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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kardiologie,
im Jahr 2008 wurde mit Dabigatran in der EU das erste direkte orale Antikoagulans (DOAK) zugelassen. Es folgten Rivaroxaban (ebenfalls 2008), Apixaban (2011) und Edoxaban (2015). Die DOAKs wurden als Alternativen zu Vitamin-K-Antagonisten eingeführt, kamen jedoch mit einem wesentlichen Nachteil daher: Dem Fehlen spezifischer Antidots zur Aufhebung der gerinnungshemmenden Wirkung. Diese wurden erst Jahre später entwickelt und zugelassen.
Den Anfang machte im Jahr 2015 das spezifische monoklonale Antikörperfragment Idarucizumab, das Dabigatran bindet und neutralisiert, gefolgt von Andexanet alfa, das im April 2019 die EU-Zulassung zum Einsatz bei lebensbedrohlichen oder nicht kontrollierbaren Blutungen unter Rivaroxaban oder Apixaban erhalten hat. Um Andexanet alfa mit der Standardtherapie bei Faktor-Xa-Inhibitor-assoziierten intrazerebralen Blutungen zu vergleichen, wurde die randomisierte klinische Studie ANNEXA-I durchgeführt, deren Ergebnisse im Mai 2024 im „New England Journal of Medicine“ erschienen und auf deren Basis das IQWiG nun eine Nutzenbewertung vorgenommen hat. Für den Wirkstoff fällt diese aber alles andere als rosig aus. Die Details lesen Sie im heutigen Top-Beitrag.
Im Newsletter dieser Woche finden Sie außerdem weitere spannende Meldungen. So sind in der neuen S2k-Leitlinie Transthorakale Echokardiographie (TTE) erstmals strukturierte Abläufe, Mindestanforderungen und Qualitätskriterien für die TTE definiert worden. Im Tiermodell entdeckten Forscher aus Freiburg eine mögliche Ursache für einen Plötzlichen Herztod, während Wissenschaftler aus Berlin und London die bisher größte genetische Karte des menschlichen Stoffwechsels erstellten und Fraunhofer-Forschende an einem fortschrittlichen Stent arbeiten, der das Thromboserisiko vermindern soll.
Viel Spaß bei der Lektüre und eine angenehme Woche wünscht Ihnen
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