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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kinder- und Jugendmedizin,
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Diese Weisheit, die insbesondere Pädiater nicht müde werden zu betonen, erfährt durch die Studie eines US-amerikanischen Forscherteams neue Unterstützung. Dieses hatte die Immunreaktion von Säuglingen während einer schweren COVID-19-Erkrankung untersucht und dabei grundlegende Unterschiede zu den immunologischen Vorgängen bei älteren Kindern und Erwachsenen gefunden. Was die Forschenden besonders erstaunt hat: Bei den untersuchten Säuglingen lagen sowohl hohe Konzentrationen von Interferonen als auch von entzündungsauslösenden Zytokinen vor. Dies stellt nicht nur die bisherigen Annahmen über die Immunantwort von Säuglingen auf SARS-CoV-2 auf den Kopf, sondern führt auch zu der Frage, ob die beobachteten Abläufe zum Schutz vor einer schweren Erkrankung dienen oder zu dieser beitragen.
Und noch eine faszinierende Beobachtung gelang den Wissenschaftlern: Obwohl einige Studienteilnehmer erst wenige Wochen alt waren, bildeten sie eine Antikörperreaktion auf das Virus. Mütterliche Antikörper gegen die Coronaviren blockierten die Infektion hingegen nicht. Damit ist klar, dass nicht nur mit Blick auf SARS-CoV-2 noch viel zu tun ist, um das Immunsystem von Säuglingen zu verstehen.
Die detaillierten Ergebnisse der Studie sowie weitere interessante Neuigkeiten finden Sie im heutigen Newsletter.
Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen
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