Ausgabe 28/2026

Klicken Sie hier, um diesen Newsletter online anzusehen!

newsletter-logo-kom-onko
 
 

Donnerstag, 09. Juli 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

auch wenn der klassische Lebensentwurf heute längst nicht mehr für alle jungen Menschen selbstverständlich ist, bleibt der Wunsch nach eigenen Kindern für viele Frauen ein wichtiges Lebensziel. Da kann eine Krebsdiagnose Betroffene gleich doppelt hart treffen, wenn die notwendige Therapie auch die Fruchtbarkeit beeinträchtigt. Eine neue Studie befasste sich mit dem endometrioiden Endometriumkarzinom, dessen chirurgische Standardtherapie zum Verlust der Fertilität führt. Auf die alternative, fertilitätserhaltende Progesterontherapie sprechen allerdings mehr als 30 Prozent der Patientinnen nicht an. Forschende aus China identifizierten nun einen Biomarker, der den Erfolg einer solchen Therapie vorhersagen kann. Mithilfe der hyperspektralen stimulierten Raman-Streumikroskopie fanden sie bei Tumoren ohne Ansprechen auf eine Progesterontherapie eine vermehrte Anreicherung von Cholesterinestern in Tumorzellclustern. Zusätzlich untersuchten sie den Effekt einer Kombinationstherapie aus Progesteron und Statin zur Behandlung von Patientinnen mit progesteroninsensitivem Tumor. Die vollständige Remissionsrate nach sechs Monaten lag unter einer alleinigen Progesterontherapie bei acht Prozent, stieg durch die Kombinationstherapie jedoch auf 67 Prozent an. Auch wenn es größerer Studien zur Validierung der Ergebnisse bedarf, geben die Resultate Anlass zur Hoffnung für Betroffene mit Kinderwunsch.

Außerdem wollen wir einen Blick auf Frauen werfen, die die Kinderwunsch- und Fertilitätsfrage bereits hinter sich und das Neugeborene auf dem Arm haben. Eigentlich sollte in diesem Moment alles perfekt sein – so erträumt man es sich zumindest. Dennoch erfahren elf bis zwölf Prozent aller Mütter Störungen der Mutter-Kind-Bindung, oft im Zusammenhang mit postpartalen Depressionen. Eine japanische Studie macht nun jedoch darauf aufmerksam, dass auch in der Gruppe der Mütter ohne postpartale Depressionen immerhin noch knapp acht Prozent betroffen sind. Da diese Frauen seltener erkannt werden, haben die Forschenden weitere Risikofaktoren für eine gestörte Mutter-Kind-Bindung ein Jahr nach der Geburt identifiziert: So waren Schwierigkeiten beim Halten des Babys, wenn dieses weinte, quengelte oder den Rücken durchbog, einen Monat nach der Geburt mit einem 3,45-fach erhöhten Risiko assoziiert. Die Angabe eines anderen Gefühls als Freude bei der Bestätigung der Schwangerschaft – selbst wenn es nur Neutralität war – ging mit einem 2,42-fach erhöhten Risiko einher. Als Schutzfaktor erwies sich hingegen starke soziale Unterstützung während der Schwangerschaft, die das Risiko um 55 Prozent senkte. Die Ergebnisse könnten dazu beitragen, betroffene Mütter früher zu erkennen und ihnen rechtzeitig die nötige Unterstützung anzubieten.

Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie wie immer in diesem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal BIERMANN MEDIZIN. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Schmökern und eine schöne Sommerwoche!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Endometrioides Endometriumkarzinom: Biomarker könnte Erfolg fertilitätserhaltender Progesterontherapie vorhersagen

Endometrioides Endometriumkarzinom: Biomarker könnte Erfolg fertilitätserhaltender Progesterontherapie vorhersagen

Ein neuer Biomarker könnte vorhersagen, welche Patientinnen mit einem endometrioiden Endometriumkarzinom nicht auf eine fertilitätserhaltende Progesterontherapie ansprechen. Gleichzeitig deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die Kombination von Progesteron mit einem Statin das Ansprechen auf die Therapie verbessern könnte.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 
Advertorial

Auch ab 27: HPV-Impfung bleibt relevant

Infektionen mit HPV sind weltweit sehr verbreitet und können lebenslang auftreten. Es können auch Frauen ab 27 noch individuell von der HPV-Impfung profitieren. Welche Patientinnen infrage kommen, zeigt der Beitrag. Jetzt ansehen, geeignete Patientinnen erkennen und ansprechen!

MSD_HPV27_Headerbild_200x250
 

Risikofaktoren für eine Störung der Mutter-Kind-Bindung

Forschende der Universität Toyama (Japan) haben drei Faktoren identifiziert, die Schwierigkeiten bei der Mutter-Kind-Bindung ohne das Vorliegen einer postpartalen Depression vorhersagen.

Lesen Sie hier weiter ...
 
Advertorial

Sommer, Sonne, Hitzewallung?

Wechseljahresbedingte Hitzewallungen und Schlafstörungen belasten viele Frauen in der warmen Jahreszeit besonders stark.1 In der Phase-3b-Studie DAYLIGHT reduzierte der NK3-Rezeptor-Antagonist VEOZA™ (Fezolinetant)* Hitzewallungen ab Tag 1 der Einnahme.2 Auch VMS-bedingte Schlafstörungen verbesserten sich.3 Die wichtigsten Ergebnisse der Studie lesen Sie in diesem aktuellen Fachartikel:

Fachinformation | Referenzen & Hinweise
MAT-DE-VEO-2026-00111 | Erstellt: April 2026

Tired stressed woman fanning home sweating hard no conditioning suffocating difficulty breathe
 
 
Aktualisierte S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Descensus genitalis der Frau

Aktualisierte S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Descensus genitalis der Frau

Mit dem Update der S3-Leitlinie zum weiblichen Descensus genitalis werden diagnostische und therapeutische Maßnahmen eingeordnet, die zur adäquaten Versorgung von Patientinnen beitragen. Beleuchtet werden unter anderem konservative und operative Verfahren.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 
 

Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Bestimmung der kognitiv-psychologischen Prädiktoren schwangerschaftsbezogener Angst bei Schwangeren.
BMC Pregnancy Childbirth
04.07.2026

Präoperative MRT der Brust und Langzeitüberleben beim duktalen Carcinoma in situ: Eine Analyse mit Propensity-Score-Gewichtung.
Eur Radiol
06.07.2026

Adenomyose ist kein unabhängiger prognostischer Faktor beim endometrioiden Endometriumkarzinom.
Ir J Med Sci 03.07.2026

Eine hohe Einhaltung der mediterranen Ernährung ist bei einer Kohorte schwangerer Frauen mit einem vielfältigen fäkalen Mikrobiom und verringerten systemischen Entzündungen assoziiert.
Sci Rep
06.07.2026

 
 

Hoher Fruktosekonsum während der Schwangerschaft beeinträchtigt Funktion von Stammzellen im fetalen Gehirn

Ein hoher Fruktosekonsum in der Schwangerschaft könnte die Gehirnentwicklung des Nachwuchses langfristig beeinflussen. Eine neue Tierstudie zeigt, dass frühe Fruktoseexposition die Funktion neuraler Stammzellen verändert und Lern- sowie Gedächtnisleistungen im späteren Leben beeinträchtigen kann.

Lesen Sie hier weiter ...
 

 
 
Nationale Stillkommission aktualisiert Definitionen zum Stillen

Nationale Stillkommission aktualisiert Definitionen zum Stillen

Die Nationale Stillkommission (NSK) am Max Rubner-Institut hat eine umfassende Aktualisierung der Definitionen zum Stillen und zur Ernährung mit Mutter- und Frauenmilch vorgelegt.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 
 

KURZMELDUNGEN:

Ein dichtesBeratungsnetz und messbare Erfolge – und doch bleibt die Paartherapie in der Realität hinter den Idealwerten klinischer Studien zurück – aber warum?
Weiterlesen ...

Forschende fordern, Millionen Frauen und Mädchen verstärkt auf die weibliche genitale Schistosomiasis zu untersuchen.
Weiterlesen ...

Kinder zu bekommen galt lange als selbstverständlich, doch immer mehr Menschen der Gen Z entscheiden sich bewusst dagegen. Warum?
Weiterlesen ...

TERMINE:

excellence in oncology – Mammakarzinom
18. Juli 2026
online

Niedersächsischer Gynäkologentag
29. August 2026
Hannover

36th World Congress on Ultrasound in Obstetrics and Gynecology
4.–7. September 2026
London (Großbritannien)

22. Sächsischer Gynäkologentag
5. September 2026
Dresden

 
 

„KOMPAKT GYNÄKOLOGIE“ ist ein Titel der Biermann Verlag GmbH in Köln. Sie erhalten diese E-Mail, da Sie für diesen Newsletter angemeldet sind. Sie können in unserem Fachportal weitere Newsletter zu verschiedenen medizinischen Fachrichtungen abonnieren. Sollten Sie kein Interesse mehr an diesem Newsletter haben, können Sie sich hier abmelden. Haben Sie Fragen oder Anregungen zu unseren Themen und Inhalten, freuen wir uns auf Ihre E-Mail: [email protected]. Bitte beachten Sie, dass dieser Newsletter nur Angehörigen der Heilberufe gemäß HWG §10 zugänglich gemacht werden darf; das gilt auch für das Weiterempfehlen und Weiterleiten.

Impressum: Biermann Verlag GmbH | MedCon Health Contents GmbH | HRB Bonn 11110 | HRB Köln 78926

Geschäftsführer: Dr. med. Hans Biermann

Hier vollständiges Impressum aufrufen