Ausgabe 20/2026

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Montag, 11. Mai 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

eine Hörminderung steigert das Demenzrisiko – aber gilt das für Schwerhörigkeit gleich welcher Ursache? Und welchen Einfluss haben bestimmte Therapien? Ein US-amerikanisches Team hat sich diesen Fragen mit Blick auf die Schallleitungsschwerhörigkeit gewidmet. Für Cholesteatome und Trommelfellperforationen – beides chirurgisch behandelbar – konnte die Studie einen Zusammenhang mit einem erhöhten Demenzrisiko nachweisen. Und die gute Nachricht: Wurde operiert, fiel das Risiko wieder geringer aus.

Die Details lesen Sie in unserem Newsletter, der weitere spannende Themen aus der Hörforschung aufgreift. So liegen weitere Studienergebnisse zur auf OTOF abzielenden Gentherapie vor. Demnach erwies sich die Verbesserung des Gehörs der Teilnehmer über bis zu 2,5 Jahre stabil. Und erstmals wurden auch Erwachsene erfolgreich behandelt.

Außerdem Aktuelles aus der Grundlagenforschung, etwa darüber, wie sich die Neuronen im superioren paraolivären Kern an Lärmbelastung anpassen oder über eine neue Technik, mit der sich physiologische Prozesse im Innenohr besser sichtbar machen lassen.

Eine interessante Lektüre und einen guten Start in die Woche wünscht Ihnen,




   Ihre
   Dr. Judith Amann

 

 
 
Cholesteatom und Trommelfellperforation mit Demenz assoziiert

Cholesteatom und Trommelfellperforation mit Demenz assoziiert

Schallleitungsschwerhörigkeit aufgrund von Cholesteatom oder Trommelfellperforation ist einer aktuellen Studie zufolge mit einem höheren Demenzrisiko assoziiert. Die Studie zeigt auch: Therapien, etwa eine Operation, können dieses Risiko wieder senken.

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Advertorial

NEU ZUGELASSEN BEI SCHWERER,
UNKONTROLLIERTER CRSwNPa

EXDENSUR – das erste und einzige Biologikum bei schwerer, unkontrollierter CRSwNP, das mit nur zwei Injektionen im Jahr eine ultra-langanhaltende Wirkdauer bieten kann, ist seit dem 12. Februar zugelassen und jetzt verfügbar.1
Die neue CRSwNP-Therapie: eine innovative Behandlungsoption, die den klinischen Alltag unterstützen kann, mit einem klaren Fokus auf eine langfristige Behandlungsplanung.

Pflichtangaben | Referenzen

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Gentherapie für erblich bedingten Hörverlust: Mittelfristige Studienergebnisse vielversprechend

Eine auf Otoferlin (OTOF) zielende Gentherapie für erblich bedingten Hörverlust konnte das Hörvermögen von 90 Prozent der Teilnehmer – Kinder und Erwachsene – verbessern. Das zeigt eine multizentrische Studie, die Patienten bis zu 2,5 Jahre nachbeobachtet hatte.

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Wie Neuronen Lärmbelastungen ausgleichen

Wie Neuronen Lärmbelastungen ausgleichen

Das Gehirn kann erkennen, wann ein Geräusch endet und so beispielsweise Gesprächspausen erkennen – auch nach schädlichen Lärmpegeln. Forschende der LMU haben nun aufgeklärt, wie der Hörapparat solche Lärmbelastungen ausgleicht.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Effekte von lebenden und hitzebehandelten Bifidobacterium longum CECT 7347 bei Erwachsenen mit allergischer Rhinitis: eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie.
Allergy 28.04.2026

Erstes Biosimilar für Biologika in der Allergiebehandlung: CT-P39 (Omlyclo-Omalizumab-Igec) ist für Asthma, chronische spontane Urtikaria und chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen verfügbar.
Allergy 24.04.2026

Speicheldrüsenkarzinome: Gibt es prognostische Unterschiede abhängig vom Ursprungsort (große vs. kleine Speicheldrüsen)?
Anticancer Res 2026;46(5):2653–2661.

Praktische Implementierung und Validierung der geriatrischen Beurteilung bei älteren Erwachsenen mit Speiseröhrenkrebs – Reduktion postoperativer Komplikationen.
Anticancer Res 2026;46(5):2771–2779.

 
 

Physiologische Vorgänge im Innenohr besser sichtbar machen

Ein neu entwickeltes Verfahren auf Basis markierter Zuckermoleküle ermöglicht es, physiologische Vorgänge im Innenohr besser sichtbar zu machen. Wie das funktioniert, zeigen Untersuchungen am Zebrafisch.

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Schlafapnoe: Unter ehemaligen Football-Profis häufig unterdiagnostiziert?

Schlafapnoe: Unter ehemaligen Football-Profis häufig unterdiagnostiziert?

Eine neue Untersuchung deutet darauf hin, dass die Schlafapnoe bei ehemaligen professionellen Football-Spielern weit verbreitet ist, wobei oftmals keine formelle Diagnose erfolgt – und demzufolge auch keine Behandlung.

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Panorama:

Die Kopf-Hals-Chirurgie ist zentraler Bestandteil der HNO-Heilkunde. Die kommende DGHNO-KHC-Jahrestagung rückt die operative Therapie in den Fokus – von der Mikrochirurgie an Gehörknöchelchen bis hin zu komplexen Tumor-OPs.
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Ein Projekt der Hochschule Lübeck befasst sich mit der alltagsnahen Evaluation von Hörgeräten und setzt dabei auf virtuelle Akustik. Ein neu entwickelter Sprachtest setzt auf alltagstaugliche Dialoge statt einzelner Wörter.
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„Herz, Hand, Hirn und Ohr“ heißt ein Projekt der Hochschule Hamm-Lippstadt, das die Versorgung von Menschen mit Demenz und Hörminderung verbessern soll. In das Versorgungskonzept sollen strukturierte Hörtherapie und kognitive Stimulation einfließen.
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TERMINE:

Webinar: Curriculare Fortbildung: Spezialisierte schlafmedizinische Versorgung
30. Mai – 27. Juni 2026
Online

UK Symposium on Smell & Taste Disorders
3.–5. Juni 2026
Cambridge (Großbritannien)

40th Pan American Congress of Otorhinolaryngology
4.–6. Juni 2026
Rio de Janeiro (Brasilien)

Grundlagen der Hörgeräte-Versorgung
6. Juni 2026
Online

Erweiterte Audiometrie mit objektiven Verfahren für Praxispersonal
10. Juni 2026
Dortmund

 
 

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