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Liebe Leserinnen und Leser,
die Angst vor Nebenwirkungen ist ein bekanntes Problem für die Compliance von Patientinnen und Patienten. Gerade Statine stehen in dieser Hinsicht besonders in Verruf. Vielfach jedoch zu Unrecht, wie eine aktuelle Metaanalyse der Cholesterol Treatment Trialists’ Collaboration verdeutlicht. Zusätzlich zu den bereits bekannten Muskelbeschwerden und dem leicht erhöhten Diabetesrisiko konnte diese unter Statineinnahme Veränderungen der Urinzusammensetzung, Ödeme, abnormale Leberenzymwerte und Abweichungen in der Leberfunktion als Nebenwirkungen aufdecken. Bei weiteren 62 untersuchten unerwünschten Arzneimittelwirkungen konnte sie derweil keinen Zusammenhang feststellen. Angesichts dessen plädieren deutsche Kardiologen für eine Überarbeitung des Beipackzettels.
Mit dem Aufkommen von kontinuierlichen Herzrhythmus-Überwachungsmethoden – sei es durch implantierbare kardiale Geräte oder neuerdings auch durch Wearables wie Smartwatches – rückte die Vorhofflimmerlast in den vergangenen zwei Jahrzehnten als relativ neues Konzept der Vorhofflimmerkategorisierung in das Interesse von Forschenden. Bekannt ist: Je länger ein Patient oder eine Patientin im Vorhofflimmern verbringt (mit anderen Worten: je höher die Vorhofflimmerlast ist), desto höher ist das Risiko für Schlaganfälle, Herzinsuffizienz oder andere nachteilige Auswirkungen. Konkrete Schwellenwerte existieren bislang jedoch nicht. Außerdem mangelt es an einheitlichen Standards für die Quantifizierung von Vorhofflimmern und der Vorhofflimmerlast. Um das zu ändern haben sich nun 18 europäische und kanadische Partner aus Wissenschaft und Industrie in dem Forschungskonsortium AF-B-STEP zusammengeschlossen. Ziel ist die grundlegende Verbesserung der Diagnostik und Versorgung von Menschen mit Vorhofflimmern.
Lesen Sie weitere spannende Meldungen aus der Kardiologie im heutigen Newsletter, auf unserer Homepage sowie in der neuesten Ausgabe der KOMPAKT KARDIOLOGIE mit dem Schwerpunkt Gewichtsmanagement. Darin diskutiert Herausgeber Prof. Erland Erdmann unter anderem das sehr seltene Risiko von Augen- und Sehnervenerkrankungen unter den GLP-1-Rezeptoragonisten Semaglutid und Tirzepatid.
Eine jecke Karnevalszeit wünscht Ihnen aus dem Rheinland
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