Ausgabe 44/2025

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Mittwoch, 08. Oktober 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kardiologie,

im Jahr 2008 wurde mit Dabigatran in der EU das erste direkte orale Antikoagulans (DOAK) zugelassen. Es folgten Rivaroxaban (ebenfalls 2008), Apixaban (2011) und Edoxaban (2015). Die DOAKs wurden als Alternativen zu Vitamin-K-Antagonisten eingeführt, kamen jedoch mit einem wesentlichen Nachteil daher: Dem Fehlen spezifischer Antidots zur Aufhebung der gerinnungshemmenden Wirkung. Diese wurden erst Jahre später entwickelt und zugelassen.
Den Anfang machte im Jahr 2015 das spezifische monoklonale Antikörperfragment Idarucizumab, das Dabigatran bindet und neutralisiert, gefolgt von Andexanet alfa, das im April 2019 die EU-Zulassung zum Einsatz bei lebensbedrohlichen oder nicht kontrollierbaren Blutungen unter Rivaroxaban oder Apixaban erhalten hat. Um Andexanet alfa mit der Standardtherapie bei Faktor-Xa-Inhibitor-assoziierten intrazerebralen Blutungen zu vergleichen, wurde die randomisierte klinische Studie ANNEXA-I durchgeführt, deren Ergebnisse im Mai 2024 im „New England Journal of Medicine“ erschienen und auf deren Basis das IQWiG nun eine Nutzenbewertung vorgenommen hat. Für den Wirkstoff fällt diese aber alles andere als rosig aus. Die Details lesen Sie im heutigen Top-Beitrag.
Im Newsletter dieser Woche finden Sie außerdem weitere spannende Meldungen. So sind in der neuen S2k-Leitlinie Transthorakale Echokardiographie (TTE) erstmals strukturierte Abläufe, Mindestanforderungen und Qualitätskriterien für die TTE definiert worden. Im Tiermodell entdeckten Forscher aus Freiburg eine mögliche Ursache für einen Plötzlichen Herztod, während Wissenschaftler aus Berlin und London die bisher größte genetische Karte des menschlichen Stoffwechsels erstellten und Fraunhofer-Forschende an einem fortschrittlichen Stent arbeiten, der das Thromboserisiko vermindern soll.
Viel Spaß bei der Lektüre und eine angenehme Woche wünscht Ihnen




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Andexanet alfa bei DOAK-assoziierten intrazerebralen Blutungen: Hoffnung hat sich nicht erfüllt

Andexanet alfa bei DOAK-assoziierten intrazerebralen Blutungen: Hoffnung hat sich nicht erfüllt

Im Zusammenhang mit einer DOAK-Behandlung kann es zu lebensgefährlichen intrazerebralen Blutungen kommen. Als Antidot dient Andexanet alfa. Nun bewertete das IQWiG neue Daten zu dem Wirkstoff. Das vernichtende Urteil: Ein geringerer Nutzen als die Standardbehandlung.

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Morbus Fabry – Enzymersatztherapie weitergedacht

Morbus Fabry ist eine seltene lysosomale Speichererkrankung mit progredientem Verlauf und kardiovaskulären Komplikationen. Die Enzymersatztherapie Elfabrio® (Pflichttext) unterstützt Ihre Morbus-Fabry-Patient:innen. Sie haben die Wahl.

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Neue S2k-Leitlinie Transthorakale Echokardiographie veröffentlicht

Häufig genutzt, bislang aber nicht standardisiert: Das soll sich mit der jüngst veröffentlichten S2k-Leitlinie zur Transthorakalen Echokardiographie ändern.

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Mounjaro®9,*: Besser schlafen und gesünder
leben

Wussten Sie, dass eine Gewichtsreduktion bei Adipositas die Symptome der obstruktiven Schlafapnoe (OSA) positiv beeinflussen und damit auch die Lebensqualität Ihrer Patient:innen verbessern kann? Die Therapie mit dem GIP/GLP-1-Rezeptor-Agonisten Mounjaro®9,* kann dabei unterstützen. Erfahren Sie mehr über die Zusammenhänge von OSA und Adipositas!

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Plötzlicher Herztod: 3D-Bildgebung liefert mögliche Ursache

Plötzlicher Herztod: 3D-Bildgebung liefert mögliche Ursache

Auch bei scheinbar gesunden jungen Menschen kann es zum Plötzlichen Herztod kommen. Unter Verwendung eines speziellen Bildgebungsverfahrens haben Forscher unter Leitung Freiburger Mediziner im Tiermodell einen möglichen Grund gefunden.

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Wie unsere Gene den Stoffwechsel beeinflussen

Ein besseres Verständnis der genetischen Einflüsse auf den Stoffwechsel könnte neue Therapieoptionen eröffnen. Forschende aus Berlin und London haben deshalb die bisher größte genetische Karte des menschlichen Stoffwechsels erstellt.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Die quantitative Proteomik von formalinfixierten, in Paraffin eingebetteten Herzproben deckt Proteinsignaturen spezialisierter Regionen und Patientengruppen auf.
Nat Cardiovasc Res 26.09.2025.

Veränderungen der Herz-Kreislauf-Gesundheit bei jungen Erwachsenen und Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen im späteren Leben.
JAMA Netw Open 2025;8;(10):e2535573.

Aktuelle Belastung durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Schwangerschaft: Erkenntnisse aus einer realen elektronischen Gesundheitskartenkohorte zu Schwangerschaften.
Circulation 06.10.2025.

 
 
 
Neuartiger Stent soll Thromboserisiko reduzieren

Neuartiger Stent soll Thromboserisiko reduzieren

Forschende des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP im Potsdam Science Park entwarfen einen sich auflösenden Stent, der aufgrund seiner speziellen Beschichtung die Bildung von Thrombosen verhindern soll. Für die Entwicklung des Prototyps wurde das Team nun im Rahmen des senetics Innovation Award 2025 ausgezeichnet.

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PANORAMA:

Prof. Ingo Hilgendorf ist neuer Direktor der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin am Campus Virchow-Klinikum des Deutschen Herzzentrums der Charité.
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Werbung für ungesunde Lebensmittel wird in Großbritannien ab sofort eingeschränkt.
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Der symbolische Grundstein des Neubaus für das Deutsche Herzzentrum der Charité wurde am Montag gelegt.
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TERMINE:

17th World Stroke Congress
22.–24. Oktober 2025
Barcelona, Spanien

54. Internationale Jahrestagung der DGPTM und 17. Fokustagung Herz der DGTHG und DGPTM
16. November 2025
Leipzig

GRC-Reanimationsdialog 2025
28.–29. November 2025
Fürth

 
 

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