Projekt HeartGate: Millionen-Förderung für neues Verfahren zur Herzpumpen-Implantation23. April 2026 Symbolfoto: ©Funtap/stock.adobe.com Die Implantation einer Herzunterstützungssystems erfordert bislang den Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine. Das Verfahren „HeartGate“ kommt ohne diese aus – und könnte somit eine schonendere Durchführung des Eingriffs ermöglichen. Entwickelt wurde HeartGate in der Arbeitsgruppe von Prof. Wolfgang Bothe, Geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Freiburg. „Unser Ziel ist es, die Implantation von Herzpumpen so zu vereinfachen, dass auch Patient:innen behandelt werden können, für die der Eingriff bisher zu riskant war“, erläutert Bothe den Hintergrund. Die Leitung des Projekts übernehmen Dr. Florian Meißner und Manuela Schön. Millionen-Förderung für HeartGate Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gab nun bekannt, die Weiterentwicklung von HeartGate in den kommenden drei Jahren mit 4,35 Millionen Euro zu fördern. Die Förderung ist Teil des Programms GO-Bio next, das Forschungsprojekte mit hohem Anwendungspotenzial beim Übergang in die klinische Praxis unterstützt. Sie soll das Verfahren zur Marktreife führen, „damit es unmittelbar den betroffenen Patient:innen zugutekommen kann“, verdeutlicht der Ärztliche Direktor der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie Prof. Martin Czerny. Minimalinvasiver Eingriff statt großer Operation Bislang erfordert die Implantation eines Herzunterstützungssystems eine große Operation, bei der eine Herz-Lungen-Maschine zum Einsatz kommt. HeartGate soll den Eingriff deutlich vereinfachen, so dass er minimalinvasiv erfolgen kann. Das neue System besteht nach Angaben des Universitätsklinikums Freiburg aus einer speziellen Stanze und einer blutdichten Schleuse, die gemeinsam den minimalinvasiven Zugang zum Herzen ermöglichen – ohne das Herz anzuhalten. Der Eingriff wird dadurch kürzer und weniger belastend. Das Verfahren könnte vor allem für ältere oder vorerkrankte Menschen eine neue Behandlungsoption eröffnen. Erste Prototypen sind laut Universitätsklinikum bereits erfolgreich präklinisch getestet worden.
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