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Liebe Leserinnen und Leser,
im Hinblick auf die Exposition gegenüber Tabakrauch in privaten Fahrzeugen steht es um den Schutz von Kindern und Schwangeren schlecht: Das beklagt aktuell die Stiftung Kindergesundheit in einer Mitteilung. Sie fordert daher ein generelles Rauchverbot in Fahrzeugen – auch privat genutzten –, wenn solche besonders gefährdeten Personen mit im Auto sitzen. Dabei verweist die Stiftung auf die große Zahl von in Tabakrauch nachgewiesenen chemischen Substanzen, von denen viele Verbindungen toxisch, reizend oder gar krebserzeugend sind.
Speziell mit der Cadmium-Belastung durch Passivrauchen hat sich eine kürzlich veröffentlichte Studie beschäftigt: Die Autoren ermittelten, dass stark exponierte Passivraucher etwa 1,5-mal mehr Schwermetall im Blut aufwiesen als Personen in rauchfreien Umgebungen. Cadmium hält sich sehr lange im Körper und wirkt toxisch sowie kanzerogen. Die Untersuchung zeigt, dass auch Passivrauch, nicht nur aktives Rauchen, messbar zur systemischen Cadmiumbelastung beiträgt.
Während es in Deutschland (noch) erlaubt ist, beim Autofahren zu rauchen, auch wenn Kinder oder Schwangere an Bord sind, machen einige europäische Länder vor, wie es besser geht: In Frankreich und Österreich gilt ein Rauchverbot im Auto, wenn Personen mitfahren, die jünger sind als 18 Jahre. Italien hat dieses Verbot auf Schwangere ausgeweitet und Griechenland verbietet das Rauchen in PKW, wenn sich Kinder unter den Passagieren befinden, die jünger sind als zwölf Jahre. Die Stiftung Kindergesundheit findet: Ein gesetzliches Rauchverbot im Auto wäre in Deutschland ein wichtiges Signal und „ein konkreter erster Schritt, um Kinder und Jugendliche zumindest dort vor Tabak- und Nikotinexposition zu schützen, wo sie keine Wahl haben.“ Bis ein solches Verbot auch hierzulande kommt, bleibt zu hoffen, dass Raucher selbst Verantwortung zeigen – auch mit Blick auf Autoreisen mit der Familie in den kommenden Sommerferien.
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Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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