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Liebe Leserinnen und Leser,
in zwei aktuellen Studien aus der Gynäkologie, über die wir in dieser Woche berichten, geht es um Krebserkrankungen. In der ersten Arbeit wurden die Auswirkungen des Brustkrebsmedikamentes Tamoxifen untersucht. Von diesem Wirkstoff ist bekannt, dass er in seltenen Fällen das Risiko für Gebärmutterkrebs erhöhen kann. Die Studie ist relevant, da die Forscher des Berlin Institute of Health in der Charité nun den molekularen Ursachen dieser Nebenwirkung auf die Spur gekommen sind. Der Wirkstoff kann einen tumorfördernden Signalweg aktivieren.
Im Fokus der zweiten Studie stehen Frauen mit HER2-negativem Brustkrebs. Da Fettleibigkeit das Rezidiv-Risiko erhöht, suchten die Forscher des Dana-Faber Cancer Institute (USA) nach einer Methode, um die Betroffenen nach der Diagnose und der Behandlung beim Abnehmen zu unterstützen. Die Teilnehmerinnen eines Abnehm-Programmes verloren bis zu zehn Prozent ihres Ausgangsgewichtes. Diese Studie sollte im Blick behalten werden, da die dahinter stehenden Forscher langfristig herausfinden wollen, ob die Intervention das Wiederauftreten von Brustkrebs reduziert.
Das könnte Sie auch interessieren: Zur sexuellen Gesundheit von Frauen ab 65 Jahren liegen nur wenige Daten vor. Das kritisieren Forscher der Menopause Society (USA). Sie untersuchten die weibliche sexuelle Dysfunktion (FSD) in dieser Altersgruppe und stellten Folgendes fest: Obwohl ältere Frauen ähnlich häufig an einer FSD litten wie Frauen mittleren Alters (50–64 Jahre), berichteten sie weniger über sexuelle Beschwerden. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass Probleme bezüglich der sexuellen Gesundheit während des gesamten Lebens einer Frau untersucht und gegebenenfalls behandelt werden sollten.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine schöne Restwoche.
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