Ausgabe 36/2025

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Dienstag, 02. September 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

zugegeben, die Linderung von Magen-Darm-Symptomen bei Krebspatienten klingt längst nicht so spannend wie eine revolutionäre Therapie. Aber ihre Wirkung ist aus meiner Sicht nicht zu unterschätzen. Zum einen profitiert natürlich die Lebensqualität, zum anderen aber verkraftet ein Patient in einem guten Zustand Therapien besser und bricht sie seltener ab. Daher möchte ich Sie auf einen Review samt Meta-Analyse hinweisen, der sich diesem Thema gewidmet hat. Am effektivsten zur Verringerung von Übelkeit, Erbrechen und Durchfall erwies sich die Ergänzung der Nahrung mit Nährpräparaten. Dabei zählen die Studienautoren Aminosäuren (insbesondere Glutamin), Probiotika, Präbiotika und Synbiotika, Kräuter und Mineralstoffe (insbesondere Ingwer und Zink) sowie essentielle Fettsäuren (wie Omega-3-Fettsäuren) zu den wichtigsten Nährpräparaten.
Eine Revolution der CAR-T-Zelltherapie versprechen sich Wissenschaftler der University of Chicago hingegen von einem Plug & Play-Konzept für CAR-T-Zellen. Bei ihrer Plattform namens GA1CAR wird eine gentechnisch veränderte Protein-G-Variante (GA1) mit dem Signalmechanismus des T-Zell-Rezeptors fusioniert. Der Teil, der Zielmoleküle auf Tumoren erkennt, wird in Form kurzlebiger Antikörperstücke (Fab-Fragmente) zugeführt. Diese Fab-Fragmente haben die Wissenschaftler so konstruiert, dass sie auf die GA1-Komponente auf der Oberfläche von CAR-T-Zellen abzielen. Die daraus resultierende starke, aber reversible Verbindung hat im Blutkreislauf eine Lebensdauer von etwa zwei Tagen. Ohne das Fab können GA1CAR-T-Zellen Ziele weder erkennen noch angreifen. Dies ermöglicht den Wissenschaftlern, die Therapie zu steuern: Bei Nebenwirkungen kann mit der Gabe des Fab-Fragments pausiert werden, wenn der Tumor sich weiterentwickelt oder Resistenzen ausbildet, ist der Umstieg auf andere Fab-Fragmente möglich – und das alles bei Verbleib der CAR-T-Zellen im Körper.  
Mehr zu diesen und anderen Neuigkeiten finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal und in unserer Zeitschrift KOMPAKT ONKOLOGIE.
Ich wünsche Ihnen eine gute Woche!




   Ihre
   Sandra Frins

 

 
 
Magen-Darm-Symptome bei Krebspatienten lindern

Magen-Darm-Symptome bei Krebspatienten lindern

Ein Review samt Meta-Analyse von Forschern der University of Illinois Urbana-Champaign zeigt, welche Ernährungsinterventionen Magen-Darm-Beschwerden von Krebspatienten am wirksamsten lindern. Denn leidet die Lebensqualität stark unter solchen Beschwerden, wird eine Therapie nicht selten abgebrochen.

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Immuntherapie beim NSCLC: Mit oder ohne Chemo?

Allgemeinzustand, Alter, Komorbiditäten: Wie entscheiden behandelnde Ärzte, welche immunonkologische Option für NSCLC-Patienten in Frage kommt? Frau Dr. Kropf-Sanchen fasst zusammen, in welchen Fällen Sie die Mono-Immuntherapie mit Tecentriq® (Atezolizumab) einer Chemo-Kombination vorzieht und wann sie eine Chemo-Immuntherapie wählt.

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Plug-and-Play-CAR-T-Zelltherapie könnte die Krebsimmuntherapie revolutionieren

Forscher der University of Chicago haben eine universelle Plattform für die CAR-T-Zelltherapie entwickelt, die mehr Sicherheit und Anpassungsfähigkeit bietet. Erste Testergebnisse waren vielversprechend, wurden in „Science Advances“ publiziert und könnten die Behandlung bestimmter Krebsarten den Autoren zufolge stark verändern.

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Sotorasib: Standard beim NSCLC* mit
KRAS G12C-Mutation1

Der klinische Nutzen von LUMYKRAS® (Sotorasib)3,# beim fortgeschrittenen NSCLC mit KRAS G12C-Mutation spiegelt sich im höchsten Empfehlungsgrad A (Evidenzlevel 1) in der Wirkstoffklasse der KRAS G12C-Inhibitoren wider.1 Neben umfassenden klinischen Studiendaten (CodeBreaK 1004 und CodeBreaK 2002) stützen 2-Jahresdaten5,6 die Rolle von Sotorasib als aktuellen Therapiestandard ab der 2L*.

Referenzen

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Personalisierte Therapie auf der Kinderkrebsstation soll Wirklichkeit werden

Personalisierte Therapie auf der Kinderkrebsstation soll Wirklichkeit werden

Im Januar kommenden Jahres startet der von der TU Darmstadt koordinierte LOEWE*-Schwerpunkt „MultiDrug-TDM“. Das Ziel: Ein intelligentes Sensorsystem, das die Wirkstoffspiegel von Medikamenten bei kindlichen Krebspatienten direkt am Krankenbett misst und so die Therapie zu personalisieren hilft.

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Expertendiskussion Talking HAEMOFUTURE – Seien Sie dabei!

Sie haben den ISTH Kongress 2025 verpasst? Zentraler Punkt waren u. a. die neuen Ergebnisse zur Aktivität mit Hämophilie A unter Prophylaxe mit Hemlibra. Seien Sie am 01. Oktober 2025 beim interaktiven Webinar live dabei und erfahren Sie mehr über die aktuellen Erkenntnisse und diskutieren Sie über die möglichen Therapieoptionen.

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Nierenkrebs: Neuartige Gensignatur könnte die Behandlung verbessern

Neue Studienergebnisse des Roswell Park Comprehensive Cancer Center, USA, könnten das Ansprechen auf eine immunbasierte Krebstherapie bei Patienten mit sarkomatoidem Nierenzellkarzinom (sRCC) besser vorhersagen.

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ADC bei mBC: Ist bereits alles gesagt?

ADC wie Sacituzumab govitecan (Sg) zählen laut Expert*innen anlässlich des DGS 2025 zu den effektivsten Werkzeugen bei mBC, es seien aber längst nicht alle Fragen geklärt. Lesen Sie, wie deren Management zum Therapieerfolg beitragen kann, welche Neuerungen es bei der Neutropenie-Prophylaxe unter Sg gibt und was die Zukunft der Onkologie bereithält.

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Krebs und Herzerkrankungen: KI-Tool findet frühe CHIP-Anzeichen

Krebs und Herzerkrankungen: KI-Tool findet frühe CHIP-Anzeichen

Bei jedem fünften älteren Erwachsenen tritt die klonale Hämatopoese mit unbestimmtem Potenzial (CHIP) auf. Um das damit einhergehende versteckte Risiko für Leukämie und Herzerkrankungen besser zu verstehen, haben Forscher der Mayo Clinic ein Instrument auf Basis künstlicher Intelligenz (KI) entwickelt.

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Fortbildung: „Ältere Patient*innen in der
Stammzelltransplantation“ in München

Wie können wir ältere Patient*innen in der SZT optimal versorgen? Diese Frage steht im Mittelpunkt unserer Fortbildung am 21.11.2025 in unter der Leitung von Prof. Dr. Nicolaus Kröger – von der Patientenauswahl über altersgerechte Konditionierungsregime und pharmakologische Besonderheiten bis hin zum Management von GvHD und innovativen Therapieoptionen wie CAR-T-Zellen.

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Zusatz von CDK4/6-Inhibitor zu Fulvestrant bei ER+ Brustkrebs: Bei niedrigem Neurofibromin-Spiegel effektiver

Eine neue Studie von Forschern des Baylor College of Medicine in Houston, USA, gibt Hoffnung auf einen personalisierteren Ansatz zur Behandlung von Östrogenrezeptor-positivem (ER+) Brustkrebs.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Konversionstherapie mit Tislelizumab plus Lenvatinib und GEMOX beim nicht resektablen lokal fortgeschrittenen Gallengangkarzinom (ZSAB-TransGOLP): eine multizentrische, prospektive Phase-II-Studie
Lancet Oncol 29.08.2025

Überleben nach fruchtbarkeitserhaltender Hormontherapie vs. Hysterektomie beim Endometriumkarzinom im Frühstadium
JAMA Oncol 22.08.2025

Etablierte Krebsprädispositionsgene bei einzelnen und mehrfachen Krebsdiagnosen
JAMA Oncol 28.08.2025

TAR-200 plus Cetrelimab versus Cetrelimab-Monotherapie als neoadjuvante Therapie bei Patienten mit muskelinvasivem Blasenkrebs, die für eine neoadjuvante Cisplatin-basierte Chemotherapie nicht infrage kommen oder diese ablehnen (SunRISe-4): Zwischenanalyse einer randomisierten, unverblindeten Phase-II-Studie
Lancet Oncol 29.08.2025

Frühes und lokal fortgeschrittenes Nichtkleinzelliges LungenkarzinomESMO-Leitlinie für die klinische Praxis zur Diagnose, Behandlung und Nachsorge
Ann Oncol 28.08.2025

 
 
 
Leitlinie zu Atemwegsinfekten bei Blutkrebs überarbeitet

Leitlinie zu Atemwegsinfekten bei Blutkrebs überarbeitet

Blutkrebs-Patienten haben durch die Krankheit selbst und die Therapie ein geschwächtes Immunsystem, was zu einer erhöhten Infektanfälligkeit führt.

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PANORAMA:

Einer neuen Studie zufolge berichten viele Patienten mit fortgeschrittenem Krebs, dass bei ihrer Behandlung anstelle einer möglichst guten Lebensqualität das Überleben im Vordergrund steht – selbst wenn ihr eigenes Ziel das Gegenteil ist.
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US-Wissenschaftler haben die nach eigenen Angaben erste technische Beschreibung für die zuverlässige Öffnung der Blut-Hirn-Schranke mittels fokussiertem Ultraschall vorgelegt.
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Das Universitätsklinikum Freiburg setzt zur genaueren Bestimmung von Weichgewebstumoren auf die moderne Methylom-Analyse.
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Exosomen aus dem Blut von Menschen mit Typ-2-Diabetes beeinflussen die Funktion von Tumor-infiltrierenden Immunzellen.
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TERMINE:

9. Forum Onkologie in Köln
7. September 2025
Köln

International Cancer lmmunotherapy Conference 2025
10. - 12. September 2025
Utrecht, Niederlande

35. Deutscher Hautkrebskongress
10. - 13. September 2025
Essen

Uro-Onkologisches Herbst-Symposium 2025
10. September 2025
Lübeck

FOMF Hämatologie Experten-Forum Multiples Myelom & Lymphome
11. September 2025
online

Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Senologie
11. - 13. September 2025
Salzburg, Österreich

 
 

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