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Liebe Leserinnen und Leser,
neben akuten Gefäßverschlüssen und chronischer Anämie leiden Patienten mit Sichelzellkrankheit (SCD) auch unter einem signifikant erhöhten Risiko für hämatologische Malignome. Die pathophysiologische Ursache hierfür war bislang weitgehend unbekannt.
Forschende des St. Jude Children's Research Hospital in den USA liefern nun eine mögliche Erklärung: die vorzeitige Seneszenz der Blutstammzellen. Durch chronischen Stress im Knochenmark altern die hämatopoetischen Stamm- und Vorläuferzellen bei SCD-Patienten gewissermaßen im Zeitraffer, verlieren ihre Funktion und begünstigen so die Entstehung mutierter Klone.
Eine potenzielle Lösung für dieses Problem liefern die Forschenden gleich mit. In ihrer Studie konnten sie zeigen, dass Senolytika wie Navitoclax oder die Kombination aus Dasatinib und Quercetin in der Lage sind, die gealterten Zellen gezielt zu eliminieren. Sowohl im Tiermodell als auch in Patientenproben gewannen die Stammzellen ihre blutbildende Funktion so wieder zurück.
Dies ist laut den Forschenden vor allem mit Blick auf die Gentherapie bei SCD ein Durchbruch: Denn durch den Einsatz von Senolytika lässt sich die Qualität der gewonnenen Stammzellen vor der genetischen Modifikation signifikant verbessern. Dies könnte die Effektivität und Sicherheit der Gentherapie weiter erhöhen.
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Ich wünsche Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und ein entspanntes Wochenende!
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