Ausgabe 10/2026

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Donnerstag, 05. März 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die Digitalisierung hält zunehmend Einzug in die Medizin – auch in der Gynäkologie. Ein aktuelles Beispiel liefert ein Forschungsteam aus Schweden: Mithilfe einer KI-gestützten „elektronischen Nase“ lassen sich flüchtige Substanzen im Blut analysieren, die auf Eierstockkrebs hinweisen. In einer Pilotstudie erreichte das Verfahren eine Genauigkeit von 97 Prozent und konnte Eierstockkrebs von Gebärmutterkrebs sowie gesunden Kontrollgruppen unterscheiden. Da frühe Symptome häufig unspezifisch sind und die Erkrankung deshalb oft spät erkannt wird, könnte eine solche Methode künftig einen wichtigen Beitrag zur Früherkennung leisten.

Doch nicht nur Hightech-Innovationen tragen zur optimalen Versorgung bei – auch der sorgfältige Umgang mit bekannten Risikokonstellationen bleibt entscheidend. So hat etwa jede sechste Schwangere einen BMI von 30 oder mehr. Studien zeigen, dass bei ihnen unter anderem das Risiko für Totgeburten, Kaiserschnitte und erfolglose Geburtseinleitungen erhöht ist. Zudem kann eine eingeschränkte Funktion der Plazenta, die häufig auf eine erhöhte Insulinresistenz zurückzuführen ist, den Schwangerschaftsverlauf beeinflussen. Für die Praxis bedeutet das vor allem eines: Geduld. Denn Geburtseinleitungen dauern bei adipösen Schwangeren oft mehrere Tage und sollten nicht vorschnell als erfolglos bewertet werden.

Auch in einem anderen zentralen Feld der Frauenheilkunde – der Hormonersatztherapie - liefern aktuelle Daten wichtige Orientierung für die klinische Praxis. Eine große dänische Registerstudie mit mehr als 800.000 Frauen zeigt, dass eine Hormontherapie in den Wechseljahren nicht mit einem erhöhten Sterberisiko verbunden ist, wenn relevante Einflussfaktoren berücksichtigt werden. Die Ergebnisse stützen damit die aktuellen Leitlinien, die eine Hormontherapie bei moderaten bis schweren Wechseljahresbeschwerden empfehlen, solange keine Kontraindikationen vorliegen.

Darüber hinaus widmen wir uns in dieser Ausgabe unter anderem einer In-utero-Stammzelltherapie für Spina bifida, den Risiken einer abgelehnten Vitamin-K-Prophylaxe für Neugeborene und der Frage, wann individuelle Ultraschall-Gesundheitsleistungen medizinisch sinnvoll sind.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
KI-gestützte elektronische Nase erkennt Eierstockkrebs

KI-gestützte elektronische Nase erkennt Eierstockkrebs

Mithilfe von maschinellem Lernen kann eine elektronische Nase frühe Anzeichen von Eierstockkrebs im Blut „riechen“. Die Methode ist präzise und könnte laut den Forschenden zukünftig zur Erkennung vieler verschiedener Krebsarten eingesetzt werden. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Advanced Intelligent Systems“ veröffentlicht.

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Dank Praxisbesonderheit VEOZA™ budgetneutral* verordnen

Erfreuliche Neuigkeiten mit Signalwirkung: Für VEOZA# gilt nun eine bundesweite Praxisbesonderheit für die Patientengruppe mit Zusatznutzen§. In diesem Rahmen ist rückwirkend ab dem 01.01.2025 eine budgetneutrale* Verordnung des Medikaments möglich.1 Die Details der Regelung erfahren Sie hier!

Fachinformation | Referenzen & Hinweise

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Adipositas in der Schwangerschaft: Darum haben übergewichtige Frauen mehr Risiken

Etwa jede sechste schwangere Frau hat einen BMI von 30 oder darüber. Das hat Konsequenzen für die Geburtshilfe. Denn bei Frauen mit Adipositas gibt es zusätzliche Risiken, die bei der Betreuung der Schwangerschaft und der Geburt zu berücksichtigen sind.

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JEMPERLI (Dostarlimab) in der 1L beim Endometriumkarzinom

JEMPERLI + Carboplatin-Paclitaxel ist zugelassen für alle Patientinnen mit primär fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom (EC), für die eine systemische Therapie infrage kommt.1

Pflichtangaben

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Eine Hormonersatztherapie hat keinen Einfluss auf das Sterberisiko

Eine Hormonersatztherapie hat keinen Einfluss auf das Sterberisiko

Eine dänische Studie mit mehr als 800.000 Frauen, die kürzlich in der Fachzeitschrift „BMJ“ veröffentlicht wurde, zeigt, dass eine Hormonersatztherapie nicht mit einem erhöhten Sterberisiko verbunden ist.

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Indikationserweiterung utrogest® Luteal 200 mg

utrogest Luteal® 200 mg ist ab sofort zugelassen zur Prävention einer Frühgeburt bei verkürzter Zervix.*,1 Die Weichkapseln zur vaginalen Anwendung sind das einzige zugelassene Progesteron-Präparat in dieser Indikation. Empfohlenen sind 200 mg täglich abends vor dem Schlafengehen, etwa von der 20. bis zur 34. Schwangerschaftswoche. Mit utrogest Luteal® 200 mg therapieren Sie leitliniengerecht.2

Referenzen | Pflichttext

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Studie: In-utero-Stammzelltherapie bei Spina bifida ist sicher

Eine klinische Phase-I-Studie hat gezeigt, dass die Kombination von Stammzelltherapie und standardmäßiger Fötalchirurgie vor der Geburt ein sicherer und vielversprechender Ansatz zur Behandlung von Myelomeningozele ist.

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Übelkeit & Erbrechen in der Schwangerschaft

Effektives 2-Phasen-System bei milden, moderaten und schweren* Symptomen – XONVEA® 20 mg/20 mg (FI/GI) mit veränderter Wirkstofffreisetzung: 10 mg Doxylamin und 10 mg Pyridoxin werden sofort, weitere 10 mg/10 mg verzögert freigesetzt – für eine schnelle Anflutung und langanhaltende Wirkung.[1,2]

Weiterer Vorteil: das vereinfachte Einnahmeschema mit weniger Tabletten.[3]

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Immer mehr Eltern lehnen Vitamin-K-Gabe ab

Immer mehr Eltern lehnen Vitamin-K-Gabe ab

Immer mehr Eltern lehnen Vitamin-K-Spritzen für ihre Neugeborenen ab und setzen ihre Kinder damit einem erhöhten Risiko für vermeidbare Hirnschäden aus. Dies geht aus einer systematischen Übersichtsarbeit hervor, deren Ergebnisse im April auf der 78. Jahrestagung der American Academy of Neurology in Chicago, USA, vorgestellt werden.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Störungen des zirkadianen Rhythmus induzieren PCOS-ähnliche Phänotypen durch Eingriffe in die Synthesewege von Ovarialsteroidhormonen.
J Steroid Biochem Mol Biol 28.02.2026

Ein interpretierbares Modell zur Risikostratifizierung bei Brustkrebs durch Multi-Omics-Integration: Multimethodische Entwicklung und Validierung über mehrere Kohorten hinweg.
Clin Transl Oncol 02.03.2026

Studienprotokoll für ein prädiktives Modell zur Abschätzung des bevölkerungsbasierten Risikos negativer Schwangerschaftsausgänge: Das „Adverse Pregnancy Outcomes Population Risk Tool“ (PregPoRT).
Diagn Progn Res 2026;10(1):5.

Mutter-Kind-Bindungsentwicklung bei IVF-Müttern im ersten Trimester: eine prospektive Beobachtungsstudie.
Arch Gynecol Obstet 2026;313(1):115.

 
 
 

KURZMELDUNGEN:

Wann ist Ultraschall als Selbstzahlerleistung medizinisch sinnvoll – und wann nicht?
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Als unterstützende Maßnahme kann Bewegung die Lebensqualität von Brustkrebs-Patientinnen während der Chemotherapie verbessern.
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Häufigeres Gähnen war in einer Studie mit einem geringeren Geburtsgewicht assoziiert – ein möglicher Hinweis auf leichten fetalen Stress im Mutterleib.
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TERMINE:

4. Hanseatische GynOnkoTage 2026
20.03.-21.03.2026
Güstrow

XXXIV. Wissenschaftliche Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie der OEGGG
15.04.-18.04.2026
Salzburg, Österreich

AGO Zertifizierungskurs Gynäko-Onkologie
24.04.-25.04.2026
Berlin

Fortbildung „Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung“
29.04.2026
Frankfurt

 
 

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