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Liebe Leserinnen und Leser,
Künstliche Intelligenz (KI) wird immer stärker Teil unseres Alltags. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis die Technologie auch im Kinderzimmer Einzug hält – in Form von Plüschtieren oder Puppen mit Chatbot-Anbindung, die den Kleinsten vorlesen, Fragen beantworten und von den Herstellern gerne als Lernbegleiter angepriesen werden.
Tatsächlich können spielerisch agierende KI-Geräte in der Frühförderung oder der Logopädie hilfreich sein, da sie die Kinder zu wiederholtem Üben animieren können. Wenn Eltern KI-gestütztes Spielzeug aber als „Babysitter“ einsetzen, um selbst ungestört anderen Dingen nachgehen zu können, schrillen nicht nur bei Entwicklungspsychologen alle Alarmglocken. Denn wie sollen beispielsweise Kleinkinder den Unterschied zwischen Dingen und Menschen lernen, wenn ihr Spielzeug mit ihnen wie ein Lebewesen kommuniziert und – vermeintlich – Gefühle zeigt. Daraus könne schnell eine emotionale Bindung, Abhängigkeit oder parasoziale Beziehung entstehen, warnen Experten. Was das für die Gesellschaft bedeutet, wenn sich künftig noch mehr junge Menschen aus menschlichen Interaktionen zurückziehen, weil sie diese als schwieriger und unbefriedigender empfinden als Gespräche mit „ihrer“ KI, mag ich mir gar nicht vorstellen. Forschung, Regulierung und Schutzstandards können mit der rasanten Entwicklung im Bereich der KI jedenfalls nicht Schritt halten.
Doch es gibt auch positive Entwicklungen im Bereich neuer Technologien zu berichten: So ist es Forschenden gelungen, die CAR-T-Zelltherapie auch für die Anwendung bei soliden Tumoren wie dem Osteosarkom zu modifizieren. In Proben von Osteosarkom-Patienten und auch in Mausmodellen zeigten die gentechnisch veränderten Immunzellen eine antitumorale Wirkung. Dies galt auch für Metastasen. Allerdings gehen die Forschenden davon aus, dass bis zur klinischen Anwendung noch mindestens zwei Jahre vergehen werden.
Eine weitere Innovation stellt ein Mikronadel-Pflaster zur Behandlung der Acne vulgaris dar, das die simultane transdermale Applikation hydrophiler und lipophiler Wirkstoffe ermöglicht. Im Tiermodell reduzierte das neue System jedenfalls Entzündung und bakterielle Last stärker als konventionelle topische Therapien.
Damit zeigt sich, dass moderne Pädiatrie sowohl technologische Offenheit als auch ein waches Auge für neue Entwicklungen braucht.
Eine aufschlussreiche Lektüre und ein schönes Wochenende wünscht Ihnen
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