Ausgabe 7/2026

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Mittwoch, 11. Februar 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die Angst vor Nebenwirkungen ist ein bekanntes Problem für die Compliance von Patientinnen und Patienten. Gerade Statine stehen in dieser Hinsicht besonders in VerrufVielfach jedoch zu Unrecht, wie eine aktuelle Metaanalyse der Cholesterol Treatment Trialists’ Collaboration verdeutlicht. Zusätzlich zu den bereits bekannten Muskelbeschwerden und dem leicht erhöhten Diabetesrisiko konnte diese unter Statineinnahme Veränderungen der Urinzusammensetzung, Ödeme, abnormale Leberenzymwerte und Abweichungen in der Leberfunktion als Nebenwirkungen aufdecken. Bei weiteren 62 untersuchten unerwünschten Arzneimittelwirkungen konnte sie derweil keinen Zusammenhang feststellen. Angesichts dessen plädieren deutsche Kardiologen für eine Überarbeitung des Beipackzettels.

Mit dem Aufkommen von kontinuierlichen Herzrhythmus-Überwachungsmethoden – sei es durch implantierbare kardiale Geräte oder neuerdings auch durch Wearables wie Smartwatches – rückte die Vorhofflimmerlast in den vergangenen zwei Jahrzehnten als relativ neues Konzept der Vorhofflimmerkategorisierung in das Interesse von Forschenden. Bekannt ist: Je länger ein Patient oder eine Patientin im Vorhofflimmern verbringt (mit anderen Worten: je höher die Vorhofflimmerlast ist), desto höher ist das Risiko für Schlaganfälle, Herzinsuffizienz oder andere nachteilige Auswirkungen. Konkrete Schwellenwerte existieren bislang jedoch nicht. Außerdem mangelt es an einheitlichen Standards für die Quantifizierung von Vorhofflimmern und der Vorhofflimmerlast. Um das zu ändern haben sich nun 18 europäische und kanadische Partner aus Wissenschaft und Industrie in dem Forschungskonsortium AF-B-STEP zusammengeschlossen. Ziel ist die grundlegende Verbesserung der Diagnostik und Versorgung von Menschen mit Vorhofflimmern.

Lesen Sie weitere spannende Meldungen aus der Kardiologie im heutigen Newsletter, auf unserer Homepage sowie in der neuesten Ausgabe der KOMPAKT KARDIOLOGIE mit dem Schwerpunkt Gewichtsmanagement. Darin diskutiert Herausgeber Prof. Erland Erdmann unter anderem das sehr seltene Risiko von Augen- und Sehnervenerkrankungen unter den GLP-1-Rezeptoragonisten Semaglutid und Tirzepatid.

Eine jecke Karnevalszeit wünscht Ihnen aus dem Rheinland




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Angaben zu Statin-Nebenwirkungen oft ohne Evidenz

Angaben zu Statin-Nebenwirkungen oft ohne Evidenz

Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen: Die Liste der befürchteten Nebenwirkungen von Statinen ist lang – doch oftmals nicht belegt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Metaanalyse, die im Fachjournal „The Lancet“ erschienen ist.

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AF-B-STEP: Internationales Forschungsprojekt zur Quantifizierung der Vorhofflimmerlast

Seit einiger Zeit ist bekannt: Die Gefährlichkeit von Vorhofflimmern wird maßgeblich durch dessen Quantität bestimmt – gemessen als Vorhofflimmerlast. Doch bislang gibt es keine Standards zur Quantifizierung. Ein internationales Konsortium will das ändern.

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„Stadionfieber“ ist messbar: Live-Fußball treibt den Puls nach oben

„Stadionfieber“ ist messbar: Live-Fußball treibt den Puls nach oben

Macht es für den Stress-Level von Fußballfans einen Unterschied, ob sie Spiele im Stadion, beim Public Viewing oder vor dem heimischen Fernseher verfolgen? Wissenschaftler haben dies anlässlich des DFB-Pokalfinales im vergangenen Jahr untersucht.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Einfluss körperlicher Aktivität auf das Wiederauftreten von Vorhofflimmern nach Katheterablation.
J Interv Card Electrophysiol 02.02.2026

Hormonelle Verhütungsmittel, Stresserkrankungen und kardiovaskuläres und thrombotisches Risiko bei Frauen.
JAMA Netw Open 2026;9;(1):e2551878.

Der Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln und das erhöhte Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Erwachsenen in den USA.
Am J Med 24.01.2026

 
 

Lebenserwartung: Wie viel Einfluss haben die Gene?

Laut einer neuen Studie, ist der Einfluss unserer Gene auf unsere Lebensspanne deutlich größer als bisher vermutet. Für einzelne Personen sind die Ergebnisse jedoch eher von geringer Bedeutung – unser Verhalten und Umweltfaktoren bleiben ebenso entscheidend.

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Plötzlicher Herztod: Angehörige von Betroffenen besser schützen

Plötzlicher Herztod: Angehörige von Betroffenen besser schützen

Genetische Herzerkrankungen als Ursache eines plötzlichen Herztods können auch bei Angehörigen das Herztodrisiko erhöhen. Das Frankfurter Zentrum für plötzlichen Herztod und Kardiogenetik untersucht aktuell die Versorgungssituation betroffener Familien.

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PANORAMA:

Trotz Mehrausgaben im Milliardenbereich für eine bessere Terminvergabe bei den Ärzten hat sich die Versorgungslage für die Versicherten laut Bundesrechnungshof verschlechtert. Er fordert eine ersatzlose Streichung aller Vergütungsregelungen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes.
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Der KBV-Vorstand kontert und wirft dem Bundesrechnungshof eine „fehlende Kenntnis der Versorgungsrealität“ vor.
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Tragischer Fehler: In Italien wurde ein Spenderherz auf Trockeneis anstatt normalem Eis transportiert und dadurch irreparabel beschädigt. Der zweijährige Empfänger wartet nun auf ein neues Ersatzorgan.
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TERMINE:

Kardiologie Refresher Köln (hybrid)
19.02.-21.02.2026
Köln

18. Deutsche Kardiodiagnostik-Tage
19.02.-21.02.2026
Leipzig

Innere Medizin Refresher Hamburg (Programm A, hybrid)
25.02.-28.02.2026
Hamburg

Düsseldorfer Herz- und Gefäßtagung 2026
20.03.-21.03.2026
Düsseldorf

 
 

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