Ausgabe 31/2026

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Donnerstag, 30. Juli 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die Endometriose ist eines der Themen, bei denen ich mich immer besonders über neue Studien freue – denn obwohl die Erkrankung bereits 1690 erstmals beschrieben wurde, ist es für viele Betroffene auch heute noch eine wahre Odyssee, bis sie die richtige Diagnose und eine wirksame Behandlung erhalten. Doch warum ist das nach wie vor so? Eine US-amerikanisch/spanische Studie mit mehr als 22.000 Frauen liefert nun eine mögliche Antwort, indem sie aufzeigt, wie breit gefächert die Symptompalette der Erkrankung tatsächlich ist. Während viele Menschen vermutlich zuerst an starke Regelschmerzen denken, fanden sich bei zahlreichen Patientinnen jedoch auch weniger bekannte Begleiterscheinungen wie Migräne, Angstzustände, Depressionen, chronische Erschöpfung und Reizdarmsyndrom.

In der Studie wurden vier Symptommuster bei prämenopausalen Frauen (Alter 18–45 Jahre) beschrieben. Sie reichten von einer geringen Symptombelastung über vorwiegend schmerzgeprägte Verläufe bis hin zu komplexen Krankheitsbildern mit gastrointestinalen, psychischen und neurologischen Beschwerden. Bemerkenswert ist, dass fast ein Drittel der Betroffenen einer Gruppe zugeordnet wurde, bei der psychische und neurologische Symptome wie Angstzustände, Depressionen und Migräne im Vordergrund standen. Jede fünfte Betroffene war Teil der Gruppe mit geringer Symptomlast. Diese Verteilung verschob sich jedoch bei zusätzlichem Vorliegen einer Adenomyose: Unter den Frauen, die von beiden Erkrankungen betroffen waren, gehörte ein deutlich größerer Anteil zur Gruppe mit der höchsten Symptomlast, Frauen mit geringer symptomatischer Ausprägung waren dagegen kaum vertreten. Das gleichzeitige Vorliegen beider Erkrankungen scheint somit mit besonders komplexen und belastenden Verläufen einherzugehen.

Insgesamt zeigt die Studie, wie divers das Krankheitsbild Endometriose sein kann. Solange wir sie vor allem über ihre klassischen Symptome definieren, werden viele Betroffene weiterhin jahrelang der richtigen Diagnose hinterherlaufen müssen. Ein besseres Verständnis der unterschiedlichen Krankheitsprofile könnte deshalb ein wichtiger Schritt sein, um Endometriose früher zu erkennen und Patientinnen gezielter zu behandeln – und ihnen damit vielleicht einen Teil dieser langen Odyssee zu ersparen.

Außerdem erfahren Sie in dieser Ausgabe, warum Grünflächen in der Schwangerschaft möglicherweise eine Rolle für die Gesundheit spielen und wie stark die empfohlene Gewichtszunahme während der Schwangerschaft vom Ausgangsgewicht abhängt. Und für alle, die nach den klinischen Themen noch eine Portion Grundlagenforschung suchen, gibt es einen Artikel zu einem neuen Mechanismus der Chemoresistenz beim Ovarialkarzinom.

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Endometriose: Symptome reichen weit über Schmerzen hinaus

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Endometriose beschränkt sich nicht auf die klassischen gynäkologischen Symptome. Eine Studie mit mehr als 22.000 Frauen zeigt, dass auch Migräne, Verdauungsprobleme sowie Angstzustände und Depressionen häufig Teil des Krankheitsbildes sind.

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Grüne Wohngebiete könnten chronischem Stress während der Schwangerschaft verringern

Forschende der Bar-Ilan-Universität (Israel) und ihre internationalen Partner haben festgestellt, dass das Wohnen in einer grüneren Umgebung in der Schwangerschaft mit einem niedrigeren Spiegel an Hormonen für chronischen Stress verbunden ist.

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Milchsäure reguliert den vaginalen pH-Wert und unterstützt so ein gesundes saures Vaginalmilieu. Zur Behandlung von Ausfluss und Intimgeruch bei bakterieller Vaginose – ergänzend zu Antibiotika oder als Einzeltherapie bei leichten Beschwerden. PEG-frei, einfache Anwendung, auch geeignet bei Scheidentrockenheit sowie in Schwangerschaft und Stillzeit.

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Der Einfluss des Gewichts auf den Verlauf der Schwangerschaft

Der Einfluss des Gewichts auf den Verlauf der Schwangerschaft

Mit welchem Gewicht eine Frau in die Schwangerschaft startet und wie viel sie bis zur Geburt zunimmt, hat Einfluss auf die Gesundheit von Mutter und Kind. Wie begegnen Fachleute dem Thema am besten in ihrer Arbeit, besonders bei Frauen mit Übergewicht und Adipositas? Die neuen nationalen Handlungsempfehlungen des Netzwerks Gesund ins Leben sollen Hilfestellung geben.

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ZURZUVAE™ – bei postpartaler Depression rasch handeln

Mit ZURZUVAE™ (Zuranolon) steht seit 15. Juli erstmals eine schnell wirksame, 14-tägige orale Therapie für die Behandlung der postpartalen Depression (PPD) zur Verfügung.1,2,3 Zuranolon zeigte eine signifikante und klinisch bedeutsame, anhaltende Verbesserung depressiver Symptome.1 Die PPD ist eine schwere Erkrankung mit erheblichen Folgen für Mutter, Kind und die gesamte Familie.4

Fachinformation | Referenzen

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Chemoresistenz des Ovarialkarzinoms: Neuer Mechanismus entdeckt

Wissenschaftler des Wistar Institute in Philadelphia (USA) haben einen neuen Mechanismus der Chemoresistenz identifiziert, die das Ovarialkarzinom so tödlich macht. Die Ergebnisse wurden im „Journal for ImmunoTherapy of Cancer“ veröffentlicht.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Somatische BRCA-Veränderungen bei Brustkrebs sind in Abhängigkeit vom Keimbahn-BRCA-Status mit spezifischen biologischen und klinischen Mustern assoziiert.
ESMO Open 2026;11(8):108311.

Cabotegravir/Rilpivirin in der Schwangerschaft: Erste Erkenntnisse aus der klinischen Praxis.
AIDS 24.07.2026

Genomische Analysen auf Systemebene enthüllen gemeinsame Mechanismen, die der Endometriose und Schlafstörungen zugrunde liegen.
Funct Integr Genomics 2026;26(1):203.

Mütterliche und geburtshilfliche Faktoren, die mit einer erfolgreichen vaginalen Cerclage-Behandlung assoziiert sind: Eine prospektive Kohortenstudie.
Eur J Obstet Gynecol Reprod Biol 2026:325:115329.

 
 
 
COVID-19-Booster-Impfung: Keine Beeinflussung durch orale Kontrazeptiva

COVID-19-Booster-Impfung: Keine Beeinflussung durch orale Kontrazeptiva

Ob orale Kontrazeptiva die Wirksamkeit von Impfungen beeinflussen, wird seit einigen Jahren diskutiert. Eine aktuelle deutsche Studie liefert neue Daten: In einer großen Kohorte von Beschäftigten im Gesundheitswesen zeigte sich kein Zusammenhang zwischen der Einnahme oraler Kontrazeptiva und der humoralen oder zellulären Immunantwort nach COVID-19-Boosterimpfungen.

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KURZMELDUNGEN:

Sterolbiosynthese-hemmende Medikamente während der Schwangerschaft könnten das Risiko neuroentwicklungsbedingter Störungen erhöhen.
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Ausschließliches Stillen ist offenbar mit einem geringeren Risiko für Asthma und Allergische Rhinokonjunktivitis assoziiert, aber auch mit einer höheren Prävalenz von Nahrungsmittelallergien.
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Warum entwickelt sich Krebs bei verschiedenen Menschen unterschiedlich – selbst, wenn sie denselben Risikofaktoren ausgesetzt sind?
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TERMINE:

Niedersächsischer Gynäkologentag
29. August 2026
Hannover

36th World Congress on Ultrasound in Obstetrics and Gynecology
4.–7. September 2026
London (Großbritannien)

22. Sächsischer Gynäkologentag
5. September 2026
Dresden

Grundkurs Gynäkologische Endoskopie
10.–12. September 2026
Dresden

 
 

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