Ausgabe 35/2025

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Donnerstag, 28. August 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

in zwei aktuellen Studien aus der Gynäkologie, über die wir in dieser Woche berichten, geht es um Krebserkrankungen. In der ersten Arbeit wurden die Auswirkungen des Brustkrebsmedikamentes Tamoxifen untersucht. Von diesem Wirkstoff ist bekannt, dass er in seltenen Fällen das Risiko für Gebärmutterkrebs erhöhen kann. Die Studie ist relevant, da die Forscher des Berlin Institute of Health in der Charité nun den molekularen Ursachen dieser Nebenwirkung auf die Spur gekommen sind. Der Wirkstoff kann einen tumorfördernden Signalweg aktivieren.

Im Fokus der zweiten Studie stehen Frauen mit HER2-negativem Brustkrebs. Da Fettleibigkeit das Rezidiv-Risiko erhöht, suchten die Forscher des Dana-Faber Cancer Institute (USA) nach einer Methode, um die Betroffenen nach der Diagnose und der Behandlung beim Abnehmen zu unterstützen. Die Teilnehmerinnen eines Abnehm-Programmes verloren bis zu zehn Prozent ihres Ausgangsgewichtes. Diese Studie sollte im Blick behalten werden, da die dahinter stehenden Forscher langfristig herausfinden wollen, ob die Intervention das Wiederauftreten von Brustkrebs reduziert.

Das könnte Sie auch interessieren: Zur sexuellen Gesundheit von Frauen ab 65 Jahren liegen nur wenige Daten vor. Das kritisieren Forscher der Menopause Society (USA). Sie untersuchten die weibliche sexuelle Dysfunktion (FSD) in dieser Altersgruppe und stellten Folgendes fest: Obwohl ältere Frauen ähnlich häufig an einer FSD litten wie Frauen mittleren Alters (50–64 Jahre), berichteten sie weniger über sexuelle Beschwerden. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass Probleme bezüglich der sexuellen Gesundheit während des gesamten Lebens einer Frau untersucht und gegebenenfalls behandelt werden sollten.

Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine schöne Restwoche.




   Ihr
   Raphael Irmer

 

 
 
Brustkrebsmedikament: Neue Erkenntnisse zu Nebenwirkungen

Brustkrebsmedikament: Neue Erkenntnisse zu Nebenwirkungen

Ein internationales Forscherteam hat einen bislang unbekannten Mechanismus entdeckt, über den das Brustkrebsmedikament Tamoxifen das Risiko für sekundäre Tumore in der Gebärmutter erhöhen kann.

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Myomtherapie neu gedacht: Praxiserfahrungen
mit Yselty®

Linzagolix (Yselty®) ist die neue Therapieoption bei symptomatischem Uterus myomatosus. Der GnRH-Antagonist mit zwei Dosierungen (100 mg/200 mg) ermöglicht eine individualisierte Anwendung mit oder ohne ABT. Wie verschiedene Patientinnen von Linzagolix profitieren, erklärt der Gynäkologe Prof. Thomas Römer, Klinikum Köln Weyertal, im Interview.

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Brustkrebs: Studie zu Abnehmprogramm meldet erste Erfolge

Eine Studie des Dana-Faber Cancer Institute untersucht die Auswirkungen einer gezielten Intervention zur Gewichtsreduktion in Patientinnen mit HER2-negativem Brustkrebs. Die Gewichtsverluste nach einem Jahr sind ein erster Erfolg.

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Sexuelle Funktionsstörungen: Bei Frauen ab 65 Jahren ähnlich häufig wie bei Frauen mittleren Alters

Sexuelle Funktionsstörungen: Bei Frauen ab 65 Jahren ähnlich häufig wie bei Frauen mittleren Alters

Eine aktuelle Studie aus der Fachzeitschrift „Menopause“ zeigt, dass Frauen ab 65 Jahren ähnlich häufig unter sexuellen Problemen leiden wie Frauen mittleren Alters, obwohl sie seltener über sexuelle Probleme berichten.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Orale blutzuckersenkende Medikamente vs. Insulin bei Schwangerschaftsdiabetes. Eine randomisierte klinische Studie.
JAMA 06.01.2025.

Nichthormonelle Behandlung vasomotorischer Symptome in den Wechseljahren.
JAMA Intern Med 05.05.2025.

Identifizierung von Patientinnen mit niedriger Rezidivrate trotz Östrogenrezeptor-positivem HER2-negativem Hochrisiko-Brustkrebs im Frühstadium: Entwicklung und Validierung eines klinisch-pathologischen Tests.
J Clin Oncol 22.08.2025

Gesamtgenomsequenzierung zur pränatalen Beurteilung fetaler Strukturanomalien: Eine prospektive multizentrische Studie.
AJOG 25.08.2025.

 
 

Grünflächen schützen vor neurologischen Entwicklungsstörungen 

Das Leben in der Nähe von Grünflächen vor und während der Schwangerschaft sowie in der frühen Kindheit ist mit einem verringerten Risiko für neurologische Entwicklungsstörungen verbunden. Das zeigen Studienergebnisse, die in „Environment International “ veröffentlicht wurden.

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Frühgeburt: Universitätsklinikum Dresden fordert Beibehaltung der Mindestmengen

Frühgeburt: Universitätsklinikum Dresden fordert Beibehaltung der Mindestmengen

Seit Januar 2024 gilt bei Frühgeburten die Mindestmengenregelung des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA). Das Universitätsklinikum Dresden und die Gesellschaft für Perinatalmedizin (DGPM) fordern eine Beibehaltung dieser Regelung.

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PANORAMA:

Schwangerschaftsabbrüche sind in Deutschland rechtswidrig, aber in den ersten drei Monaten straffrei. Zahlen müssen ungewollt Schwangere dafür in der Regel selbst. Eine Mehrheit ist für eine Änderung.
Weiterlesen ...

Im Jahr 1900 durften Frauen in Österreich erstmals Medizin studieren – ein Wendepunkt in der Medizingeschichte. Darüber berichtet die Medizinische Universität Wien bei einer Veranstaltung.
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Eine aktuelle Übersichtsarbeit des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung zeigt, dass rund ein Drittel der Menschen Informationen zu schweren Krankheiten aus dem Weg gehen, wenn sie fürchten, betroffen zu sein.
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TERMINE:

Crashkurs Sonographie bei Endometriose
6. September 2025
online

Symposium Geschlechtsinkongruenz
17. September 2025
Berlin

28. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Zervixpathologie und Kolposkopie
8. Oktober 2025
Rostock

29. Jahrestagung der Deutschen Menopause Gesellschaft
7.- 8. November 2025
Frankfurt am Main

 
 

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