrankung zu bekommen. Das zeigt eine neue Studie der Universität Aarhus (Dänemark).

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber Metallgemischen und dem Risiko für POI: Eine Fall-Kontroll-Studie.
BMC Womens Health 29.06.2026

Vom PCOS zum polyendokrinen metabolischen Ovarialsyndrom (PMOS): Implikationen für die gynäkologische Versorgung von Jugendlichen.
J Pediatr Adolesc Gynecol 2026:S1083-3188(26)00448-1.

Dynamik des HER2-Status nach neoadjuvanter systemischer Therapie bei Brustkrebs: Eine große monozentrische Kohortenanalyse.
Ther Adv Med Oncol 2026:18:17588359261451850.

Auswirkungen sozialer Gesundheitsdeterminanten auf die Symptombelastung in der Perimenopause: Erkenntnisse aus der Flo-App.
Climacteric 2026 Jun 29:1–8.

 
 
 
Psychische und urogenitale Wechseljahresbeschwerden unabhängig vom Zeitpunkt der Menopause ähnlich

Psychische und urogenitale Wechseljahresbeschwerden unabhängig vom Zeitpunkt der Menopause ähnlich

Eine neue Studie zeigt, dass Wechseljahresbeschwerden sowohl bei Frauen mit einer Menopause im durchschnittlichen Alter als auch bei Frauen mit prämaturer Ovarialinsuffizienz (POI) häufig auftreten und oft stark ausgeprägt sind. Besonders bei psychischen und urogenitalen Beschwerden fanden die Forschenden keine wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Gruppen.

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KURZMELDUNGEN:

Der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte hat beim Deutschen Bundestag die Petition „Frauengesundheit sichern“ eingereicht.
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Eine Studie der FernUniversität Hagen zeigt, dass die kulturelle Teilhabe von Eltern nach der Geburt ihres ersten Kindes deutlich abnimmt.
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Auf einer Online-Pressekonferenz des Verbandes der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland wurde berichtet, wie Zyklus, Schwangerschaft und Wechseljahre den Diabetes beeinflussen.
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TERMINE:

Gynäkologie Refresher
9.
–11. Juli 2026
München

Niedersächsischer Gynäkologentag
29. August 2026
Hannover

36th World Congress on Ultrasound in Obstetrics and Gynecology
4.–7. September 2026
London (Großbritannien)

22. Sächsischer Gynäkologentag
5. September 2026
Dresden

 
 

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