Ausgabe 12/2026

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Freitag, 20. März 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

Künstliche Intelligenz (KI) wird immer stärker Teil unseres Alltags. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis die Technologie auch im Kinderzimmer Einzug hält – in Form von Plüschtieren oder Puppen mit Chatbot-Anbindung, die den Kleinsten vorlesen, Fragen beantworten und von den Herstellern gerne als Lernbegleiter angepriesen werden.

Tatsächlich können spielerisch agierende KI-Geräte in der Frühförderung oder der Logopädie hilfreich sein, da sie die Kinder zu wiederholtem Üben animieren können. Wenn Eltern KI-gestütztes Spielzeug aber als „Babysitter“ einsetzen, um selbst ungestört anderen Dingen nachgehen zu können, schrillen nicht nur bei Entwicklungspsychologen alle Alarmglocken. Denn wie sollen beispielsweise Kleinkinder den Unterschied zwischen Dingen und Menschen lernen, wenn ihr Spielzeug mit ihnen wie ein Lebewesen kommuniziert und – vermeintlich – Gefühle zeigt. Daraus könne schnell eine emotionale Bindung, Abhängigkeit oder parasoziale Beziehung entstehen, warnen Experten. Was das für die Gesellschaft bedeutet, wenn sich künftig noch mehr junge Menschen aus menschlichen Interaktionen zurückziehen, weil sie diese als schwieriger und unbefriedigender empfinden als Gespräche mit „ihrer“ KI, mag ich mir gar nicht vorstellen. Forschung, Regulierung und Schutzstandards können mit der rasanten Entwicklung im Bereich der KI jedenfalls nicht Schritt halten.

Doch es gibt auch positive Entwicklungen im Bereich neuer Technologien zu berichten: So ist es Forschenden gelungen, die CAR-T-Zelltherapie auch für die Anwendung bei soliden Tumoren wie dem Osteosarkom zu modifizieren. In Proben von Osteosarkom-Patienten und auch in Mausmodellen zeigten die gentechnisch veränderten Immunzellen eine antitumorale Wirkung. Dies galt auch für Metastasen. Allerdings gehen die Forschenden davon aus, dass bis zur klinischen Anwendung noch mindestens zwei Jahre vergehen werden.

Eine weitere Innovation stellt ein Mikronadel-Pflaster zur Behandlung der Acne vulgaris dar, das die simultane transdermale Applikation hydrophiler und lipophiler Wirkstoffe ermöglicht. Im Tiermodell reduzierte das neue System jedenfalls Entzündung und bakterielle Last stärker als konventionelle topische Therapien.

Damit zeigt sich, dass moderne Pädiatrie sowohl technologische Offenheit als auch ein waches Auge für neue Entwicklungen braucht.

Eine aufschlussreiche Lektüre und ein schönes Wochenende wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Plüsch mit Gefühlen? Experten warnen vor KI-Spielzeug für Kinder

Plüsch mit Gefühlen? Experten warnen vor KI-Spielzeug für Kinder

Für gestresste Eltern mag es verheißungsvoll klingen: Immer mehr KI-Spielzeug drängt auf den Markt. Was macht das mit Kinderköpfen?

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Novalac – Effektive Symptomlinderung bei Kuhmilchallergie1-6

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Forscher entwickeln CAR-T-Zellen gegen Osteosarkome

Forschende der Case Western Reserve University und der University Hospitals in Cleveland (USA) haben eine Immunzelltherapie entwickelt, die Osteosarkom-Tumore in Mausmodellen erfolgreich bekämpft.

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ADHS bei Kindern und Jugendlichen? Multimodal behandeln.

Die Forschung zur ADHS-Therapie bei Kindern und Jugendlichen entwickelt sich stetig weiter. Die S3-Leitlinie ADHS empfiehlt bei Kindern und Jugendlichen ein multimodales Behandlungskonzept mit medikamentösen und psychosozialen Maßnahmen.

Mit Medikinet® retard von MEDICE steht seit über 20 Jahren eine bewährte Therapieoption zur Verfügung, die sich durch unsere DiGA hiToco® digital ergänzen lässt.

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Wie das Immunsystem lernt, Nahrung zu tolerieren

Wie das Immunsystem lernt, Nahrung zu tolerieren

Forschende entdeckten Protein-Epitope in Mais, Weizen und Soja, die regulatorische T-Zellen aktivieren und so die Nahrungsmitteltoleranz beeinflussen. Das könnte einen möglichen Weg zu neuen Therapien gegen Nahrungsmittelallergien eröffnen.

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Prevenar 20®: Neue STIKO-Empfehlung für “Risikokinder”

Die STIKO aktualisiert ihre Empfehlung zur Pneumokokken-Indikationsimpfung bei Kindern mit Risikofaktoren. Ab sofort löst 1 Impfung mit Prevenar 20® die sequenzielle Impfung ab. Risikofaktoren sind z. B. Immundefekte oder chronische Krankheiten.1 Achtung: Verordnung bis zur Änderung der Schutzimpfungsrichtlinie auf Privatrezept! Die Empfehlung zur Standardimpfung bleibt unberührt.

Fachinformation | Referenzen
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Frühkindlicher Stress kann zu langfristigen Verdauungsproblemen führen

Ergebnisse einer Untersuchung an Mäusen sowie an Menschen lassen die Schlussfolgerung zu, dass Stressfaktoren, denen Kinder im Mutterleib sowie in der frühen Kindheit ausgesetzt sind, im späteren Leben zu Darmbeschwerden und Motilitätsstörungen beitragen können.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Diagnose von Harnwegsinfektionen bei kleinen Kindern mit Fieber in der Notaufnahme.
JAMA Netw Open 2026;9;(3):e261741.

Die therapeutische Rolle von Neostigmin und Pyridostigmin bei der chronischen intestinalen Pseudoobstruktion im Kindesalter: Ein systematischer Review.
Paediatr Drugs 2026 Mar;28(2):111–125.

Vergleich der Wirksamkeit von blutdrucksenkenden Medikamenten bei Kindern mit chronischer Nierenerkrankung.
JAMA Pediatr, 16.03.2026

Ergebnisse einer Langzeit-Nachbeobachtung bei Kindern, die wegen Bronchiolitis in Pisa stationär behandelt wurden.
Pediatr Pulmonol 2026 Mar;61(3):e71563.

 
 
 
Mikronadel-Pflaster ermöglicht kombinierte Freisetzung von Wirkstoffen bei Acne vulgaris

Mikronadel-Pflaster ermöglicht kombinierte Freisetzung von Wirkstoffen bei Acne vulgaris

Ein neues Mikronadel-Pflaster mit integrierten Blasenstrukturen ermöglicht die simultane transdermale Applikation hydrophiler und lipophiler Wirkstoffe. Im Akne-Tiermodell reduzierte das System Entzündung und bakterielle Last stärker als konventionelle topische Therapien.

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KURZMELDUNGEN:

Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden hat ein interdisziplinäres kinderonkologisch-strahlentherapeutisches Behandlungsangebot für Patienten in der Protonentherapie etabliert.
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In einer Stellungnahme an den Bundestag fordert die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendchirurgie (DGKJCH), die operative Kinder- und Jugendmedizin im KHVVG sowie KHAG stärker zu berücksichtigen. 
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Ein internationales Forschungsteam hat einen zentralen Angriffspunkt des FSME-Virus im menschlichen Körper identifiziert. Damit eröffnen sich möglicherweise neue Perspektiven für therapeutische Ansätze für die Frühsommer-Meningoenzephalitis.
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TERMINE:

41. Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung
15.–18. April 2026
Köln

3rd Pediatric Exercise Oncology Congress
16.–17. April 2026
Mainz

Kompaktkurs Pädiatrische Pneumologie
17.–18. April 2026
Ulm

XXXIX. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
22.–25. April 2026
Würzburg

 
 

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