Ausgabe 37/2026

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Montag, 07. September 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold? Das stimmt so nicht – spielt doch Kommunikation in der Medizin eine zentrale Rolle: ob mit Patienten, ihren Angehörigen, Kollegen oder anderen Disziplinen. Dabei tut es der Professionalität keinen Abbruch, wenn Mediziner in der Kommunikation mit Patienten Emotionen zeigen oder persönliche Erfahrungen teilen – im Gegenteil. Das konnten Forschende der Universität Bern zeigen, die in einer Studie Gesprächsszenarien ausgewertet hatten. Offenbarten Ärztinnen oder Ärzte Persönliches oder zeigten Emotionen, verschlechterte das die Bewertungen von Vertrauen, Mitgefühl, Professionalität und das Gefühl, sich mit der Ärztin oder dem Arzt wohlzufühlen nie. Trotzdem sollte die Kommunikation zum Kontext und zur individuellen Gesprächssituation passen, also sich an den Bedürfnissen der Patienten orientieren und authentisch sein.

Dabei ist gut zu kommunizieren lernbar – am besten schon im Medizinstudium. An der Universität Ulm trainieren Studierende solche Gesprächssituationen in einem speziellen Setting: Gespräche mit Laienschauspielern, die Patienten oder Angehörige darstellen finden in Simulationspraxen statt, die aus einem Arztzimmer und einem Beobachtungsraum bestehen. Dieser Aufbau wurde von den Studierenden als realitätsnäher und lernfördernder wahrgenommen als ein simuliertes Gespräch vor versammelter Mannschaft im Seminarraum, wie eine Evaluation des neuen Settings zeigen konnte.

Mehr zu diesen beiden Studien und zum Thema Kommunikation greift unsere Newsletter auf, in dem Sie auch weitere aktuelle Meldungen aus Medizin und Forschung finden: Eine aktuelle Studie ging etwa der Frage nach, ob die postoperative Gabe von Dexamethason nach einer Adenotonsillektomie bei Kindern Schmerzen im Vergleich zum Placebo reduziert.

Eine interessante Lektüre und einen guten Start in die Woche wünscht Ihnen




   Ihre
   Dr. Judith Amann

 

 
 
Arzt-Patienten-Gespräch: Emotionen zu zeigen macht vertrauenswürdiger

Arzt-Patienten-Gespräch: Emotionen zu zeigen macht vertrauenswürdiger

Zeigen Mediziner im Arzt-Patienten-Gespräch über schwere Krankheiten eigene Emotionen oder teilen persönliche Erfahrungen, wirken sie vertrauenswürdiger und mitfühlender – ohne an Professionalität einzubüßen, so eine Studie der Universität Bern.

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Advertorial

CRSwNP: Wenn aus Krankheitstagen wieder
Zeit im Leben wird

Weniger Krankheitstage bedeuten mehr Zeit für Alltag, Beruf und persönliche Momente. Eine Analyse bei schwerer, unkontrollierter CRSwNP*,1 zeigte unter DUPIXENT® eine Reduktion des relativen Risikos für Krankheitstage um 98 %a,2 - ein wichtiger Aspekt der Lebensqualität. Erfahren Sie, wie auch die EVEREST-Studie eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität belegt.

REFERENZEN | PFLICHTTEXT

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Realitätsnahe Ausbildung stärkt Gesprächskompetenz bei Medizinstudierenden

Eine neue Studie der Universität Ulm zeigt, dass ein simuliertes Arzt-Angehörigen-Gespräch in einer realitätsnahen Simulationspraxis die kommunikativen Fähigkeiten der Studierenden verbessert. Auch sind die angehenden Ärztinnen und Ärzte motivierter und zufriedener.

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Adenotonsillektomie: Studie untersucht postoperative Gabe von Dexamethason bei Kindern

Adenotonsillektomie: Studie untersucht postoperative Gabe von Dexamethason bei Kindern

Dexamethason nach pädiatrischer Adenotonsillektomie oder nicht? Geht man nach dem Ergebnis einer aktuellen randomisierten klinischen Studie, dann ja. Die Kinder hatten weniger Schmerzen, ohne Zunahme von Komplikationen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Tezepelumab bei Patienten mit schwerem Asthma in den USA unter Real-World-Bedingungen über verschiedene Phänotypen und unterrepräsentierte Bevölkerungsgruppen hinweg: die Phase-IV-Studie PASSAGE.
Am J Respir Crit Care Med 2026;212(9):1988–1998.

Ergebnisse einer Operation am Saccus endolymphaticus bei Lermoyez-Syndrom: Zwei-Jahres- und Zehn-Jahres-Nachuntersuchung.
Acta Otolaryngol 2026;146(9):1090–1095.

Faktorenanalyse von Messgrößen der auditiven Verarbeitung bei Kindern im schulpflichtigen Alter: Belege für eine Vier-Faktoren-Struktur.
Am J Audiol 2026;35(3):1150–1163.

Europäische Konsensstatements zur Cochlea-Implantation bei Kindern.
Int J Pediatr Otorhinolaryngol 2026 Aug 24:209:112994.

 
 

Asthma-Studie: Birken- und Gräserpollen erhöhen die Belastung in Bayern

Zwar ist seit Langem bekannt, dass Pollen Asthmabeschwerden auslösen oder verstärken können. Bislang waren die Forschungsergebnisse jedoch uneinheitlich. Insbesondere war oft nicht klar, welche Pollenarten besonders stark zur Asthmabelastung beitragen.

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Inhalative Bedarfstherapie: Übermäßiger Gebrauch erhöht Herzinfarktrisiko bei Asthma und COPD

Inhalative Bedarfstherapie: Übermäßiger Gebrauch erhöht Herzinfarktrisiko bei Asthma und COPD

Laut einer neuen Studie ist eine zu intensive Nutzung inhalativer Bedarfsmedikamente bei Patienten mit Asthma oder Chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert.

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Panorama:

Veränderungen der Stimme können auf Krankheiten hinweisen – was fehlt ist eine einheitliche Terminologie in Sachen stimmbasierte Biomarker. Eine aktuelle Studie liefert einen strukturierten Rahmen.
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Im Lehrprojekt „Sprachbarrieren in der Anamnese überwinden“ sollen angehende Mediziner lernen, besser mit Verständigungsproblemen umzugehen – damit diese nicht zu verzögerten Diagnosen oder fehlerhaften Behandlungen führen.
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Hitze und andere Krisen, Katastrophen oder Krieg: Die Bundesärztekammer zeigt in einem Strategiepapier auf, wie das Gesundheitswesen resilienter werden kann.
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TERMINE:

76. HNO-Webinar: Der schwierige Ohr – Mykosen, unklare Ohrenschmerzen und Juckreiz
17. September 2026
online

Online-Kurs Aktualisierung Fachkunde Strahlenschutz für Ärzte, MTA/MTRA, MFA und OP-Personal
19. September 2026
online

16th Workshop: Microsurgery of the Ear and Hearing Implants Halle-Rostock
21.–23. September 2026
Rostock

Trockene Nase: was können wir tun?
22. September 2026
Online

 
 

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