Ausgabe 26/2025

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Freitag, 27. Juni 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kinder- und Jugendmedizin,

einer OECD-Studie zufolge verbringen deutsche Teenager täglich rund sieben Stunden mit sozialen Medien – das sind fünf Stunden mehr, als die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung als Obergrenze empfiehlt, und auch deutlich mehr als in anderen Ländern. Das bereitet nicht nur den Eltern der Kinder und Jugendlichen Sorgen, sondern auch vielen Experten, die die physische, vor allem aber die psychische Gesundheit der jungen Generation durch den hohen Medienkonsum in Gefahr sehen. Australien zieht angesichts dieser Entwicklung nun die Notbremse und verbietet Jugendlichen unter 16 die Nutzung von TikTok, Instagram und Co. Was Eltern hierzulande sicher auch begrüßen würden, ist unter Experten allerdings umstritten. So stehen einem generellen Nutzungsverbot der verschiedenen Plattformen bis zu einem bestimmten Alter das Recht auf Teilhabe, Datenschutzgründe und auch mangelnde wissenschaftliche Evidenz zur sinnvollen Altersgrenze entgegen. Viele sehen auch die Plattformanbieter in der Pflicht, ihre Nutzer zu schützen – rein technisch wäre das bestimmt kein großes Problem. Und dann sind da noch die Jugendlichen selbst, von denen viele längst Profis darin sind, die von besorgten Eltern eingerichteten Sperren und Filter zu umgehen. Da hilft wohl nur eines: die gesellschaftliche Pflicht, Kindern schon so früh wie möglich die notwendige Medienkompetenz zu vermitteln.
Die verschiedenen Argumente in der Diskussion um ein Social-Media-Verbot für Teenager sowie weitere interessante Meldungen können Sie im Newsletter nachlesen.
Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
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Kein Tiktok für Teens unter 16? So sehen Experten Verbote

Kein Tiktok für Teens unter 16? So sehen Experten Verbote

Australien will Jugendlichen unter 16 Jahren keinen mehr Zugang zu sozialen Medien geben. Ist das die Lösung? Experten in Deutschland und der Schweiz sind eher kritisch.

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Wie Übergewicht auch den Nachkommen schadet

Kinder übergewichtiger Mütter entwickeln häufig ebenfalls Stoffwechselstörungen, selbst wenn sie sich gesund ernähren. Eine aktuelle Studie der Universität Bonn liefert nun Hinweise darauf, warum das so ist. Demnach werden bei fettleibigen Mäusen während der Schwangerschaft bestimmte Zellen in der Leber des Embryos umprogrammiert. 

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Kindliches Asthma: Risiko mit elektronisch erfassten Routinedaten vorhersagen

Kindliches Asthma: Risiko mit elektronisch erfassten Routinedaten vorhersagen

US-Forschende haben ein im Vergleich zu einem bestehenden Tool genaueres und kostengünstiges Verfahren entwickelt, um eine Asthmadiagnose im Kindesalter vorherzusagen. Grundlage dafür bilden Daten aus elektronischen Patientenakten.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

 
Zentrale Pubertas praecox und psychiatrische Störungen.
JAMA Netw Open2025;8;(6):e2516679.
Neue Betrachtung der Verwendung von inhalativem Stickstoffmonoxid bei angeborener Zwerchfellhernie: Eine nationale Kohortenstudie großer Kinderkrankenhäuser in den Vereinigten Staaten.
J Ped Surg, 23.06.2025
Die Rolle von Schlaf und weißer Substanz im Zusammenhang zwischen Bildschirmzeit und Depressionen im Kindes- und frühen Jugendalter.
JAMA Pediatrics, 23.06.2025
 
Globale, regionale und nationale Trends bei der routinemäßigen Durchimpfungsrate von Kindern von 1980 bis 2023 mit Prognosen bis 2030: eine systematische Analyse für die Global Burden of Disease Study 2023.
Lancet, 24.06.2025
 
 

Chronische Nierenkrankheit bei Kindern: Neue Biomarker zur Beurteilung des Risikos identifiziert

Forscher der Yale School of Medicine, USA, haben ein Biomarker-Panel identifiziert, das die Beurteilung des Krankheitsverlaufs bei Kindern mit chronischer Nierenkrankheit (CKD) verbessert.

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Jugendliche mit Typ-1-Diabetes: Kombinationstherapie kann chronische Nierenkrankheiten reduzieren

Jugendliche mit Typ-1-Diabetes: Kombinationstherapie kann chronische Nierenkrankheiten reduzieren

Die klinische Studie ATTEMPT mit Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes (T1D) hat ergeben, dass eine Kombinationstherapie chronische Nierenerkrankungen reduzieren und den Gesundheitszustand verbessern kann.

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KURZMELDUNGEN:

In der Kinderklinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) entsteht eine der bundesweit 20 spezialisierten Einrichtungen (Comprehensive Care Center), mit denen die Versorgungssituation von Kindern und Jugendlichen mit Long-COVID verbessert werden soll.
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Mit einem Inzidenzanstieg von fast 33 Prozent werden bei immer mehr Mädchen Tic-Störungen diagnostiziert. Das geht aus einer Auswertung der vertragsärztlichen und -psychotherapeutischen Abrechnungsdaten 2014–2021 hervor.
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TERMINE:

16th European Paediatric Neurology Society Congress
08. – 12. Juli 2025
München

2. Hamburger Forum für Kinderdermatologie
16. Juli 2025
Hamburg

62. Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Radiologie
17. – 20. September 2025
Hannover

Notfälle im Pott – Kindernotfallsymposium
19. – 20. September 2025
Essen

 
 

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