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2021 erhielt der libanesisch-amerikanische Molekularbiologe und Neurowissenschaftler Prof. Ardem Patapoutian – gemeinsam mit seinem amerikanischen Kollegen Prof. David Julius – den Nobelpreis für Medizin. Zu ihren wichtigsten Entdeckungen gehörte die Identifizierung der als Piezo1 und Piezo2 bekannten Ionenkanäle, die als Mechanosensoren mechanische Kraft in neuronale Signale umwandeln.
In einer neuen Untersuchung konnte die Arbeitsgruppe um Patapoutian nun nachweisen, dass Piezo2 in juxtaglomerulären Zellen der Niere exprimiert wird und eine wichtige Rolle bei der Regulation der Reninproduktion spielt. Ihre in der Fachzeitschrift „Cell“ publizierten Erkenntnisse liefern grundlegende Einblicke in die Funktionsweise der Nieren. Da die renale Reninsekretion eine zentrale Stellgröße in der Regulation des Blutdrucks und der kardiovaskulären Homöostase darstellt, sind diese Erkenntnisse auch für die Kardiologie von Relevanz.
Forscher des Deutschen Herzzentrums der Charité (DHZC) entwickelten indes ein Verfahren, mit dem sich Gentherapien gezielt in ein einzelnes Organ einbringen lassen sollen. Dazu entwickelten sie ein Closed-Loop-Perfusionssystem, das in situ einen Mini-Blutkreislauf für einzelne Organe erzeugt, über den gentherapeutische Medikamente ausschließlich in das so isolierte Organ appliziert werden können. Die ersten Anwendungsversuche zur gentherapeutischen Behandlung von Schweinenieren waren bereits erfolgreich. Langfristig möchten die Forscher das Prinzip auch auf das Herz und weitere Organe übertragen.
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