Ausgabe 27/2026

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Donnerstag, 02. Juli 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

im Hinblick auf die Exposition gegenüber Tabakrauch in privaten Fahrzeugen steht es um den Schutz von Kindern und Schwangeren schlecht: Das beklagt aktuell die Stiftung Kindergesundheit in einer Mitteilung. Sie fordert daher ein generelles Rauchverbot in Fahrzeugen – auch privat genutzten –, wenn solche besonders gefährdeten Personen mit im Auto sitzen. Dabei verweist die Stiftung auf die große Zahl von in Tabakrauch nachgewiesenen chemischen Substanzen, von denen viele Verbindungen toxisch, reizend oder gar krebserzeugend sind.

Speziell mit der Cadmium-Belastung durch Passivrauchen hat sich eine kürzlich veröffentlichte Studie beschäftigt: Die Autoren ermittelten, dass stark exponierte Passivraucher etwa 1,5-mal mehr Schwermetall im Blut aufwiesen als Personen in rauchfreien Umgebungen. Cadmium hält sich sehr lange im Körper und wirkt toxisch sowie kanzerogen. Die Untersuchung zeigt, dass auch Passivrauch, nicht nur aktives Rauchen, messbar zur systemischen Cadmiumbelastung beiträgt.

Während es in Deutschland (noch) erlaubt ist, beim Autofahren zu rauchen, auch wenn Kinder oder Schwangere an Bord sind, machen einige europäische Länder vor, wie es besser geht: In Frankreich und Österreich gilt ein Rauchverbot im Auto, wenn Personen mitfahren, die jünger sind als 18 Jahre. Italien hat dieses Verbot auf Schwangere ausgeweitet und Griechenland verbietet das Rauchen in PKW, wenn sich Kinder unter den Passagieren befinden, die jünger sind als zwölf Jahre. Die Stiftung Kindergesundheit findet: Ein gesetzliches Rauchverbot im Auto wäre in Deutschland ein wichtiges Signal und „ein konkreter erster Schritt, um Kinder und Jugendliche zumindest dort vor Tabak- und Nikotinexposition zu schützen, wo sie keine Wahl haben.“ Bis ein solches Verbot auch hierzulande kommt, bleibt zu hoffen, dass Raucher selbst Verantwortung zeigen – auch mit Blick auf Autoreisen mit der Familie in den kommenden Sommerferien. 

Mehr zu diesem und weiteren Themen aus der Pneumologie finden Sie in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal.

Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Passivrauch kann krebserregendes Cadmium im Körper hinterlassen

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Eine neue Studie aus den USA zeigt, dass das Blut erwachsener Passivraucher eine etwa 1,5-mal höhere Menge des Giftstoffes Cadmium aufweist, als dies bei Menschen der Fall ist, die sich üblicherweise in rauchfreien Umgebungen aufhalten.

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So manipuliert RSV die Immunabwehr in Atemwegszellen

Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) kann schwere Erkrankungen der unteren Atemwege verursachen, insbesondere bei Neugeborenen und älteren Menschen. Forschende aus Hannover, Würzburg, Regensburg und Braunschweig haben nun aufgeklärt, wie es das Virus schafft, der Immunabwehr zu entkommen.

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Asthma: Mykobiom im Darm könnte ein Schlüssel zur Therapie sein

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Bestimmte Pilzarten im Darm scheinen eine Schlüsselrolle bei der Entstehung von Fehlregulationen des Immunsystems und einigen allergischen Erkrankungen im Kindesalter zu spielen. Dies könnte Ansatzpunkte für neue Therapien bieten.

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UNSERE AUSWAHL: AKTUELLES AUS INTERNATIONALEN JOURNALS

Nutzung von Maschinellem Lernen und Daten aus elektronischen Patientenakten zur Verbesserung des Asthma-Managements.
Curr Allergy Asthma Rep 2026;26(1):44.

Unerwünschte Ereignisse nach gleichzeitiger COVID-19- und Influenza-Impfung im Vergleich zur alleinigen Influenza-Impfung: Eine Target-Trial-Emulierung.
Ann Intern Med 30.06.2026

Frühe Veränderungen der Lungenmechanik nach Reduktion des positiven endexspiratorischen Drucks beim akuten Atemnotsyndrom. Untersuchung mittels vierdimensionaler Computertomographie.
Am J Respir Crit Care Med 2026;212(6):1253–1264.

 
 

Tuberkulose: Enzym offenbart eine neue Schwachstelle

Eine neu identifizierte Schwachstelle von Mycobacterium tuberculosis könnte es ermöglichen, im Rahmen neuer Tuberkulose-Therapien den Erreger gezielt anzugreifen.

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Auch bei fortgeschrittenem Krebs: Intervalltraining mobilisiert Immunzellen

Auch bei fortgeschrittenem Krebs: Intervalltraining mobilisiert Immunzellen

Eine aktuelle Essener Studie zeigt, dass bereits ein einziges 20-minütiges hochintensives Intervalltraining (kurz: HIIT) wichtige Immunzellen im Blut vorübergehend ansteigen lässt − sowohl bei gesunden Menschen als auch bei 20 Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung.

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KURZMELDUNGEN:

Nach der Hantavirus-Erkrankung mehrerer Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes Mitte Mai gibt die Weltgesundheitsorganisation nun Entwarnung.
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Ein Gesetzesentwurf zum Tabaksteuergesetz veranlasst die Wasserpfeifentabak-Industrie zu der Beschwerde, dass sich der Preis für Shisha-Tabak dadurch verdoppeln könnte. Vor dem Konsum warnenden Medizinern könnte eine solche Erhöhung nur recht sein.
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Die Gematik hat einen Plan vorgelegt, wie die Telematik-Infrastruktur zukunftsfest werden kann. Aus der Industrie kommt Kritik und die Forderung nach mehr Beteiligung.
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TERMINE:

excellence in oncology – Lungenkarzinom
11. Juli 2026
online

16. Summer School der Gesellschaft für pädiatrische Pneumologie
13.–16. Juli 2026
Amrum

European Respiratory Society Cough Conference 2026
15.–17. Juli 2026
London (Großbritannien)

Global Primary Ciliary Dyskinesia Conference
19.–22. August 2026
Montreal (Kanada)

 
 

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