Ausgabe 18/2026

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Donnerstag, 30. April 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

in der vergangenen Woche standen Faktoren im Fokus, die den Erfolg einer In-Vitro-Fertilisation beeinflussen können. Neben mikrobiellen Markern im vaginalen Mikrobiom und der zusätzlichen Gabe eines Krebsmedikaments bei geringer ovarieller Reserve rückt diese Woche eine häufig angebotene Zusatzbehandlung in den Blick: Eine aktuelle Metaanalyse aus Australien zeigt, dass die intrauterine Gabe von humanem Choriongonadotropin vor dem Embryotransfer weder die Schwangerschafts- noch die Lebendgeburtenrate verbessert.

Eine andere aktuelle Untersuchung widmete sich einem Thema, das trotz einer geschätzten Prävalenz von etwa 40 Prozent bei Frauen nach wie vor mit erheblicher Scham behaftet ist: der Belastungsinkontinenz. Die Studie zeigt, dass ein höherer Anteil viszeralen Fetts mit einem um 51 Prozent erhöhten Risiko für dieses Beschwerdebild assoziiert ist. Als Erklärungsansätze diskutiert werden sowohl mechanische Effekte durch erhöhten Druck auf Organe und Beckenboden als auch metabolische Einflüsse, etwa durch die Freisetzung entzündungsfördernder Substanzen, die die Muskelfunktion beeinträchtigen könnten. Gezieltes Beckenbodentraining und Gewichtsreduktion stellen hier mögliche therapeutische Ansatzpunkte dar.

Besonders nach der Menopause kann das Halten eines gesunden Gewichts jedoch zunehmend schwieriger werden. Gleichzeitig zeigen sich hier offenbar individuelle Unterschiede, wie aus einer aktuellen Studie aus den USA hervorgeht. Demnach nahmen postmenopausale weiße Frauen mit genetischer Prädisposition für Adipositas nach moderater Gewichtszunahme schneller wieder zu als Frauen ohne entsprechende genetische Risikokonstellation. Bei der Gewichtsabnahme zeigten sich hingegen keine Unterschiede zwischen den Gruppen, was zumindest auf eine vergleichbare Wirksamkeit entsprechender Interventionen unabhängig von der genetischen Ausgangslage hindeutet.

Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal sowie in der aktuellen Ausgabe unserer Zeitschrift KOMPAKT GYNÄKOLOGIE. Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Die zusätzliche Gabe eines Hormons verbessert die Erfolgsraten der IVF nicht

Die zusätzliche Gabe eines Hormons verbessert die Erfolgsraten der IVF nicht

Die Gabe eines bestimmten Hormons, die IVF-Patientinnen weltweit häufig als Zusatzbehandlung angeboten wird, verbessert die Chancen auf eine Schwangerschaft nicht. Dies geht aus einer internationalen Analyse unter der Leitung der University of Sydney hervor.

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Viszerales Fett ist bei Frauen mit einem höheren Risiko für Belastungsinkontinenz verbunden

Die Ansammlung von viszeralem Fett (Fett zwischen den Organen) erhöht das Risiko für Belastungsinkontinenz bei Frauen signifikant. Eine Studie der Bundesuniversität São Carlos (UFSCar, Brasilien) identifizierte diese Region als den am stärksten mit unwillkürlichem Harnverlust assoziierten Bereich, noch vor dem Gesamtkörperfett.

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5-Jahresdaten zur Zweitlinie beim fortg. EC nach Platin

Neue Langzeitdaten zeigten anhaltende Vorteile beim Gesamtüberleben und progressionsfreien Überleben unter KEYTRUDA® + LENVIMA® gegenüber der Chemotherapie. Erfahren Sie, was die Ergebnisse für die Zweitlinie nach vorheriger Platin-basierter Therapie beim fort./rez. Endometriumkarzinom bedeuten.

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Genetisches Risiko beeinflusst Gewichtszunahme nach der Menopause

Genetisches Risiko beeinflusst Gewichtszunahme nach der Menopause

In einer neuen Studie mit Frauen nach der Menopause zeigten weiße Teilnehmerinnen mit einem höheren genetischen Risiko für Übergewicht nach mäßiger Abnahme eine doppelt so schnelle Gewichtszunahme wie Frauen mit geringerem genetischen Risiko. Schwarze Frauen in der Studie nahmen unabhängig von ihrem genetischen Risiko in ähnlichem Maße wieder zu.

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Welche Krebsvorstufen entwickeln sich tatsächlich zu Brustkrebs?

20 Prozent aller Diagnosen von Brustkrebs betreffen tatsächlich Krebsvorstufen. Da man noch nicht vorhersagen kann, welche davon zu Krebs führen werden, werden die meisten so behandelt, als wären sie bereits bösartig.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Transvaginale sonographische Merkmale verschiedener Arten von Restschwangerschaftsgewebe bei Patientinnen mit unvollständigem medikamentösem Schwangerschaftsabbruch.
Arch Gynecol Obstet 2026;313(1):182.

Vulväre niedriggradige intraepitheliale Plattenepithel-Läsionen und kleine Kondylome sind sich überschneidende klinisch-pathologische Entitäten.
J Low Genit Tract Dis 28.04.2026

Prognostische Bedeutung von Mitgliedern der FOS- und JUN-Familie sowie der Infiltration von Immunzellen für das Überleben von Patientinnen mit Ovarialkarzinom.
Anticancer Res 2026;46(5):2877–2886.

Symptomlast bei Adenomyose: Eine vergleichende Analyse mit peritonealer und tief infiltrierender Endometriose.
In Vivo 2026;40(3):1614–1620.

 
 
 
Warum Endometriose chronische Schmerzen verursacht

Warum Endometriose chronische Schmerzen verursacht

Wiederholte Menstruationszyklen können mehr als nur Endometriose auslösen. Sie können laut einer US-amerikanischen Studie auch das Gehirn verändern.

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KURZMELDUNGEN:

Die maternale Impfung gegen das Respiratorische Synzytial-Virus senkt das Risiko einer Hospitalisierung bei Säuglingen um mehr als 80 Prozent, wenn sie rechtzeitig verabreicht wird.
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Ein aktueller Fallbericht zeigt, wie ein muzinöses Ovarialkarzinom sich zunächst als vermeintlicher Beckenabszess präsentierte.
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Frauen mit einer Chronisch-entzündlichen Darmerkrankung, die deshalb operiert und danach schwanger werden, besitzen ein deutlich erhöhtes Risiko für einen Ileus.
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TERMINE:

34. Osteoporoseforum
28.-30. Mai 2026
St. Wolfgang im Salzkammergut (Österreich)

 
 

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