|
Liebe Leserinnen und Leser,
die Sarkoidose betrifft am häufigsten die Lunge, kann aber prinzipiell jedes Organ involvieren – so auch das Herz. Kommt es zu einer Beteiligung des kardialen Reizleitungssystems, kann dies zu schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen bis hin zum Plötzlichen Herztod führen. Außerdem geht die Herzsarkoidose mit einer schleichenden Vernarbung des Herzmuskels einher.
In diesem Prozess scheinen neuesten Erkenntnissen zufolge Makrophagen beteiligt zu sein, die vermehrt das Enzym MMP12 synthetisieren. MMP12 baut Bestandteile des Bindegewebes ab und stößt dadurch einen Umbauprozess an, an dessen Ende vermehrt Narbengewebe steht. Da MMP12-Hemmstoffe bereits für andere chronisch entzündliche Erkrankungen – vor allem COPD und Asthma – untersucht werden, könnten sie nun vergleichsweise rasch auch in klinischen Studien bei Patienten mit kardialer Sarkoidose getestet werden, heben die Studienautoren hervor.
Auch interessant: Die Vermeidung dreier wesentlicher vaskulärer Risikofaktoren (Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen) trägt offenbar auch zur Prävention einer Demenz bei. Eine US-amerikanische Studie zeigt, dass Menschen, die im Alter von etwa 55 Jahren keinen dieser drei Risikofaktoren aufweisen, im Mittel etwa 30 weitere Lebensjahre ohne Demenz erwarten können. Diese Zeit sinkt mit steigender Anzahl vorliegender Risikofaktoren kontinuierlich auf 17,5 Jahre ohne Demenz bei Vorliegen aller drei Risikofaktoren ab. Die Ergebnisse unterstreichen, dass die Prävention dieser Risikofaktoren nicht nur das Herz, sondern auch das Hirn schützen.
Viel Freude bei der Lektüre und eine angenehme Restwoche – vielleicht ja sogar beim diesjährigen ESC in München – wünscht
|