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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
mehr als sechs Jahre ist es nun her, dass das SARS-CoV-2-Virus die Welt vor ganz neue Herausforderungen gestellt hat. Für die meisten von uns fühlt sich diese Zeit inzwischen wie ein schlechter Traum an. Menschen mit Long-COVID wurden und werden aber noch lange nach dem Ende der Pandemie täglich daran erinnert – litten oder leiden sie doch noch Monate nach ihrer COVID-Erkrankung an den Spätfolgen der Infektion. Und bis heute gibt es keine spezifische Therapie für Long-COVID, die Behandlung erfolgt überwiegend symptomorientiert.
Zu den Betroffenen zählen auch Kinder und Jugendliche. So gehen Forschende davon aus, dass etwa ein bis drei Prozent der Heranwachsenden nach einer Infektion mit dem Corona-Virus pädiatrisches Long-COVID entwickeln. Eine internationale Studie zeigt nun, dass sich dahinter kein einheitliches Krankheitsbild, sondern verschiedene biologische Untergruppen und zeitliche Verläufe verbergen, die sich unter anderem in der Aktivität des Immunsystems und im Stoffwechsel unterscheiden. Entsprechend greifen einheitliche Behandlungsansätze wie die pauschale Dämpfung der Immunreaktion auch zu kurz. Doch die Forschenden haben auch gute Nachrichten: Denn die meisten Betroffenen erholen sich innerhalb eines Jahres, schwere Organschäden wurden kaum gefunden.
Auch Kinder mit angeborenen Organschäden wie einem Herzfehler sind in ihrem Alltag oft eingeschränkt. Dazu zählt auch das Schwimmen in Schule und Freizeit. Zu unklar ist die Datenlage, ob das bei Kindern beliebte Hobby für die kleinen Patienten möglicherweise gefährlich ist. Forschende der Universität Leipzig wollen dies nun ändern und mithilfe einer Studie herausfinden, ob die pauschale Einschränkung des Schwimmens und Tauchens, wie sie in kardiologischen Leitlinien empfohlen wird, wirklich indiziert ist. Bis Ende Juni dieses Jahres untersuchen sie daher mit eigens entwickelten EKG-Sonden bei gesunden und herzkranken Kindern, was im Herz-Kreislauf-System beim Schwimmen und Tauchen passiert. Bestätigt sich die Vermutung der Forschenden, dass Schwimmen kein Risiko für Kinder und Jugendliche mit angeborenem Herzfehler darstellt, bedeutet dies wieder ein Stück mehr Freiheit für die Betroffenen und ihre Familien.
Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen
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