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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gynäkologie,
Nitrat ist eine natürlich vorkommende Verbindung, die zunehmend in anorganischen Düngemitteln und durch Abfluss im Grundwasser vorkommt. Eine neue Studie des Moines University College of Health Sciences, USA, hat die Auswirkungen einer pränatalen Nitratbelastung untersucht. Das Ergebnis: Selbst niedrige Werte sind mit einem erhöhten Risiko für Frühgeburten und untergewichtige Neugeborene verbunden. „Unsere Arbeit untermauert die Evidenzbasis dafür, dass der derzeitige Grenzwert (>10 mg/l) möglicherweise nicht ausreicht, um die Übertragung von Nitrat im Wasser während des ersten Schwangerschaftstrimesters in der Gebärmutter zu verhindern“, kommentiert Erstautor Jason Semprini.
Eine weitere aktuelle Studie hat sich mit Schwangerschaften durch In-vitro-Fertilisation beschäftigt. Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass das Alter des Vaters eine entscheidende Rolle für den Reproduktionserfolg spielt. „Bei der Verwendung von Eizellen junger, gesunder Spenderinnen und dem Transfer nur eines einzigen, qualitativ hochwertigen Embryos haben wir bei Männern über 45 Jahren schlechtere Ergebnisse beobachtet“, kommentierte die Embryologin Dr. Maria Cristina Guglielmo auf der 41. Tagung der European Society of Human Reproduction and Embryology die Studie.
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Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine schöne Restwoche.
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