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Liebe Leserinnen und Leser,
in der vergangenen Woche standen Faktoren im Fokus, die den Erfolg einer In-Vitro-Fertilisation beeinflussen können. Neben mikrobiellen Markern im vaginalen Mikrobiom und der zusätzlichen Gabe eines Krebsmedikaments bei geringer ovarieller Reserve rückt diese Woche eine häufig angebotene Zusatzbehandlung in den Blick: Eine aktuelle Metaanalyse aus Australien zeigt, dass die intrauterine Gabe von humanem Choriongonadotropin vor dem Embryotransfer weder die Schwangerschafts- noch die Lebendgeburtenrate verbessert.
Eine andere aktuelle Untersuchung widmete sich einem Thema, das trotz einer geschätzten Prävalenz von etwa 40 Prozent bei Frauen nach wie vor mit erheblicher Scham behaftet ist: der Belastungsinkontinenz. Die Studie zeigt, dass ein höherer Anteil viszeralen Fetts mit einem um 51 Prozent erhöhten Risiko für dieses Beschwerdebild assoziiert ist. Als Erklärungsansätze diskutiert werden sowohl mechanische Effekte durch erhöhten Druck auf Organe und Beckenboden als auch metabolische Einflüsse, etwa durch die Freisetzung entzündungsfördernder Substanzen, die die Muskelfunktion beeinträchtigen könnten. Gezieltes Beckenbodentraining und Gewichtsreduktion stellen hier mögliche therapeutische Ansatzpunkte dar.
Besonders nach der Menopause kann das Halten eines gesunden Gewichts jedoch zunehmend schwieriger werden. Gleichzeitig zeigen sich hier offenbar individuelle Unterschiede, wie aus einer aktuellen Studie aus den USA hervorgeht. Demnach nahmen postmenopausale weiße Frauen mit genetischer Prädisposition für Adipositas nach moderater Gewichtszunahme schneller wieder zu als Frauen ohne entsprechende genetische Risikokonstellation. Bei der Gewichtsabnahme zeigten sich hingegen keine Unterschiede zwischen den Gruppen, was zumindest auf eine vergleichbare Wirksamkeit entsprechender Interventionen unabhängig von der genetischen Ausgangslage hindeutet.
Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal sowie in der aktuellen Ausgabe unserer Zeitschrift KOMPAKT GYNÄKOLOGIE. Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre!
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