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Liebe Leserinnen und Leser,
charakteristische Merkmale des polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) sind erhöhte Testosteronwerte und eine gestörte Ovulation. Doch was ist die Ursache für dieses hormonelle Ungleichgewicht bei betroffenen Frauen? Mit dieser Frage haben sich Forscher der Mount Sinai School of Medicine (USA) beschäftigt. Sie fanden heraus, dass eine Aktivierung regulatorischer Elemente des DENND1A-Gens in Steroid-produzierenden Zellen der Nebenniere die Testosteronproduktion in diesen Zellen erhöht. Diese mechanistischen Erkenntnisse bieten laut den Autoren eine Grundlage für neue Behandlungsmöglichkeiten. So könnten Therapien auf die Gene selbst oder die regulatorischen Schalter abzielen.
Forscher der Universität Konstanz haben in einem Tiermodell festgestellt, dass beim Reifungsprozess von Eizellen das Protein 4E-T eine zentrale Rolle spielt. Da beim Menschen Mutationen des 4E-T-Gens mit vorzeitiger Ovarialinsuffizienz in Verbindung gebracht werden, ist diese Studie interessant, kann sie doch zu einem besseren Verständnis solcher Störungen der Eizellenreifung beitragen.
Auch interessant: Da Schwangere von der Teilnahme an klinischen Studien zu experimentellen Therapien ausgeschlossen sind, liegen nur begrenzt Daten dazu vor, wie und ob sich Medikamente gegen Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen auf die Schwangerschaft auswirken könnten. Basierend auf der PIANO-Studie, die die möglichen Auswirkungen untersuchte, wurden vom Global Consensus Consortium nun Behandlungsempfehlungen für Ärzte entwickelt.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine schöne Restwoche.
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