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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Onkologie,
diese Woche gibt es eine ganze Menge an aktuellen Daten vom diesjährigen Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO). So kristallisiert sich langsam, aber sicher heraus, dass die Immuntherapie bei Melanom-Patienten, die darauf ansprechen, offenbar das Zeug zur Heilung hat. Andere beim ESMO 2024 vorgestellte Studien belegen ein verbessertes langfristiges Überleben mit einer Immuntherapie vor und nach der Operation bei Frauen mit triple-negativem Brustkrebs im Frühstadium und bei muskelinvasivem Blasenkrebs.
Auch bei Brustkrebs und gynäkologischen Krebserkrankungen tut sich was: So belegt eine Phase-III-Studie beim lokal fortgeschrittenen Zervixkarzinom mit hohem Risiko, dass Pembrolizumab plus gleichzeitige Radiochemotherapie das Gesamtüberleben signifikant und klinisch bedeutsam verbessert. Beim Endometriumkarzinom mit hohem Risiko nutzt Pembrolizumab zusätzlich zur Chemotherapie hingegen nur, wenn die Tumoren eine Mismatch-Reparatur-Defizienz aufweisen – nur dann zeigt sich eine klinisch bedeutsame Verbesserung des krankheitsfreien Überlebens. Eine neue Substanz tritt mit dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat TORL-1-23, das auf das Protein Claudin 6 abzielt, auf den Plan – es erwies sich bei stark vorbehandelten Patientinnen mit Ovarial- und Endometriumkarzinom, die das Protein exprimierten, als gut verträglich und zeigte Antitumoraktivität.
Verblüffendes ergab eine Phase-I/II-Studie zu Patienten mit metastasiertem Klarzelligen Nierenzellkarzinom: Demnach wird das progressionsfreie Überleben mit einem neuartigen Behandlungsschema mit zwei älteren Wirkstoffen im Vergleich zu einer Behandlung mit einem alleinigen Wirkstoff mehr als verdoppelt.
Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine schöne Herbstwoche!
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