Ausgabe 36/2026

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Montag, 31. August 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

bislang ist eine Nacht im Schlaflabor der Standard zur umfassenden Diagnose einer Obstruktiven Schlafapnoe (OSA). Aber reicht diese Momentaufnahme – erstellt in einer für den Betroffenen ungewohnten Umgebung – wirklich aus? Dieser Frage ging ein australisches Team nach. Es verglich die Standard-Diagnostik im Schlaflabor mit einem heimischen Monitoring mittels einem unter der Matratze angebrachten Sensor bei Studienteilnehmern mit Verdacht auf OSA. Ergebnis: Das eingesetzte elektronische System für zu Hause eignet sich zur Diagnose. Und es konnten Personen mit einem Fehldiagnose-Risiko identifiziert werden, beispielsweise wegen starker Schwankungen im Schweregrad von Nacht zu Nacht. Denn diese könnten bei einer Nacht im Schlaflabor auch übersehen werden. Für die Autoren leiten ihre Ergebnisse einen Paradigmenwechsel ein – ob das zutrifft, müssten umfassendere Studien zeigen.

Schlafbezogene Atmungsstörungen bei Schwangeren betreffen auch den Fötus, aber die Datenlage ist begrenzt. Trotzdem hat das American College of Chest Physicians jetzt eine Leitlinie mit konkreten Handlungsempfehlungen zu OSA bei Schwangeren herausgegeben, die auch das Bewusstsein für schlafbezogene Atmungsstörungen bei Schwangeren schärfen soll.

Mehr dazu in diesem Newsletter, der auch aktuelle Veröffentlichungen aus der Onkologie aufgreift, etwa mit Meldungen über einen neuen Ansatz zur Therapie von Mundhöhlenkrebs mit Lipid-Nanopartikeln, Studienergebnisse zum Einsatz von Nivolumab plus Chemotherapie beim HPV-negativen, lokoregionär fortgeschrittenen Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinom oder aktuelle Grundlagenforschung zum Tumorsuppressor p53 – die Ergebnisse könnten die Basis zur Entwicklung neuer Medikamente sein.

Eine interessante Lektüre und einen guten Start in die Woche wünscht Ihnen




   Ihre
   Dr. Judith Amann

 

 
 
OSA-Diagnose: Reicht eine Nacht im Schlaflabor wirklich aus?

OSA-Diagnose: Reicht eine Nacht im Schlaflabor wirklich aus?

Um eine Obstruktive Schlafapnoe (OSA) zu diagnostizieren, reicht eine Nacht im Schlaflabor wohl nicht. Wie eine prospektive Studie zeigt, führen Schwankungen im Schweregrad von Nacht zu Nacht zu falschen oder fehlenden Diagnosen.

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Neue Leitlinie zur obstruktiven Schlafapnoe in der Schwangerschaft

Das American College of Chest Physicians® (CHEST) hat kürzlich eine neue klinische Leitlinie zur obstruktiven Schlafapnoe (OSA) in der Schwangerschaft herausgegeben. Sie enthält neun evidenzgestützte Empfehlungen, die einen verlässlichen Orientierungsrahmen für die optimale Versorgung schwangerer Patientinnen mit OSA bieten.

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OSCC-Therapie mit Lipid-Nanopartikeln verbessern

OSCC-Therapie mit Lipid-Nanopartikeln verbessern

Forschende der University of Pennsylvania (USA) haben Lipid-Nanopartikel entwickelt, die eine Kombination aus krebsbekämpfenden Therapien zur Behandlung des oralen Plattenepithelkarzinoms (OSCC) gezielt an Ort und Stelle bringen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Ein bifunktionelles Fusionsprotein, das gleichzeitig auf PD-L1 und TGF-β1 abzielt (SHR1701), verstärkt die präklinische Antitumoraktivität bei Plattenepithelkarzinomen der Mundhöhle.
Oral Oncol 2026;180:108078.

Das geschlechtsspezifische Gefälle bei Kenntnissen zu HPV: Eine Querschnittsstudie zum Bewusstsein von Patienten für HPV-bedingte Oropharynxkarzinome bei Männern im Zeitalter der Impfung.
Oral Oncol 2026;180:108075.

Maßgeschneiderte Unterkiefer-Protrusions-Therapie unter Einsatz eines Unterkiefer-Positionierers: Prädiktiver Wert bei Obstruktiver Schlafapnoe.
Otolaryngol Head Neck Surg 04.08.2026

Wirtsspezifische Wechselwirkungen zwischen Staphylococcus aureus und Pseudomonas aeruginosa beeinträchtigen die Epithelregeneration bei chronischer Rhinosinusitis.
Int Forum Allergy Rhinol 03.08.2026

 
 

HPV-negatives HNSCC: Nivolumab plus Chemotherapie

Wie eine klinische Phase-II-Studie zeigen konnte, führt die neoadjuvane Kombination aus Nivolumab plus Chemotherapie bei HPV-negativen HNSCC bei mehr als der Hälfte der Patienten zu einem tiefen Tumoransprechen.

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Tumorsuppressor p53 in Aktion beobachtet: mehr Ordnung als gedacht

Tumorsuppressor p53 in Aktion beobachtet: mehr Ordnung als gedacht

Forschende haben mit Kernspinresonanz-Spektroskopie und Computer-Simulationen erstmals sichtbar gemacht, wie sich die dreidimensionale Struktur des Tumorsuppressors p53 dynamisch verändert. Das Verständnis dieser Dynamik könnte auch dazu beitragen, neue Krebsmedikamente zu entwickeln.

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Panorama:

Die Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie mahnt zur Vorsicht auf dem E-Scooter. Bei Unfällen sind laut Fachgesellschaft häufig Kopf und Gesicht betroffen, oft der Unterkiefer.
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Ausländische Ärzte sind für Deutschland unverzichtbar, sagt Ärztepräsident Reinhardt. Und er stellt sich damit gegen Forderungen der AfD.
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Der Mediziner Dr. Julian Friedrich wird für ein KI-System zur verbesserten Allergiedokumentation mit dem Preis für Patientensicherheit der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik ausgezeichnet.
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Einen neuen Ansatzpunkt für antivirale Therapien bietet ein Krebsmedikament, das auch einen bestimmten Signalweg hemmt, der für die Ausbreitung von Viren im Körper entscheidend ist.
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TERMINE:

76. HNO-Webinar: Der schwierige Ohr – Mykosen, unklare Ohrenschmerzen und Juckreiz
17. September 2026
online

Tinnitus Research Initiative Conference
16.–18. September 2026
Berlin

24th Czech-German ENT Days
18.–19. September 2026
Špindlerův Mlýn (Tschechien)

Allergologie in der HNO-Heilkunde. Aufbaukurs: Allergie II.
18.–19. September 2026
Dresden

Online-Kurs Aktualisierung Fachkunde Strahlenschutz für Ärzte, MTA/MTRA, MFA und OP-Personal
19. September 2026
online

 
 

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