Ausgabe 44/2025

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Dienstag, 28. Oktober 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

gestern ging in Köln die sehr gut besuchte Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie zu Ende. Auch im Nachgang zu den Kongressen von ASCO und ESMO wurden Forschungshighlights präsentiert und die Frage diskutiert, wie alle diese Innovationen den Weg in die Versorgung hierzulande finden können. Ziel der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO) ist ein langfristiges transsektorales Konzept, in dem Patienten unabhängig von Wohnort und Versorgungssektor Zugang zu innovativen Therapien und qualitativ hochwertiger Betreuung haben.
„Dazu gehören die gezielte Integration kleiner Krankenhäuser oder Primärversorgungszentren und mobiler Versorgungsteams für besonders vulnerable Patientengruppen sowie die aktive Teilnahme an klinischen Studien und wissensgenerierenden Versorgungsstrukturen“, zeigte Kongresspräsident Prof. Michael Hallek auf. Die Versorgung müsse auf einer engen Kooperation zwischen niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern, spezialisierten Zentren sowie weiteren Gesundheitsdienstleistern basieren. Zentrale Bausteine seien gemeinsame Fallbesprechungen, vollständig digitale Kommunikationsplattformen, standardisierte Behandlungswege und gleiche Vergütungsstrukturen.
An einer evidenzbasierten Versorgung hapert es hierzulande derzeit offenbar noch: Patienten in Deutschland hätten zwar Anspruch darauf, auf der Grundlage vertrauenswürdiger wissenschaftlicher Evidenz behandelt zu werden, das sei aber leider bis heute nicht immer sichergestellt, moniert Cochrane Deutschland und zeigt die Ursachen auf.
Viel Evidenz gibt es mittlerweile für den Stellenwert von Bewegung für Krebspatienten: Diese wirke wie ein Medikament, unterstreicht Prof. Joachim Wiskemann, Ideengeber und Gründer des Netzwerks OnkoAktiv sowie Leiter der AG Onkologische Sport- und Bewegungstherapie am Nationalen Tumorcentrum (NCT) Heidelberg. OnkoAktiv erhielt jetzt den Krebsinnovationspreis Baden-Württemberg 2025.
 
Eine spannende Studie kommt noch vom ESMO Congress 2025: Demnach entscheidet die Thymusgesundheit mit darüber, wie gut Lungenkrebspatienten auf eine Immuntherapie ansprechen. Beurteilt wurde sie in der aktuellen Untersuchung mit einem Tool auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI), das auch per Sequenzierung von T-Zell-Rezeptoren und damit verbundenen Proteinen validiert werden konnte.
Einerseits würde niemand bestreiten wollen, dass es wichtig ist, die Korrektheit von KI-Entscheidungen zu überprüfen. Eine Berliner Studie kam allerdings jetzt zu dem verblüffenden Ergebnis, dass Menschen KI-Entscheidungen mitunter verschlimmbessern, weil sie sich sonst nicht mehr gebraucht fühlen. Der richtige Umgang mit KI gehört sicherlich zu den größten Herausforderungen, vor denen wir in den kommenden Jahren stehen werden.
Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal und in unserer Zeitschrift KOMPAKT ONKOLOGIE, deren aktuelle Ausgabe Sie hier auch als e-Paper finden.
Ich wünsche Ihnen eine entspannte Herbstwoche!




   Ihre
   Sandra Frins

 

 
 
DGHO-Jahrestagung: Transsektorales Konzept soll Zugang zu innovativen Therapien und qualitativ hochwertiger Betreuung sichern

DGHO-Jahrestagung: Transsektorales Konzept soll Zugang zu innovativen Therapien und qualitativ hochwertiger Betreuung sichern

Heute geht in Köln die Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie zu Ende. Seit Freitag diskutieren mehr als 6000 Experten die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen in der Diagnostik und Therapie von Blut- und Krebserkrankungen.

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JEMPERLI (Dostarlimab) in der 1L:

Die einzige zugelassene Immuntherapie + Carboplatin-Paclitaxel (CP) mit signifikantem OS-Vorteil (im Vergleich zu Placebo + CP) für Patientinnen mit primär fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom (EC), für die eine systemische Therapie infrage kommt.1,a (MMRp: Mismatch-Repair-profizient; MSS: Mikrosatellitenstabilität; OS: Gesamtüberleben.)

Pflichtangaben 

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Patientenversorgung nach bestem verfügbaren Wissensstand bis heute nicht sichergestellt

Zum Welttag der evidenzbasierten Gesundheitsversorgung (20.10.) hat Cochrane Deutschland für das Land noch Nachholbedarf bei diesem Thema ausgemacht.

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PI3K-Inhibitor Itovebi®: 1L-Therapie des
ER+/HER2- mBC

Signifikant längeres mOS (34,0 vs. 27,0 Monate) für ER+/HER2- mBC-Patientinnen mit PIK3CA-Mutation und endokriner Resistenz unter Itovebi® zusätzlich zur Kombination aus Palbociclib und Fulvestrant – bei handhabbarem Nebenwirkungsprofil. Itovebi® ist jetzt zugelassen und eröffnet neue Perspektiven für ein Patientenkollektiv mit schlechter Prognose und hohem Medical Need.

Pflichttext

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OnkoAktiv erhält Krebsinnovationspreis 2025

OnkoAktiv erhält Krebsinnovationspreis 2025

Das bundesweite Netzwerk OnkoAktiv, gegründet am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg, erhält den Krebsinnovationspreis Baden-Württemberg 2025.

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1-Line beim mUC*: EV+P als Therapiestandard bestätigt

Der Paradigmenwechsel in der Therapie des mUC* setzt sich fort1: Aktuelle Follow-up-Daten (~2,5 Jahre) untermauern die Empfehlung, die Kombination aus PADCEV™+ Pembrolizumab (EV+P) bereits in der Erstlinie einzusetzen.2-5 Erste RW-Daten unterstützen nun die klinischen Resultate.6,7

Fachinformation | Indikation & Referenzen
MAT-DE-PAD-2025-00160 | Erstellt 09/25

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ESMO Congress 2025: Thymusgesundheit hängt mit Ansprechen auf Immuntherapie zusammen

Die Gesundheit des Thymus ist laut einer internationalen Studie, die auf dem ESMO 2025 vorgestellt wurde, mit dem Ansprechen von Krebspatienten auf die Behandlung mit Immuncheckpoint-Inhibitoren verbunden.

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Neue Option bei r/r CLL mit Jaypirca®

Nach r/r MCL ist Jaypirca® jetzt auch bei r/r CLL post BTKi zugelassen.1 Der innovative reversible Bindemechanismus kann die BTK-Inhibition nutzen, auch wenn kovalente BTKi* bei r/r CLL keine Option mehr sind.1-3+ Klinische Studien zeigen ein günstiges Verträglichkeitsprofil1,2 bei einfachem Dosierschema mit 1× täglich 2 Tabletten.1

Pflichtangaben

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Strahlentherapie beim Oropharynxkarzinom personalisieren? Auf die Gene kommt es an

Strahlentherapie beim Oropharynxkarzinom personalisieren? Auf die Gene kommt es an

Bestimmte Patienten mit HPV-positivem Oropharynxkarzinom könnten von niedrigeren Strahlendosen profitieren: Wie eine aktuelle Studie zeigt, lässt sich die Strahlentherapie beim Oropharynxkarzinom mithilfe der Tumor-Genomik personalisieren.

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Neue Angriffspunkte des Immunsystems auf Melanomzellen identifiziert

Forschende beschreiben in einer in „Cell“ veröffentlichten Studie Vertiefungen auf der Oberfläche von Melanomzellen, die als zentrale Immunareale fungieren und offenbar Hauptorte der Tumorzerstörung darstellen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

ctDNA-gesteuertes adjuvantes Atezolizumab bei muskelinvasivem Blasenkrebs
N Engl J Med 20.10.2025

Sacituzumab Govitecan bei unbehandeltem, fortgeschrittenem triple-negativen Brustkrebs
N Engl J Med 18.10.2025

Risikovorhersagemodell für die Entwicklung von Herzinsuffizienz oder Kardiomyopathie nach Brustkrebsbehandlung
JAMA Oncol 23.10.2025


Per Künstlicher Intelligenz nachgewiesene Tumor-infiltrierende Lymphozyten und Ergebnisse bei einer Behandlung von Melanom-Patienten auf Anti-PD-1-Basis
JAMA Oncol 16.10.2025

 
 
 
Neue Behandlungsmöglichkeit für Medulloblastome

Neue Behandlungsmöglichkeit für Medulloblastome

Etwa 70 bis 80 Prozent der Patienten mit Medulloblastom können geheilt werden – allerdings mit schweren Langzeitfolgen der aggressiven Therapien. Daher werden dringend zielgerichtete Therapien benötigt, die nur Tumorschwachstellen angreifen und normales Gewebe verschonen. Forschende vom Hertie-Institut für klinische Hirnforschung in Tübingen haben eine solche Schwachstelle im Erbgut einer Untergruppe des Medulloblastoms gefunden.

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PANORAMA:

Verschlimmbesserte KI-Entscheidungen: Eine Studie der TU-Berlin zeigt auf, warum Mensch und Maschine noch kein gutes Team sind.
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Die Deutsche Schmerzgesellschaft hat mit GeriPAIN die erste nationale und internationale S3-Leitlinie speziell für ältere Menschen mit akuten und chronischen Schmerzen offiziell veröffentlicht
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Entartete Zellen aktivieren laut einer neuen Studie aus Spanien unter anderem bestimmte Spleißfaktoren, die ihnen beim Wachstum helfen.
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Jüngste Forschungsergebnisse zeigen, dass die Sterblichkeitsrate bei Leberkrebs in den kommenden zehn Jahren voraussichtlich stark ansteigen wird.
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TERMINE:

AUO/AKO Intensivkurs Uro-Onkologie 2025, 2. Teil
7. - 8. November 2025
Leipzig

Fortbildungsveranstaltung in der Krebsregistrierung (ADT), Block 1
10. - 14. November 2025
online

MEDEAconnect: Online-Fortbildung zum Lungenkarzinom
12. - 13. November 2025
online

AKO Symposium Köln „Uro-Onkologie Update 2025“
14. - 15. November 2025
Köln

CIO Connect Thema: Kopf-Hals-Tumoren
19. November 2025
Aachen

 
 

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