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Liebe Leserinnen und Leser,
die In-vitro-Fertilisation (IVF) stellt für viele Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch eine zentrale Behandlungsoption dar, doch auch diese Methode ist kein Garant für eine erfolgreiche Schwangerschaft. Hinzu kommt, dass etablierte Tests, die das vaginale Mikrobiom in grobe Muster einteilen und daraus den Erfolg einer solchen Behandlung vorhersagen sollen, nur begrenzt aussagekräftig sind. Deutsche Forschende haben nun eine spezifische bakterielle Konstellation identifiziert, die den Ausgang einer IVF negativ beeinflussen kann. Eine gleichzeitige Besiedlung mit Lactobacillus iners und Ureaplasma parvum in hohen Konzentrationen war mit einer deutlich reduzierten Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Einnistung assoziiert und könnte künftig als präziserer prädiktiver Marker dienen.
Ein weiterer limitierender Faktor ist eine verminderte ovarielle Reserve, bei der Patientinnen häufig auch auf hohe Hormondosen nur unzureichend ansprechen. Forschende aus China konnten zeigen, dass die zusätzliche Gabe von Letrozol zu einem Standardprotokoll mit GnRH-Antagonisten die Wahrscheinlichkeit einer Lebendgeburt bei diesen Patientinnen deutlich erhöht. Der Effekt war insbesondere bei jüngeren Frauen ausgeprägt. Sollten sich diese Ergebnisse in größeren randomisierten Studien bestätigen, könnte Letrozol eine vergleichsweise einfache und kosteneffiziente Erweiterung bestehender IVF-Protokolle darstellen.
Ist der Weg zu einer Schwangerschaft erst einmal geschafft, gilt es, den Körper bestmöglich zu unterstützen. Während früher Schonung das Mittel der Wahl war, gilt Sport heute als zentraler Bestandteil einer gesunden Schwangerschaft. Er kann das mütterliche Wohlbefinden verbessern, das Risiko für Komplikationen senken und sich auch positiv auf die fetale Entwicklung auswirken. So kann eine verbesserte Durchblutung der Plazenta die fetale Herz-Kreislauf-Funktion unterstützen. Gleichzeitig reduzieren sich Risiken für Frühgeburt sowie extremes Geburtsgewicht. Auch eine höhere Schmerztoleranz bei und eine schnellere Erholung nach der Geburt wurden in Studien bereits angedeutet.
Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal sowie in der aktuellen Ausgabe unserer Zeitschrift KOMPAKT GYNÄKOLOGIE. Ich wünsche Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre!
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