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Liebe Leserinnen und Leser,
bei Diabetes mellitus können reaktive Stoffwechselprodukte Gefäße und Nieren nachhaltig schädigen. Ein neues, von der DFG gefördertes Forschungsprojekt untersucht nun das therapeutische Potenzial von Dipeptiden bei diabetischer Nephropathie und Vaskulopathie. Erste präklinische Daten deuten darauf hin, dass bestimmte Dipeptide schädliche Stoffwechselprozesse bremsen und empfindliche Strukturen schützen könnten. Die Forschenden wollen klären, welche Dipeptide besonders wirksam sind und ob sich daraus neue Ansätze zur Prävention und Therapie diabetischer Folgeerkrankungen entwickeln lassen.
Das X-Chromosom wurde in bisherigen genomweiten Assoziationsstudien zur Niereninsuffizienz häufig ausgeklammert. Eine aktuelle X-chromosomale Assoziationsstudie aus der Fachzeitschrift „MedScience“ identifizierte nun mehrere genetische Loci, die mit dem Risiko für eine chronische Niereninsuffizienz assoziiert sind. Die Ergebnisse zeigen zudem geschlechtsspezifische Effekte und liefern neue Ansatzpunkte für die genetische Risikostratifizierung und Präzisionsmedizin bei Nierenerkrankungen.
Das könnte Sie auch interessieren: Bei Kindern mit vesikorenalem Reflux treten trotz kontinuierlicher Antibiotikaprophylaxe häufig Durchbruch-Harnwegsinfektionen auf. Ein neu entwickelter Acht-Punkte-Score könnte künftig eine präzisere Risikostratifizierung für Durchbruch-Harnwegsinfektionen ermöglichen. Besonders Nierennarben, ein hochgradiger oder beidseitiger Reflux sowie rezidivierende Harnwegsinfektionen erwiesen sich als relevante Prädiktoren. Die Ergebnisse könnten helfen, die Prävention individueller auszurichten.
Ein kurzer Hinweis in eigener Sache: Nach einer kurzen Sommerpause in der nächsten Woche erscheint der nächste Newsletter mit spannenden Neuigkeiten aus der Nephrologie am 28. August. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine informative Lektüre und ein paar entspannte Sommertage bei hoffentlich wieder erträglicheren Temperaturen.
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