Ausgabe 33/2026

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Donnerstag, 13. August 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

Autoimmunerkrankungen betreffen deutlich häufiger Frauen als Männer – nicht selten auch junge Frauen, die noch mitten in der Familienplanung stehen. Zum einen können Krankheitsschübe Mutter und Kind gefährden, zum anderen sind zahlreiche immunsuppressive Therapien während der Schwangerschaft nur eingeschränkt oder gar nicht einsetzbar. Eine internationale Studie unter deutscher Beteiligung macht nun Hoffnung für Frauen mit schweren Autoimmunerkrankungen, die mit einer CAR-T-Zelltherapie behandelt wurden. Insgesamt dokumentierten die Forschenden 14 Schwangerschaften bei 13 Patientinnen mit behandelten Autoimmunerkrankungen. Alle bislang abgeschlossenen Schwangerschaften verliefen komplikationslos, bisher wurden acht gesunde Kinder geboren. Bemerkenswert ist zudem, dass es trotz Absetzens sämtlicher immunsuppressiver Medikamente zu keinem Wiederauftreten der Erkrankungen kam. Auch wenn die Fallzahl klein ist, liefern die Ergebnisse systematische Hinweise darauf, dass eine erfolgreiche CAR-T-Zelltherapie betroffenen Frauen den Weg zu einer komplikationslosen Schwangerschaft und der Geburt eines gesunden Kindes eröffnen könnte.

Nicht nur Autoimmunerkrankungen können die Familienplanung erschweren: Auch bei Frauen mit chronischer Nierenerkrankung muss eine Schwangerschaft gut geplant werden, da sie die Nieren zusätzlich belasten kann und zugleich viele Medikamente während der Schwangerschaft nicht eingesetzt werden können. Eine englische Machbarkeitsstudie liefert nun erste Hinweise auf einen ungewöhnlichen, aber einfach umsetzbaren Therapieansatz: die tägliche Einnahme von Rote-Beete-Saft. Mehr als 100 Schwangere mit chronischer Nierenerkrankung erhielten entweder die Standardversorgung oder zusätzlich bis zur Entbindung täglich Rote-Beete-Saft. In der Interventionsgruppe traten insgesamt rund 70 Prozent weniger schwerwiegende unerwünschte Ereignisse auf. Bei Frauen mit fortgeschrittener Nierenerkrankung zeigten sich darüber hinaus Hinweise auf eine bessere Nierenfunktion nach der Schwangerschaft, weniger Aufnahmen der Neugeborenen auf eine neonatologische Station sowie ein geringerer Bedarf an blutdrucksenkenden Medikamenten während der Schwangerschaft. Sicherheitsbedenken ergaben sich dabei nicht. Die Ergebnisse liefern eine vielversprechende Grundlage für größere klinische Studien und neue Therapieansätze bei Schwangeren mit chronischer Nierenerkrankung.

Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie wie immer in diesem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal BIERMANN MEDIZIN. Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre!




   Ihre
   Dr. Lena Johannes

 

 
 
Schwangerschaft nach CAR-T-Zelltherapie

Schwangerschaft nach CAR-T-Zelltherapie

Eine internationale Studie unter deutscher Leitung zeigt erstmalig, dass Frauen mit Autoimmunerkrankungen nach einer erfolgreichen CAR-T-Zelltherapie eine normale und unproblematische Schwangerschaft erleben und gesunde Kinder zur Welt bringen können. Die Ergebnisse wurden im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht.

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Jetzt verfügbar: Elinzanetant bei Hitzewallungen

Seit April 2026 ist mit Elinzanetant (Lynkuet®) eine neue Option zur nicht-hormonellen Behandlung moderater bis schwerer Wechseljahrsbeschwerden verfügbar. Als dualer NK1-/NK3-Antagonist bringt die Neurokinin-Therapie die Thermoregulation gezielt wieder ins Gleichgewicht und kann Hitzewallungen sowie Nachtschweiß reduzieren.

Fachinformation

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Rote-Bete-Saft könnte Nierenfunktion bei Schwangeren mit chronischer Nierenerkrankung unterstützen

Laut einer neuen, unter der Leitung des King’s College London durchgeführten Studie könnte die tägliche Einnahme von Rote-Bete-Saft eine einfache und leicht zugängliche Möglichkeit bieten, die Nierenfunktion bei schwangeren Frauen mit chronischer Nierenerkrankung zu unterstützen.

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Adipositas-Therapie in der Gynäkologie −
Ihr Praxisleitfaden

Jede 5. Frau lebt mit Adipositas – oft begleitet vom polyglandulären metabolischen ovariellen Syndrom (PMOS).4 Erfahren Sie, wie Sie eine leitliniengerechte Adipositas-Therapie erfolgreich in den gynäkologischen Praxisalltag integrieren und welchen Beitrag Mounjaro®12,* dabei leisten kann. Unser Leitfaden unterstützt Sie umfassend bei der Umsetzung.

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Jenseits von Antibiotika: ein neuer Ansatz zur Behandlung von Harnwegsinfektionen

Jenseits von Antibiotika: ein neuer Ansatz zur Behandlung von Harnwegsinfektionen

Ein Forschungsteam aus der Schweiz und Deutschland hat den kombinierten Einsatz von Phagen- und Darmfloratransplantationstherapie zur Behandlung von Patientinnen mit wiederkehrenden Harnwegsinfektionen, die auf herkömmliche Therapien nicht ansprechen, untersucht.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Endometriose-Subtypen und Risiko für Typ-2-Diabetes: Die retrospektive Kohortenstudie ARCHES.
Diabetologia 06.08.2026

Zusammenhang zwischen der Mikroplastikbelastung der Plazenta und intrapartalen Auffälligkeiten der fetalen Herzfrequenz.
Ecotoxicol Environ Saf 2026;323:120567.

Biomarker-gesteuerte Reaktionen in aus Patienten gewonnenen Organoiden sagen wirksame Therapien bei Brustkrebs voraus.
Cell Rep Med 2026:102973.

Vitamin-D-Supplementierung und Knochengesundheit bei postmenopausalen Frauen: Eine randomisierte, kontrollierte 24-monatige Interventionsstudie mit Formulierungen erhöhter Bioverfügbarkeit.
Eur J Clin Nutr 07.08.2026

 
 

Hormonrezeptor-positiver Brustkrebs: Blutbiomarker für Verzicht auf Chemotherapie

US-Wissenschaftler haben einen Blutbiomarker identifiziert, der Tausenden Frauen mit Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs eine unnötige Chemotherapie ersparen könnte.

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Typ-2-Diabetes kann mit stärkeren Wechseljahresbeschwerden einhergehen

Typ-2-Diabetes kann mit stärkeren Wechseljahresbeschwerden einhergehen

Eine neue Studie deutet darauf hin, dass Typ-2-Diabetes mit einer höheren Anzahl und stärkeren Ausprägung von Wechseljahresbeschwerden verbunden ist.

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KURZMELDUNGEN:

Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs regelmäßig per App nach ihrem Befinden zu fragen – und darauf umgehend zu reagieren –, kann ihren Alltag erleichtern.
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Die sozioökonomische Situation der Familie scheint für die Gesundheit von Kindern eine stärkere Rolle zu spielen als das pränatale Verhalten der Eltern.
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Eine hochdosierte Vitamin-D-Supple­mentierung in der Schwangerschaft ist mit einem besseren verbalen und visuellen Gedächtnis im Kindesalter assoziiert.
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TERMINE:

Niedersächsischer Gynäkologentag
29. August 2026
Hannover

36th World Congress on Ultrasound in Obstetrics and Gynecology
4.–7. September 2026
London (Großbritannien)

22. Sächsischer Gynäkologentag
5. September 2026
Dresden

Grundkurs Gynäkologische Endoskopie
10.–12. September 2026
Dresden

 
 

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