Ausgabe 13/2026

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Montag, 23. März 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

bei zwei Personen mit ähnlichen Spiegeln an Erdnuss-spezifischen Antikörpern kann eine allergische Reaktion trotzdem unterschiedlich stark ausfallen. Warum das so ist, zeigt eine aktuelle Studie auf: Demnach könnte das Mikrobiom in Mund und Dünndarm eine entscheidende Rolle spielen. So konnten die Studienautoren mehrere Bakterienarten identifizieren, die Erdnuss-Allergene abbauen. Eine zweite Erklärung für die unterschiedliche Schwere allergischer Reaktionen auf Erdnüsse liefert ein Team des Instituts für Allergieforschung der Berliner Charité: So könnte die Molekülstruktur der Antikörper relevant sein, insbesondere die Zuckermoleküle von Immunglobulin E (IgE). Denn diese können die „Schlagkraft“ von IgE – und damit die Schwere der allergischen Reaktion – in entscheidender Weise modulieren.

Details zu diesen Studien lesen Sie in unserem Newsletter, genauso wie weitere Meldungen zu aktuellen Themen aus Medizin & Forschung – etwa über eine neuartige Bildgebungstechnik, die für mehr Kontraste und präzisere Bilder sorgt. Sie könnte künftig bei Injektionslaryngoplastiken eingesetzt werden.

Außerdem machte sich in dieser Woche der Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte für mehr Digitalisierung mit Blick auf ein Primärarztsystem stark: Gemäß dem Grundsatz „digital vor ambulant vor stationär“ sollte eine digitale Ersteinschätzung grundsätzlich Vorrang haben. Ein entsprechendes System müsse jetzt entwickelt werden, so die Forderung des Verbandes.

Eine interessante Lektüre und einen guten Start in die Woche wünscht Ihnen,




   Ihre
   Dr. Judith Amann

 

 
 
Mikrobiom in Mund und Dünndarm schützt vor schweren allergischen Reaktionen

Mikrobiom in Mund und Dünndarm schützt vor schweren allergischen Reaktionen

Eines der großen Rätsel bei Lebensmittelallergien ist, warum zwei Personen mit ähnlichen Spiegeln an Erdnuss-spezifischen Antikörpern ganz unterschiedlich auf das Allergen reagieren können. Die Antwort könnte im Mikrobiom von Mund und Darm liegen.

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TEZSPIRE®: Jetzt neu für die schwere, unkontrollierte CRSwNP

Mit der neuen Zulassungserweiterung steht TEZSPIRE® nun auch für Ihre Patient:innen mit schwerer, unkontrollierter CRSwNP zur Verfügung. Mit TEZSPIRE® erstmals direkt dort ansetzen, wo die Entzündung entsteht.

Abkürzungen:
CRSwNP = chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen
Pflichttext | DE-91659/02-26

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Wie Zuckerstrukturen die Schwere von Erdnussallergien bestimmen

Warum verlaufen allergische Reaktionen bei manchen Menschen schwerer als bei anderen, die auf dieselben Allergene reagieren? Dieser Frage sind Carolin Steinert vom Institut für Allergieforschung der Charité und ihr Team erfolgreich nachgegangen und dafür mit dem ADF/ECARF Award for European Allergy Research ausgezeichnet worden.

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Laryngoplastik: Neue Bildgebungstechnik soll für mehr Präzision sorgen

Laryngoplastik: Neue Bildgebungstechnik soll für mehr Präzision sorgen

Mittels Kurzwellen-Infrarot-Bildgebung (SWIR) lassen sich injizierbare Füllmaterialien, wie sie etwa bei einer Laryngoplastik zum Einsatz kommen, besser visualisieren. Das konnten Forschende in einer Laborstudie an ex-vivo-Gewebe demonstrieren.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Zeitlicher Verlauf der Normalisierung des Mittelohrs nach einer Furlow-Palatoplastik im Vergleich zu einer intravelaren Veloplastik.
Int J Pediatr Otorhinolaryngol 2026 Apr:203:112778.

Langfristiger Erhalt des Hörvermögens bei Trägern von Cochlea-Implantaten mit Elektroden im akustischen Bereich.
Laryngoscope, 08.03.2026

Endoskopische Tympanoplastik bei chronischer Otitis media: prädikative Faktoren für den Erfolg des operativen Eingriffes.
Laryngoscope, 06.03.2026

Wirksamkeit einer Pembrolizumab-Monotherapie bei älteren Erwachsenen mit Kopf-Hals-Karzinom nach CPS-Status.
Anticancer Res 2026 Mar;46(3):1639–1650.

 
 

Medizin der Zukunft – ein Blick in einen besonderen OP

Tumore als leuchtende Punkte, Organe aus dem 3D-Drucker und ein Avatar in der Notaufnahme: In einer Oldenburger Klinik verschmilzt Hightech mit Medizin – und das rettet Leben.

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BVHNO setzt auf digitale Ersteinschätzung in der Primärversorgung

BVHNO setzt auf digitale Ersteinschätzung in der Primärversorgung

In einem Primärversorgungssystem sollte einer digitalen medizinischen Ersteinschätzung grundsätzlich der Vorrang gegeben werden, fordert der Bundesvorstandes des Deutschen Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte e. V. (BVHNO).

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Panorama:

Gewalt gegen medizinisches Personal wird zunehmend zum Problem – besonders betroffen sind Notaufnahmen. Könnten Bodycams die Lösung sein? In Dortmunder Notaufnahmen wird jetzt der Einsatz von Kameras am Kittel getestet.
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Kinder- und Jugendchirurgen sehen nach wie vor Verbesserungsbedarf in Sachen Kranken­hausreform: Kinder und Jugendliche würden zu wenig berücksichtig. Die Fachgesellschaft fordert etwa spezialisierte Leistungsgruppen.
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Die Tumor-Gene oder die Gene von Krebs­patienten stärker bei Therapie­entscheidungen berücksichtigen – dieses Ziel hat das EU-Projekt PGxMTB. Die Projekt­partner arbeiten daran, Pharmakogenomik systematisch in molekulare Tumorboards zu integrieren.
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TERMINE:

Jahrestagung der Hamburger HNO-Gesellschaft
18. April 2026
Hamburg

10. Kopf-Hals-Ultraschall-Aufbaukurs
18.–19. April 2026
Wien, Österreich

9. Kölner Forum für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
18. April 2026
Köln

12. Interdisziplinärer Kurs Rekonstruktive Kopf-Hals-Chirurgie
19.–22. April 2026
Düsseldorf

Elektroakustische bimodale beidseitige Versorgung
22. April 2026
Online

 
 

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