|
Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Onkologie,
die Inzidenz des Oropharynxkarzinoms nimmt, verglichen mit anderen Karzinomen im Kopf-Hals-Bereich, am stärksten zu – vorwiegend aufgrund der Assoziation mit dem Hochrisiko-Typ 16 des humanen Papillomvirus (HPV). Die neue S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Oro- und Hypopharynxkarzinoms gibt Empfehlungen zu Prävention, Diagnostik und Therapie. Einer HPV-Impfung nach erfolgter Therapie zur Vorbeugung von Rezidiven erteilt die Leitlinie eine klare Absage.
Überarbeitet wurde die S3-Leitlinie „Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren“. Nach Vorliegen der Daten zur DESKTOP-III-Studie haben wir die Empfehlungen zur operativen Rezidivtherapie aktualisiert“, erläutert Leitlinien-Koordinator Prof. Uwe Wagner. „Denn bei Patientinnen mit einem ersten Rezidiv des Ovarialkarzinoms führt die chirurgische komplette Entfernung, gefolgt von einer Chemotherapie zu einer Verbesserung des Gesamtüberlebens.“ Außerdem wurde die Therapie mit einem MEK-Inhibitor als neue Option beim low-grade serösen Ovarialkarzinom für Patientinnen nach mindestens einer Platin-basierten Vorbehandlung und einem Rezidiv in die Leitlinie aufgenommen.
Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine schöne kurze Herbstwoche!
|