Ausgabe 20/2026

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Freitag, 15. Mai 2026

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

mehr als sechs Jahre ist es nun her, dass das SARS-CoV-2-Virus die Welt vor ganz neue Herausforderungen gestellt hat. Für die meisten von uns fühlt sich diese Zeit inzwischen wie ein schlechter Traum an. Menschen mit Long-COVID wurden und werden aber noch lange nach dem Ende der Pandemie täglich daran erinnert – litten oder leiden sie doch noch Monate nach ihrer COVID-Erkrankung an den Spätfolgen der Infektion. Und bis heute gibt es keine spezifische Therapie für Long-COVID, die Behandlung erfolgt überwiegend symptomorientiert.

Zu den Betroffenen zählen auch Kinder und Jugendliche. So gehen Forschende davon aus, dass etwa ein bis drei Prozent der Heranwachsenden nach einer Infektion mit dem Corona-Virus pädiatrisches Long-COVID entwickeln. Eine internationale Studie zeigt nun, dass sich dahinter kein einheitliches Krankheitsbild, sondern verschiedene biologische Untergruppen und zeitliche Verläufe verbergen, die sich unter anderem in der Aktivität des Immunsystems und im Stoffwechsel unterscheiden. Entsprechend greifen einheitliche Behandlungsansätze wie die pauschale Dämpfung der Immunreaktion auch zu kurz. Doch die Forschenden haben auch gute Nachrichten: Denn die meisten Betroffenen erholen sich innerhalb eines Jahres, schwere Organ­schäden wurden kaum gefunden.

Auch Kinder mit angeborenen Organschäden wie einem Herzfehler sind in ihrem Alltag oft eingeschränkt. Dazu zählt auch das Schwimmen in Schule und Freizeit. Zu unklar ist die Datenlage, ob das bei Kindern beliebte Hobby für die kleinen Patienten möglicherweise gefährlich ist. Forschende der Universität Leipzig wollen dies nun ändern und mithilfe einer Studie herausfinden, ob die pauschale Einschränkung des Schwimmens und Tauchens, wie sie in kardiologischen Leitlinien empfohlen wird, wirklich indiziert ist. Bis Ende Juni dieses Jahres untersuchen sie daher mit eigens entwickelten EKG-Sonden bei gesunden und herzkranken Kindern, was im Herz-Kreislauf-System beim Schwimmen und Tauchen passiert. Bestätigt sich die Vermutung der Forschenden, dass Schwimmen kein Risiko für Kinder und Jugendliche mit angeborenem Herzfehler darstellt, bedeutet dies wieder ein Stück mehr Freiheit für die Betroffenen und ihre Familien.

Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Long-COVID bei Kindern: Studie zeigt unterschiedliche Krankheitsverläufe

Long-COVID bei Kindern: Studie zeigt unterschiedliche Krankheitsverläufe

Ein internationales Forschungsteam hat Long-COVID-Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen erforscht und dabei biologische Untergruppen identifiziert. Die Studie liefert zudem Hinweise für gezieltere Therapien.

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Rein ins Leben: 1x wöchentliches Wachstumshormon Sogroya®

Kinder mit Wachstumshormontherapie wollen vor allem eins: Nicht immer an ihre Injektionen denken müssen. Sogroya® (Somapacitan) bietet Patienten mehr Freiheit im Leben,1 ohne Kompromisse bei der Therapie – denn Sogroya® bietet eine vergleichbare Effektivität und Sicherheit wie tägliches Wachstumshormon2–5 – bei 313 injektionsfreien Tagen pro Jahr.6

Basistext | Referenzen

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Studie will Kindern mit angeborenem Herzfehler das Schwimmen ermöglichen

Schwimmen ist ein ideales und beliebtes Hobby für Kinder. Doch Kinder mit angeborenen Herzfehlern werden hier oft beschränkt. Der Grund hierfür ist eine unzureichende Studienlage. Das Herzzentrum Leipzig will diese Datenlücke nun schließen und Kindern mit angeborenen Herzfehlern eine sichere Teilnahme am Schwimmen ermöglichen. 

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Einschlafprobleme + ADHS:
Welches Melatonin eignet sich gut?

Nicht jedes Melatonin wirkt gleich: Melatonin mit verzögerter Freisetzung setzt den Wirkstoff über Stunden kontinuierlich frei, während Melatonin mit sofortiger Freisetzung einen schnellen Wirkeintritt ermöglicht. Gerade bei Einschlafschwierigkeiten, wie sie bei Kindern und Jugendlichen mit einer ADHS häufig auftreten, ist ein schnellfreisetzendes Melatonin wie Mellozzan® besonders gut geeignet.

Pflichttext

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Kinder mit Typ-1-Diabetes: Anspruch auf Pflegegrad 2 für alle

Kinder mit Typ-1-Diabetes: Anspruch auf Pflegegrad 2 für alle

Anlässlich des „Internationalen Tages der Pflegenden“, zu denen bei Kindern mit Diabetes Typ 1 auch die Eltern zählen, machen die Deutsche Diabetes-Hilfe und die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) auf anhaltende Probleme bei der Anerkennung von Pflegegrad 2 für die betroffenen Kinder aufmerksam.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Inzidenz und Ko-Morbidität von sechs Autoimmunerkrankungen im Kindesalter: Eine bevölkerungsbasierte Kohortenstudie in Norwegen.
Lancet Child Adolesc Health 2026;10(6):429-437.

Die Ära fortschrittlicher Therapien für Atopische Dermatitis im Kindesalter – Kann eine frühzeitige systemische Intervention die Typ-2-Entzündungsreaktion dämpfen und den atopischen Marsch abmildern?
Curr Opin Pediatr 07.05.2026

Einfluss des Subtyps des Respiratorischen Synzytial-Virus und der Viruslast auf den klinischen Verlauf und den Schweregrad akuter Atemwegsinfektionen bei hospitalisierten Kindern.
Pediatr Infect Dis J 05.05.2026

Wirksamkeit der Nirsevimab-Immunisierung nach der Geburt im Vergleich zur RSVpreF-Impfung der Mutter bei der Prävention von RSV-bedingten Krankenhausaufenthalten bei Säuglingen: Eine bevölkerungsbasierte retrospektive Kohortenstudie.
Lancet Child Adolesc Health 07.05.2026

 
 

Profitieren Kinder mit Autismus von Transkranieller Magnetstimulation?

Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) zeigen meist Einschränkungen ihrer sozialen Kommunikation. Eine Forschungsgruppe aus China berichtet nun im „British Medical Journal“ von deutlichen Verbesserungen dieses Defizits durch die nicht invasive Stimulation des primären Motorkortex.

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Leukämie-Stammzellen lassen Therapien scheitern

Leukämie-Stammzellen lassen Therapien scheitern

Heidelberger Wissenschaftler haben einen zentralen Mechanismus entschlüsselt, der bei der Akuten myeloischen Leukämie (AML) zum Therapieversagen beiträgt. Sie zeigen, dass es nicht nur einen, sondern vier unterschiedliche Subtypen von Leukämie-Stammzellen gibt.

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KURZMELDUNGEN:

Die genetische Referenzdiagnostik kindlicher Leukämien ist künftig am Institut für Klinische Genetik und Genommedizin am Universitätsklinikum Würzburg angesiedelt.
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Bei der Eröffnungsfeier des Deutschen Ärztetages hat Gesundheitsministerin Nina Warken die Reformpläne als „Zumutung, aber notwendig“ verteidigt.
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Die medizinische Leitlinie zur „Therapie und Prävention der Adipositas im Kindes- und Jugendalter“ ist in ihren Aussagen zur medikamentösen Therapie vorzeitig aktualisiert worden.
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TERMINE:

State of the Art 2026: Anfälle und Bewegungsstörungen
28.–29. Mai 2026
Berlin

Kinder- und Jugendärztetag 2026
12.–13. Juni 2026
Mannheim

52. Jahrestagung der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin
17.–19. Juni 2026
Mannheim

6. Kinderurologisches Sommerforum
24. Juni 2026
München

 
 

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