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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kinder- und Jugendmedizin,
wie sich ein Säugling in den ersten Lebensmonaten spontan bewegt, kann Hinweise darauf geben, ob sich sein Nervensystem normal entwickelt, und vorhersagen, ob bei dem Baby später etwa eine Zerebralparese auftreten wird. Bislang basiert die klinische Analyse der altersspezifischen spontanen Bewegungsmuster auf der ärztlichen Auswertung von Videos. Forschende aus Heidelberg haben nun eine Methode entwickelt, welche die visuelle Sensorik mit Messungen hochsensibler Druckmatten und der Insertialsensorik, mit der die räumliche Bewegung gemessen wird, kombiniert. Die Auswertung aller drei Datenquellen mithilfe Künstlicher Intelligenz ergab eine signifikant höhere Genauigkeit bei der Unterscheidung zwischen typischen und abweichenden Bewegungsmustern. Die Forschenden hoffen so, neurologisch bedingte Bewegungsstörungen künftig nicht nur früher entdecken zu können, sondern auch, die frühe Entwicklung des Nervensystems besser zu verstehen.
Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen
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