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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kinder- und Jugendmedizin,
nach der Verabreichung von Lidocain an Kinder, bei denen in Notfallsituationen ein intraossärer Zugang gelegt werden musste, kam es in jüngster Vergangenheit wiederholt zu Zwischenfällen mit teilweise dramatischem Ausgang. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hat darauf nun mit einem Positionspapier reagiert, in dem sie sich strikt gegen den Einsatz des Medikaments in der pädiatrischen Notfallmedizin ausspricht. Die Argumente der Fachgesellschaft leuchten ein: In mehr als der Hälfte der Fälle wird der intraossäre Zugang bei Kindern gelegt, die reanimiert werden müssen und daher ohne Bewusstsein sind. Eine Schmerzlinderung ist daher der lebensrettenden Therapie gegenüber nachrangig. Liegt keine lebensbedrohende Situation vor, könne die Analgesie auch über andere Applikationsformen verabreicht werden. Jetzt gilt es, die Vorgaben der DIVI in allen Bereichen der pädiatrischen Notfallmedizin umzusetzen und in alle Ausbildungskonzepte zu integrieren, damit nicht noch mehr Kinder zu Schaden kommen.
Die Einzelheiten der DIVI-Empfehlung sowie weitere interessante Neuigkeiten können Sie im Newsletter nachlesen.
Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen
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