Ausgabe 17/2026

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Donnerstag, 23. April 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die In-vitro-Fertilisation (IVF) stellt für viele Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch eine zentrale Behandlungsoption dar, doch auch diese Methode ist kein Garant für eine erfolgreiche Schwangerschaft. Hinzu kommt, dass etablierte Tests, die das vaginale Mikrobiom in grobe Muster einteilen und daraus den Erfolg einer solchen Behandlung vorhersagen sollen, nur begrenzt aussagekräftig sind. Deutsche Forschende haben nun eine spezifische bakterielle Konstellation identifiziert, die den Ausgang einer IVF negativ beeinflussen kann. Eine gleichzeitige Besiedlung mit Lactobacillus iners und Ureaplasma parvum in hohen Konzentrationen war mit einer deutlich reduzierten Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Einnistung assoziiert und könnte künftig als präziserer prädiktiver Marker dienen.

Ein weiterer limitierender Faktor ist eine verminderte ovarielle Reserve, bei der Patientinnen häufig auch auf hohe Hormondosen nur unzureichend ansprechen. Forschende aus China konnten zeigen, dass die zusätzliche Gabe von Letrozol zu einem Standardprotokoll mit GnRH-Antagonisten die Wahrscheinlichkeit einer Lebendgeburt bei diesen Patientinnen deutlich erhöht. Der Effekt war insbesondere bei jüngeren Frauen ausgeprägt. Sollten sich diese Ergebnisse in größeren randomisierten Studien bestätigen, könnte Letrozol eine vergleichsweise einfache und kosteneffiziente Erweiterung bestehender IVF-Protokolle darstellen.

Ist der Weg zu einer Schwangerschaft erst einmal geschafft, gilt es, den Körper bestmöglich zu unterstützen. Während früher Schonung das Mittel der Wahl war, gilt Sport heute als zentraler Bestandteil einer gesunden Schwangerschaft. Er kann das mütterliche Wohlbefinden verbessern, das Risiko für Komplikationen senken und sich auch positiv auf die fetale Entwicklung auswirken. So kann eine verbesserte Durchblutung der Plazenta die fetale Herz-Kreislauf-Funktion unterstützen. Gleichzeitig reduzieren sich Risiken für Frühgeburt sowie extremes Geburtsgewicht. Auch eine höhere Schmerztoleranz bei und eine schnellere Erholung nach der Geburt wurden in Studien bereits angedeutet.

Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal sowie in der aktuellen Ausgabe unserer Zeitschrift KOMPAKT GYNÄKOLOGIE. Ich wünsche Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Künstliche Befruchtung: Kombination zweier Bakterien könnte Erfolg vorhersagen

Künstliche Befruchtung: Kombination zweier Bakterien könnte Erfolg vorhersagen

Gängige Tests, die den Erfolg einer künstlichen Befruchtung vorhersagen sollen, liegen oft falsch. Forscher fanden jedoch eine Kombination aus zwei Bakterien, deren Vorhandensein den Erfolg einer künstlichen Befruchtung verringert und so zu einer genaueren Vorhersage herangezogen werden könnte.

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Ein gewichtiger Grund für’s Herz:
Mounjaro® bei Adipositas

Wie verbessern Sie die kardiovaskuläre Prognose Ihrer Patient:innen mit Adipositas und Herzinsuffizienz (HFpEF)? Mounjaro®12,* liefert Antworten: In der SUMMIT-Studie wurde eine starke Gewichtsreduktion sowie ein positiver Effekt auf HFpEF-bedingte Ereignisse nachgewiesen.13

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Krebsmedikament könnte IVF-Erfolgsrate bei Frauen mit geringer ovarieller Reserve verbessern

Forscher haben herausgefunden, dass die zusätzliche Gabe von Letrozol (einem häufig in der Brustkrebstherapie eingesetzten Medikament) zu einem Standard-Hormonprotokoll der In-vitro-Fertilisation (IVF) die Wahrscheinlichkeit einer Lebendgeburt bei Frauen mit eingeschränkter ovarieller Reserve erhöht.

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ORSERDU® (Elacestrant): Evidenz aus Studie
und Praxisalltag1,2

Ein therapeutisch bedeutsames mPFS von 8,6 Monate vs. 1,9 Monate – eine Post-hoc Analyse der EMERALD-Studie unterstreicht das überzeugende Potenzial von ORSERDU® bei ESR1-mutierten mBC nach ET + CDK4/6i-Vortherapie ≥ 12 Monaten.1,* Und die Evidenz zeigt sich auch im klinisch Alltag: Real-World-Daten untermauern die praxisrelevante Wirksamkeit mit einer medianen rwTTNT von 7,9 Monaten, bei 1–2 Vortherapien ≥ 12 Monaten sogar von 8,4 Monaten.2,**

Zur ORSERDU® Fachinformation
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Referenzen und Fußnoten

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Fit mit Babybauch: Tipps für Sport während der Schwangerschaft

Fit mit Babybauch: Tipps für Sport während der Schwangerschaft

Lange galt Schonung als Gebot der Stunde, doch die Medizin ist sich heute einig: Sport während der Schwangerschaft stärkt das Wohlbefinden, senkt das Risiko für Komplikationen und bereitet den Körper optimal auf die Zeit nach der Geburt vor.

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ZURZUVAE™ – bei postpartaler Depression rasch handeln

Mit ZURZUVAE™ (Zuranolon) steht ab Mitte Juni erstmals eine schnell wirksame, 14-tägige orale Therapie für die Behandlung der postpartalen Depression (PPD) zur Verfügung.1,2,3 Zuranolon zeigte eine signifikante und klinisch bedeutsame, anhaltende Verbesserung depressiver Symptome.1 Die PPD ist eine schwere Erkrankung mit erheblichen Folgen für Mutter, Kind und die gesamte Familie.4

Fachinformation | Referenzen

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Modifizierte sonodynamische Therapie hemmt Brustkrebs und Knochenmetastasen

Eine neu entwickelte, Ferrocen-modifizierte sonodynamische Therapie verstärkt gezielt oxidativen Stress in Brustkrebszellen. In präklinischen Modellen hemmt sie nicht nur das Wachstum von Brustkrebs, sondern auch die Bildung von Knochenmetastasen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Vergleich der Schwangerschaftsergebnisse in einer Population mit natürlicher vs. chirurgischer Reduktion von Zwillingsschwangerschaften: eine retrospektive Kohortenstudie.
Front Endocrinol (Lausanne) 2026:16:1639188.

Epigenetische Alterungsuhren der späteren Generation sagen das Überleben bei Brustkrebs im TCGA-Kollektiv besser voraus als Modelle der ersten Generation.
Clin Epigenetics 2026;18(1):70.

Eine kombinierte Transkriptom- und Machine-Learning-Studie identifiziert PAX8 als vielversprechenden diagnostischen Biomarker bei Endometriose.
Hum Mutat 2026:2026:9501547.

Erweiterte Subtyp-Tests auf zirkulierende HPV-Tumor-DNA ermöglichen den zuverlässigen Nachweis von Gebärmutterhalskrebs im fortgeschrittenen Stadium.
Gynecol Oncol 2026 Apr:207S:47–52.

 
 
 
Epigenom bei der Geburt beeinflusst die neurologische Entwicklung

Epigenom bei der Geburt beeinflusst die neurologische Entwicklung

Darmmikrobiom und Epigenom sind eng miteinander verflochten und tragen beide zur neurologischen Entwicklung bei, wie eine Studie in „Cell Press Blue“ zeigt. Danach beeinflussen epigenetische Veränderungen, die bei der Geburt vorhanden sind, wie sich das Darmmikrobiom eines Säuglings im ersten Lebensjahr entwickelt. 

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KURZMELDUNGEN:

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) will im Oktober 2026 über die Absenkung der unteren Altersgrenze des Mammographie-Screenings auf 45 Jahre entscheiden.
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Eine neue Studie identifizierte insgesamt zehn Gene, die mit der schwersten Form der Schwangerschaftsübelkeit, der Hyperemesis gravidarum, in Verbindung stehen.
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Als eine der möglichen Ursachen für die weltweit steigende Prävalenz von Asthma haben Forschende eine hohe pränatale Exposition gegenüber Per- und polyfluorierten Alkylverbindungen identifiziert.
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TERMINE:

ESMO Breast Cancer 2026
6.–8. Mai 2026
Berlin

Gynäkologie Refresher
7.–9. Mai 2026
Köln

34. Osteoporoseforum
28.–30. Mai 2026
St. Wolfgang im Salzkammergut, Österreich

 
 

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