Ausgabe 35/2025

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Freitag, 29. August 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Nephrologie,

die Ergebnisse einer aktuellen US-Studie könnten die Behandlung von Menschen mit diabetischer Nierenkrankheit verbessern. Dass Corisin die Zellen schädigen und Fibrosen in anderen Organen verschlimmern kann, ist bekannt. Nun haben die Forscher der University of Illinois at Urbana-Champaign herausgefunden, wie das Peptid vom Darm überhaupt in die Nieren gelangt: Es bindet an Albumin und wandert so durch den Blutkreislauf. „Unsere Arbeit legt nahe, dass die Blockierung von Corisin, entweder durch Antikörper oder andere zielgerichtete Therapien, die Nierenvernarbung bei Diabetes verlangsamen oder verhindern könnte“, betont der Studienleiter Prof. Isaac Cann.
Für das sarkomatoide Nierenzellkarzinom (sRCC) gab es bisher kein zuverlässiges Instrument, um zu bestimmen, welche Patienten am meisten von einer Immuntherapie oder zielgerichteten Therapie profitieren würden. Neuigkeiten kommen nun aus den USA. Forscher des Roswell Park Comprehensive Cancer Center haben mehrere Gene identifiziert, die in diesen aggressiven Tumoren vermehrt vorkommen. Daraus haben sie eine neue Gensignatur erstellt, mit der sich Patienten mit aggressiver Erkrankung identifizieren lassen, die auch auf eine immunbasierte Krebstherapie ansprechen.
Das könnte Sie auch interessieren: Glutathion ist essenziell für die Bildung und Aufrechterhaltung der tertiären lymphatischen Strukturen (TLS) in den Nieren. Bisher sind zum Nachweis von TLS invasive Nierenbiopsien erforderlich. Forschungsergebnisse der Kyoto University (Japan) deuten nun darauf hin, dass auch ein einfacher Urintest zur Messung des Glutathion-Spiegels dabei helfen könnte, den Verlauf von Nierenkrankheiten genauer zu verfolgen.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende.




   Ihr
   Raphael Irmer

 

 
 
 
Nierenfibrose: Im Darm produziertes Peptid kann den Krankheitsverlauf verstärken

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Das von Bakterien im Darm produzierte Molekül Corisin kann in die Nieren gelangen und dort eine Kettenreaktion aus Entzündungen, Vernarbungen und Fibrose auslösen. Das hat ein internationales Forscherteam festgestellt.

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Nierenkrebs: Neuartige Gensignatur könnte die Behandlung verbessern

Neue Studienergebnisse des Roswell Park Comprehensive Cancer Center, USA, könnten das Ansprechen auf eine immunbasierte Krebstherapie bei Patienten mit sarkomatoidem Nierenzellkarzinom (sRCC) besser vorhersagen.

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Nierenkrankheiten: Bisher unbekannten Immunmechanismus entdeckt

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Forscher der Universität Kyoto, Japan, haben entdeckt, dass sogenannte „Immunzentren“ in der Niere ein einzigartiges Stoffwechselumfeld schaffen, das als Ziel für neue Therapien dienen könnte.

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Künstliche Intelligenz: Mehr als 70 verschiedene Arten von Nierenzellen identifiziert

Forscher der University of Pennsylvania (USA) haben zwei neue KI-Tools entwickelt, um Nierenkrankheiten auf zellulärer Ebene zu analysieren. Ihr Ziel ist, so die wirksamsten Behandlungen zu finden.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals


Vorhersage chronischer Nierenkrankheiten nach Cisplatin-Behandlung anhand von Daten auf Bevölkerungsebene.
Integrierte räumliche und funktionelle Stoffwechselprofile identifizierten den dicken aufsteigenden Schenkel der Henle-Schleife als mitochondrialen Vulnerabilitätsknotenpunkt bei akutem Nierenversagen.
Zusammenhang zwischen Komplementfaktor D und kardiovaskulärer Mortalität sowie Gerinnselauflösung bei CKD.
Zusammenhang zwischen LIF-Werten im Urin und der Krankheitsprognose sowie dem Behandlungserfolg mit Methylprednisolon bei IgA-Nephropathie.
 
 
 
Interleukin-6-Genvariante schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen

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Bei Menschen mit einer gesenkten Interleukin-6-Aktivität ist das Risiko für kardiovaskuläre Krankheiten verringert, wie eine neue humangenetische Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) zeigt.

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KURZMELDUNGEN:

Die AWMF kritisiert den Referentenentwurf zum Krankenhausreform-Anpassungsgesetz: Teile der Gesetzesvorlage gefährdeten das Reformziel, die Versorgungsqualität zu verbessern.
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Eine einfache Speichelprobe könnte künftig wertvolle Hinweise auf die Zusammensetzung des Mikrobioms in Magen und Dünndarm liefern und damit dazu beitragen, das individuelle Risiko für bestimmte Erkrankungen abzuschätzen.
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Eine aktuelle Übersichtsarbeit des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung zeigt, dass rund ein Drittel der Menschen Informationen zu schweren Krankheiten aus dem Weg gehen, wenn sie fürchten, betroffen zu sein.
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TERMINE:

34. Jahrestagung der Deutschen Transplantationsgesellschaft
9. - 11. Oktober 2025
Essen

Nephrologische Intensivtherapie
13. - 16. Oktober 2025
Berlin

Nephro live: Transplantation 2025
21. Oktober 2025
online

Labor und Nephrologie: Diagnose, Therapie und Prävention von Infektionserkrankungen in der Dialyse – Update für HBA
28. Oktober 2025
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