Ausgabe 44/2025

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Freitag, 31. Oktober 2025

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Entwicklung des Gehirns ist ein hochkomplexer Prozess, in dem aus vergleichsweise wenigen Stammzellen die große Zahl und Vielfalt an Nervenzellenzellen entstehen, die für Wahrnehmung und Kognition notwendig sind. Störungen dieses fragilen Gleichgewichts zwischen Selbsterneuerung und Differenzierung führen zu vielfältigen neurologischen Entwicklungsstörungen, deren genaue Ursache oft nicht bekannt ist. Allerdings gelingt es Forschenden dank moderner molekularer Analysemethoden immer häufiger, die genetischen Ursachen dieser Krankheitsbilder aufzudecken.

Eines der jüngsten Beispiele hierfür ist die Mikrozephalie. Mithilfe eines Genom-Screenings fanden Forschende der Ruhr-Universität Bochum gemeinsam mit internationalen Kollegen bei Patienten mit kortikalen Fehlbildungen De-novo-Mutationen im Gen EXOSC10Diese führten im Mausmodell zu einer vorzeitigen Differenzierung von Stammzellen in Nervenzellen. Dadurch verringerte sich der Stammzellpool und die Großhirnrinde blieb kleiner als bei Kontrolltieren.

Die Details zur Studie sowie weitere interessante Meldungen können Sie im Newsletter nachlesen.

Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Neue genetische Ursache für Mikrozephalie entdeckt

Neue genetische Ursache für Mikrozephalie entdeckt

Ein internationales Forschungsteam hat eine bislang unbekannte genetische Ursache für Mikrozephalie gefunden. Danach verursachen Mutationen im Gen EXOSC10 die primäre Form der angeborenen Fehlbildung. 

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Auf die Spritze, fertig, los – ProQuad® mit neuer Fertigspritze

Den 4-fach-Kombinationsimpfstoff ProQuad® gibt es ab sofort mit neuer Fertigspritze. Was bedeutet das für die Handhabung in der Praxis? Und welche Schritte sind für die Rekonstitution des Impfstoffs notwendig? Die Antworten auf diese Fragen finden Sie hier.

Fachinformation

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Stiko empfiehlt Meningokokken-Impfung für Kinder ab zwölf Jahren

Meningokokken-Erkrankungen sind in Deutschland selten, aber potenziell lebensbedrohlich. Besonders Jugendliche sind betroffen – daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) die Impfung nun auch für Kinder im Alter von 12 bis 14 Jahren.

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Krankenhausreform ohne Kinderradiologie?

Krankenhausreform ohne Kinderradiologie?

Wird der aktuelle Entwurf des Krankenhausreformanpassungsgesetzes (KHAG) umgesetzt, sieht die Gesellschaft für Pädiatrische Radiologie (GPR) die Qualität und Sicherheit der medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland in Gefahr.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Exposition gegenüber Luftverschmutzung im Haushalt durch Kochen und schwere Lungenentzündung bei Säuglingen.
JAMA Netw Open 2025;8;(10):e2538721.

Veränderungen im Gehirn jugendlicher Mädchen mit internalisierenden Symptomen nach einer Elternschulung – Eine randomisierte klinische Studie.
JAMA Pediatrics, 27.10.2025

Intravenöse Antibiotikabehandlung mit oraler Weitergabe bei intrakraniellen Abszessen bei Kindern: Eine 20-jährige deskriptive monozentrische Kohortenstudie in Frankreich.
Pediatr Infect Dis J, 29.10.2025

Der Wettlauf gegen die Sepsis: Sind Hubschrauber immer notwendig? Eine monozentrische Analyse in einem tertiären Kinderkrankenhaus.
Air Med J 2025;44(6):521–524.

 
 

Typ-2-Diabetes bei Heranwachsenden auf dem Vormarsch – DDG fordert Verhältnisprävention

Übergewicht und Adipositas nehmen auch bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland weiter zu. Damit steigt auch das Risiko für Begleiterkrankungen wie Typ-2-Diabetes. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) fordert daher verbindliche, früh ansetzende Maßnahmen der Verhältnisprävention.

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Cannabis bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen: Risiko für regelmäßigen Tabakkonsum steigt

Cannabis bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen: Risiko für regelmäßigen Tabakkonsum steigt

Junge Menschen, die Cannabis konsumieren, werden in der Folge mit höherer Wahrscheinlichkeit als Nichtkonsumenten auch regelmäßig zu Tabakprodukten greifen, wie aus einer neuen Untersuchung hervorgeht – selbst wenn sie zuvor keinen Tabak probiert haben.

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KURZMELDUNGEN:

Der Marburger Bund lehnt die im Koalitionsvertrag angekündigte Reform des Arbeitszeitgesetzes entschieden ab und weist auf bereits bestehende Möglichkeiten für flexible Arbeitszeitmodelle hin.
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In Sachsen denken viele Ärztinnen und Ärzte darüber nach, früher als geplant in den Ruhestand zu gehen. Burnout spielt dabei eine entscheidende Rolle.
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Prof. Max Christoph Liebau ist seit dem 1. September 2025 Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik RWTH Aachen.
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TERMINE:

2. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische und adoleszente Endokrinologie und Diabetologie
13. – 15. November 2025
Leipzig

Jahrestagung 2025 des Berufsverbandes für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland
13. – 15. November 2025
Osnabrück

Kindersportmedizin
14. – 15. November 2025
Forchheim

 
 

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