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Liebe Leserinnen und Leser,
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold? Das stimmt so nicht – spielt doch Kommunikation in der Medizin eine zentrale Rolle: ob mit Patienten, ihren Angehörigen, Kollegen oder anderen Disziplinen. Dabei tut es der Professionalität keinen Abbruch, wenn Mediziner in der Kommunikation mit Patienten Emotionen zeigen oder persönliche Erfahrungen teilen – im Gegenteil. Das konnten Forschende der Universität Bern zeigen, die in einer Studie Gesprächsszenarien ausgewertet hatten. Offenbarten Ärztinnen oder Ärzte Persönliches oder zeigten Emotionen, verschlechterte das die Bewertungen von Vertrauen, Mitgefühl, Professionalität und das Gefühl, sich mit der Ärztin oder dem Arzt wohlzufühlen nie. Trotzdem sollte die Kommunikation zum Kontext und zur individuellen Gesprächssituation passen, also sich an den Bedürfnissen der Patienten orientieren und authentisch sein.
Dabei ist gut zu kommunizieren lernbar – am besten schon im Medizinstudium. An der Universität Ulm trainieren Studierende solche Gesprächssituationen in einem speziellen Setting: Gespräche mit Laienschauspielern, die Patienten oder Angehörige darstellen finden in Simulationspraxen statt, die aus einem Arztzimmer und einem Beobachtungsraum bestehen. Dieser Aufbau wurde von den Studierenden als realitätsnäher und lernfördernder wahrgenommen als ein simuliertes Gespräch vor versammelter Mannschaft im Seminarraum, wie eine Evaluation des neuen Settings zeigen konnte.
Mehr zu diesen beiden Studien und zum Thema Kommunikation greift unsere Newsletter auf, in dem Sie auch weitere aktuelle Meldungen aus Medizin und Forschung finden: Eine aktuelle Studie ging etwa der Frage nach, ob die postoperative Gabe von Dexamethason nach einer Adenotonsillektomie bei Kindern Schmerzen im Vergleich zum Placebo reduziert.
Eine interessante Lektüre und einen guten Start in die Woche wünscht Ihnen
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