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Liebe Leserinnen und Leser,
ausgehend davon, dass für die Lungengesundheit nicht nur die Beschaffenheit des Organs selbst entscheidend ist, sondern auch die von ihm aufgenommene Luft, ist für Pneumologinnen und Pneumologen auch die Belastung ebendieser mit Schadstoffen von großem Interesse. In der jüngeren Vergangenheit, im Zuge des Klimawandels und aus aktuellem Anlass geht es dabei meist um die Außenluft in der Umgebung. An deren Belastung etwas zu ändern, fällt – zumindest Einzelpersonen und kurzfristig – schwer. Man kann im akuten Fall nur versuchen, eine Exposition zu vermeiden. Anders sieht es aus bei der Belastung von Raumluft, die den Atemwegen nicht guttut: durch Reinigungsmittel etwa, die mit Duftstoffen versetzt sind.
Eine Studie von Wissenschaftlern der Purdue University hat ergeben, dass solche Duftstoffe in parfümierten Reinigungsmitteln mit Ozon in der Innenraumluft reagieren und dabei große Mengen an Nanopartikeln bilden, die dann wiederum tief in die Lunge gelangen, wo sie Entzündungen fördern. Die Forschenden ziehen einen überraschenden Vergleich: Die so aufgenommene Partikeldosis könne vergleichbar mit der an stark befahrenen Straßen sein – oder sogar höher. Lesen Sie mehr dazu in unserem ersten Beitrag.
Viel hilft nicht immer viel: Diese alte Binsenweisheit greift offenbar auch bei der inhalativen Bedarfsmedikation für Patienten mit Asthma oder Chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung. Die Verfasser einer aktuellen Publikation haben zum einen ermittelt, dass bei einer zu intensiven Nutzung dieser Inhalativa das Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme (einschließlich erhöhter Mortalität) steigt. Zum anderen machen die Autoren darauf aufmerksam, dass ein solches Nutzungsverhalten von Patienten darauf schließen lässt, dass an der Erhaltungstherapie geschraubt werden sollte, weil sie offenbar nicht ausreicht. Auch zu dieser Studie finden Sie Einzelheiten in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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