|
Liebe Leserinnen und Leser,
die ventrikuläre Tachykardie ist eine lebensgefährliche Herzrhythmusstörung. Neben der Implantation eines Defibrillators zur Prävention des plötzlichen Herztodes umfasst die Therapie üblicherweise eine medikamentöse Behandlung mit Antiarrhythmika und eine Katheterablation zur Beseitigung des arrhythmogenen Substrats. In schweren Fällen oder bei Kontraindikation kann dies mitunter aber nicht ausreichen.
Hier kommt eine neuere Therapieform ins Spiel, die aus der Onkologie entlehnt wurde. Bei der stereotaktischen Arrhythmie-Radioablation (STAR) wird das krankheitsauslösende Areal im Herzen mithilfe einer einmaligen hochpräzisen Bestrahlung gezielt ausgeschaltet. Das Verfahren kommt seit einigen Jahren zur Anwendung – erstmalig in Deutschland im Jahr 2018 am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel. Um die Sicherheit und Wirksamkeit der Behandlung beurteilen zu können, wurde Ende 2022 das europaweite STOPSTORM-Register gegründet. Nun liegen erste Daten des Registers vor, die der Methode weiteren Aufwind geben dürften.
Außerdem erfahren Sie im heutigen Newsletter: Wie eine KI die Vorhofflimmerlast aus Herzschrittmacherdaten entschlüsselt – und was diese für das Schlaganfallrisiko bedeutet. Welche biologischen Mechanismen der Wirkung des Pulmonalarterien-Bandings bei Kindern mit dilatativer Kardiomyopathie zugrunde liegen. Was es mit dem „Chrono-Training“ zur Reduktion des kardiometabolischen Risikos auf sich hat. Und mit welcher Maßnahme in Großbritannien eine rauchfreie Generation herangezogen werden soll.
Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen
|