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Liebe Leserinnen und Leser,
bislang ist eine Nacht im Schlaflabor der Standard zur umfassenden Diagnose einer Obstruktiven Schlafapnoe (OSA). Aber reicht diese Momentaufnahme – erstellt in einer für den Betroffenen ungewohnten Umgebung – wirklich aus? Dieser Frage ging ein australisches Team nach. Es verglich die Standard-Diagnostik im Schlaflabor mit einem heimischen Monitoring mittels einem unter der Matratze angebrachten Sensor bei Studienteilnehmern mit Verdacht auf OSA. Ergebnis: Das eingesetzte elektronische System für zu Hause eignet sich zur Diagnose. Und es konnten Personen mit einem Fehldiagnose-Risiko identifiziert werden, beispielsweise wegen starker Schwankungen im Schweregrad von Nacht zu Nacht. Denn diese könnten bei einer Nacht im Schlaflabor auch übersehen werden. Für die Autoren leiten ihre Ergebnisse einen Paradigmenwechsel ein – ob das zutrifft, müssten umfassendere Studien zeigen.
Schlafbezogene Atmungsstörungen bei Schwangeren betreffen auch den Fötus, aber die Datenlage ist begrenzt. Trotzdem hat das American College of Chest Physicians jetzt eine Leitlinie mit konkreten Handlungsempfehlungen zu OSA bei Schwangeren herausgegeben, die auch das Bewusstsein für schlafbezogene Atmungsstörungen bei Schwangeren schärfen soll.
Mehr dazu in diesem Newsletter, der auch aktuelle Veröffentlichungen aus der Onkologie aufgreift, etwa mit Meldungen über einen neuen Ansatz zur Therapie von Mundhöhlenkrebs mit Lipid-Nanopartikeln, Studienergebnisse zum Einsatz von Nivolumab plus Chemotherapie beim HPV-negativen, lokoregionär fortgeschrittenen Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinom oder aktuelle Grundlagenforschung zum Tumorsuppressor p53 – die Ergebnisse könnten die Basis zur Entwicklung neuer Medikamente sein.
Eine interessante Lektüre und einen guten Start in die Woche wünscht Ihnen
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