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Liebe Leserinnen und Leser,
auf die Gretchen-Frage, ob Metastasen metastasieren, habe ich seit längerem keine schlüssige Antwort finden können. Der Tenor klang eher danach, dass sie das nicht tun. Jetzt zeigen Wissenschaftler aus Bayern, die Hirnmetastasen untersuchten, dass zumindest manche von ihnen munter weiter metastasieren. Was das für die Praxis bedeutet, muss nun weiter erforscht werden.
Zum Newsletter der vergangenen Woche habe ich noch einen Nachtrag: Das beschriebene Prognosetool ONCO-ACS finden Sie online unter https://www.onco-acs.com/. Damit kommen wir zur Bedeutung eines gesunden Lebensstils für Krebspatienten. Vermutlich fallen die meisten Überlebenden nach dem ersten Schreck in ihre alten, oft ungesunden Verhaltensmuster zurück. Dabei sind vor allem vier Faktoren wichtig, um länger zu leben – Nichtrauchen, regelmäßige körperliche Aktivität, gesundes Körpergewicht sowie ein mäßiger oder kein Alkoholkonsum. Das zeigt eine aktuelle bevölkerungsbasierte Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Untersucht wurden Patienten, bei denen die Diagnose Brust-, Darm- oder Prostatakrebs mindestens fünf Jahre zurücklag. Jene, die eher gesund lebten, hatten ein um rund 30 Prozent geringeres Sterberisiko als solche mit ungünstigem Lebensstil.
Auch der Griff zu möglichst wenig verarbeiteten Lebensmitteln könnte für Krebsüberlebende eine schlaue Wahl sein: In einer italienischen Studie hatten Personen im obersten Drittel der konsumierten ultraverarbeiteten Lebensmittel (nach Gewicht) eine um 48 Prozent höhere Sterberate insgesamt und eine um 57 Prozent höhere krebsassoziierte Sterberate als jene im untersten Drittel. Der Zusammenhang könnte durch erhöhte Entzündungswerte und eine höhere Ruheherzfrequenz (mit-)begründet sein.
Außerdem finden Sie diese Woche unter anderem Neues zum Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Izalontamab Brengitecan beim Nasopharynxkarzinom, zu einer schonenderen CAR-T-Zelltherapie für B-Zell-Malignome und vieles mehr.
Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre!
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