Ausgabe 18/2026

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Mittwoch, 29. April 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die ventrikuläre Tachykardie ist eine lebensgefährliche Herzrhythmusstörung. Neben der Implantation eines Defibrillators zur Prävention des plötzlichen Herztodes umfasst die Therapie üblicherweise eine medikamentöse Behandlung mit Antiarrhythmika und eine Katheterablation zur Beseitigung des arrhythmogenen Substrats. In schweren Fällen oder bei Kontraindikation kann dies mitunter aber nicht ausreichen.

Hier kommt eine neuere Therapieform ins Spiel, die aus der Onkologie entlehnt wurde. Bei der stereotaktischen Arrhythmie-Radioablation (STAR) wird das krankheitsauslösende Areal im Herzen mithilfe einer einmaligen hochpräzisen Bestrahlung gezielt ausgeschaltet. Das Verfahren kommt seit einigen Jahren zur Anwendung – erstmalig in Deutschland im Jahr 2018 am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel. Um die Sicherheit und Wirksamkeit der Behandlung beurteilen zu können, wurde Ende 2022 das europaweite STOPSTORM-Register gegründet. Nun liegen erste Daten des Registers vor, die der Methode weiteren Aufwind geben dürften.

Außerdem erfahren Sie im heutigen Newsletter: Wie eine KI die Vorhofflimmerlast aus Herzschrittmacherdaten entschlüsselt – und was diese für das Schlaganfallrisiko bedeutet. Welche biologischen Mechanismen der Wirkung des Pulmonalarterien-Bandings bei Kindern mit dilatativer Kardiomyopathie zugrunde liegen. Was es mit dem „Chrono-Training“ zur Reduktion des kardiometabolischen Risikos auf sich hat. Und mit welcher Maßnahme in Großbritannien eine rauchfreie Generation herangezogen werden soll.

Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Weniger Herzrhythmusstörungen dank Strahlentherapie

Weniger Herzrhythmusstörungen dank Strahlentherapie

Eine hochpräzise Strahlentherapie kann die Zahl ventrikulärer Tachykardien deutlich senken. Das zeigt die erste größere prospektive europäische Registerstudie zur stereotaktischen Arrhythmie-Radioablation.

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Neue EU-Zulassung bei Herzinsuffizienz mit
LVEF ≥ 40 %

Die Herzinsuffizienz mit einer linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF) ≥ 40 % betrifft einen wachsenden Anteil der Patienten. Prognoseverbessernde Therapieoptionen beschränkten sich bisher auf SGLT-2-Inhibitoren. Auf Basis der Phase-III-Studie FINEARTS-HF wurde Finerenon für diese Patientengruppe zugelassen. In der Studie wurde Finerenon zusätzlich zur leitliniengerechten Standardtherapie untersucht.

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Laut KI-Analyse von Herzschrittmacherdaten: Geringe Vorhofflimmerlast – geringes Schlaganfallrisiko

Eine Analyse der Studie NOAH-AFNET 6 setzte große Sprachmodelle ein, um bei Patienten mit Device-detektiertem Vorhofflimmern aus Herzschrittmacherdaten die Vorhofflimmerlast zu ermitteln. Demnach geht eine geringe Vorhofflimmerlast nur mit einem geringen Schlaganfallrisiko einher.

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ATTR-CM: Vertrauen beginnt mit V(yndaqel®)

Vyndaqel® (Tafamidis) 61 mg1 ist die einzige ATTR-CM-Therapie mit 5+ Jahren klinischer Langzeitdaten zum Überlebensvorteil*,2,3,4, reduziert signifikant die Gesamtmortalität nach 30 Monaten**,#,5 und bewahrt die Lebensqualität bereits nach 6 Monaten.#, 1

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Frühzeitiges „Herztraining“ aktiviert körpereigene Regenerationsmechanismen

Frühzeitiges „Herztraining“ aktiviert körpereigene Regenerationsmechanismen

Bei Kindern mit einer stark eingeschränkten Pumpfunktionsstörung des Herzens wird seit Kurzem die chirurgische Verengung der Pulmonalarterie eingesetzt, um das Herz gezielt zu „trainieren“. Forschende aus Bonn haben nun den zugrundeliegenden Mechanismus aufgeklärt und ihre Erkenntnisse in „Circulation“ veröffentlicht.

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European Heart Failure Awareness Days 2026

In Deutschland leben rund 4 Millionen Menschen mit Herzinsuffizienz. Die Diagnose Herzinsuffizienz ist der häufigste Grund für eine Krankenhausaufnahme und zählt gleichzeitig zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Um das Bewusstsein für diese weit verbreitete Erkrankung zu stärken, finden vom 27. April bis 3. Mai 2026 nun zum 16. Mal die European Heart Failure Awareness Days statt.

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Bewegung nach der inneren Uhr: „Chrono-Training“ und das kardiometabolische Risiko

Kraft- und Ausdauertraining können das kardiometabolische Risiko erheblich reduzieren. Diese positiven Effekte sind größer, wenn das Training dabei auf den individuellen Chronotyp abgestimmt wird. Das deutet zumindest eine aktuelle Studie an, in der sich das sogenannte „Chrono-Training“ stärker auf die Schlafqualität und den Blutdruck auswirkte.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Pulsed-Field-Ablation als Erstbehandlung bei persistierendem Vorhofflimmern.
N Engl J Med 25.04.2026

Frühe Machbarkeitsstudie zur katheterfreien Herzradioablation mit Protonenstrahlen bei refraktärer ventrikulärer Tachykardie.
Heart Rhythm 26.04.2026

Mechanische Belastung hemmt das Krebswachstum in Herzen von Mäusen und Menschen.
Science 2026;392(6796):eads9412.

 
 
 
Tabakverbot in Großbritannien: WHO lobt „starkes Signal“

Tabakverbot in Großbritannien: WHO lobt „starkes Signal“

Großbritannien hofft auf das Heranwachsen einer rauchfreien Generation. Auch in anderen Ländern gibt es Bemühungen, Zigaretten zu verbannen – aus Sicht der WHO muss allerdings mehr passieren.

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FORSCHUNGSFÖRDERUNGEN:

Kann die Thrombozytenaggregations­hemmung bei Patienten mit Vorhofflimmern nach Stent-Implantation sicher verkürzt werden? Diese Frage soll in der Studie SATURN geklärt werden, die von der DFG mit vier Millionen Euro gefördert wird.
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Das Projekt HeartGate soll die Implantation eines Herzunterstützungssystems ohne den Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine ermöglichen. Vom BMFTR erhält es eine Förderung von 4,35 Millionen Euro über die nächsten drei Jahre.
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Mit insgesamt 15 Millionen Euro unterstützt das BMFTR das Projekt curATime, in dem an maßgeschneiderte Herzinfarkttherapien geforscht wird. Für ein Teilprojekt davon erhält die Uni Würzburg 250.000 Euro.
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TERMINE:

Leipzig Perioperative TEE Masterclass 2026
6.–8. Mai 2026
Leipzig

Rheumatologie Refresher Livestream
8.–9. Mai 2026
online

Aortensymposium 2026
29.–30. Mai 2026
Berlin

Clinical Anatomy of the Heart for Successful Arrhythmia Treatment
29. Mai 2026
Bad Oeynhausen

7th International Cardiology Congress
8.–9. Juni 2026
Hounslow (Vereinigtes Königreich)

 
 

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