Ausgabe 36/2026

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Donnerstag, (Vorlage)

Liebe Leserinnen und Leser,

ausgehend davon, dass für die Lungengesundheit nicht nur die Beschaffenheit des Organs selbst entscheidend ist, sondern auch die von ihm aufgenommene Luft, ist für Pneumologinnen und Pneumologen auch die Belastung ebendieser mit Schadstoffen von großem Interesse. In der jüngeren Vergangenheit, im Zuge des Klimawandels und aus aktuellem Anlass geht es dabei meist um die Außenluft in der Umgebung. An deren Belastung etwas zu ändern, fällt – zumindest Einzelpersonen und kurzfristig – schwer. Man kann im akuten Fall nur versuchen, eine Exposition zu vermeiden. Anders sieht es aus bei der Belastung von Raumluft, die den Atemwegen nicht guttut: durch Reinigungsmittel etwa, die mit Duftstoffen versetzt sind.

Eine Studie von Wissenschaftlern der Purdue University hat ergeben, dass solche Duftstoffe in parfümierten Reinigungsmitteln mit Ozon in der Innenraumluft reagieren und dabei große Mengen an Nanopartikeln bilden, die dann wiederum tief in die Lunge gelangen, wo sie Entzündungen fördern. Die Forschenden ziehen einen überraschenden Vergleich: Die so aufgenommene Partikeldosis könne vergleichbar mit der an stark befahrenen Straßen sein – oder sogar höher. Lesen Sie mehr dazu in unserem ersten Beitrag.

Viel hilft nicht immer viel: Diese alte Binsenweisheit greift offenbar auch bei der inhalativen Bedarfsmedikation für Patienten mit Asthma oder Chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung. Die Verfasser einer aktuellen Publikation haben zum einen ermittelt, dass bei einer zu intensiven Nutzung dieser Inhalativa das Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme (einschließlich erhöhter Mortalität) steigt. Zum anderen machen die Autoren darauf aufmerksam, dass ein solches Nutzungsverhalten von Patienten darauf schließen lässt, dass an der Erhaltungstherapie geschraubt werden sollte, weil sie offenbar nicht ausreicht. Auch zu dieser Studie finden Sie Einzelheiten in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal.

Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Saubere Oberflächen, belastete Raumluft: Parfümierte Reinigungsmittel hinterlassen Spuren

Saubere Oberflächen, belastete Raumluft: Parfümierte Reinigungsmittel hinterlassen Spuren

Oberflächenreiniger entfernen zwar Keime und Schmutz, doch reagieren die ihnen enthaltenen Duftstoffe mit Ozon in der Innenraumluft. Dadurch bilden sich Nanopartikel in Konzentrationen, die denen gleichkommen, die durch den Straßenverkehr in der Stadt entstehen.

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ASCO 2026: 7-Jahres-Follow-up in der 1L beim ALK+ aNSCLC1

Mit LORVIQUA® steht die Langzeittherapie des ALK+ aNSCLC im Fokus. Die neue Follow-up-Analyse der CROWN-Studie zeigt das bisher längste berichtete PFS beim fortgeschrittenen Lungenkarzinom; das mediane PFS unter LORVIQUA® wurde auch nach über 7 Jahren Nachbeobachtung nicht erreicht.1,#,£

Fachinformation | Referenzen

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Inhalative Bedarfstherapie: Übermäßiger Gebrauch erhöht Herzinfarktrisiko bei Asthma und COPD

Laut einer neuen Studie ist eine zu intensive Nutzung inhalativer Bedarfsmedikamente bei Patienten mit Asthma oder Chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert.

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RWE-Studie: 4Komponenten-Asthma-Remission
mit DUPIXENT®

Keine Exazerbationen, kein OCS-Bedarf, stabile Lungenfunktion, kontrolliertes Asthma. Das sind laut S2k-Leitlinie Komponenten einer Remission bei schwerem, unkontrolliertem Asthma.1 In ProVENT erreichten dies 58 % der Patienten# mit vollständigen 2-Jahres-Daten a-c,2 und bestätigten damit die DUPIXENT®*,3-Zulassungsstudien.4,5 Plus: Lebensqualität verbesserte sich bedeutend.d,2

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Präzisere Diagnosen bei Mukoviszidose sind möglich: Wie Gensequenzierung helfen kann

Präzisere Diagnosen bei Mukoviszidose sind möglich: Wie Gensequenzierung helfen kann

Der Standard-Gentest auf Mukoviszidose umfasst nur die häufigsten die Krankheit verursachenden CFTR-Varianten. Bei manchen CF-Patienten  bleibt eine eindeutige genetische Bestätigung der Diagnose aus – vor allem, weil die in einer genetischen Untersuchung gefundenen CFTR-Varianten unbekannt sind und nicht geklärt ist, ob sie eine CF-Erkrankung verursachen oder nicht.

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UNSERE AUSWAHL: AKTUELLES AUS INTERNATIONALEN JOURNALS

Lungenultraschall und elektrische Impedanztomographie für das Monitoring von Lungenschäden.
Clin Chest Med 2026;47(3):575-587.

Pulmonale Toxizitäten von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten bei Kleinzelligem und Nichtkleinzelligem Lungenkarzinom: Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse.
J Thorac Oncol 31.08.2026

Inzidenz, Prävalenz und Überleben von Personen mit fortgeschrittener Mukoviszidose in den Vereinigten Staaten.
J Cyst Fibros 21.08.2026

 
 

Lungenkrebs im Frühstadium: Neuer Ansatz strafft Ablauf von Diagnose bis OP

An der University of California, Los Angeles Health (USA) hat man einen neuen Prozess in vier Schritten eingeführt, der Patienten von der Lungenkrebsdiagnose bis zur Operation führt – und dies anstatt in Wochen in nur wenigen Stunden.

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Atem-Asynchronien sagen Weaning-Versagen nach Wirbelsäulentrauma voraus

Atem-Asynchronien sagen Weaning-Versagen nach Wirbelsäulentrauma voraus

Bei maschinell beatmeten Patienten nach Wirbelsäulentrauma können Atem-Asynchronien und Veränderungen der Atemmuskulatur auf ein frühes Weaning-Versagen hinweisen. Der Status einer Rückenmarksverletzung war dagegen nicht mit dem Weaning-Erfolg assoziiert. Das zeigen die Ergebnisse der prospektiven ACCESSIT-Studie.

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KURZMELDUNGEN:

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin und die Evangelische Lungenklinik haben zum
1. September das Deutsche Lungenzentrum Charité-ELK (DLZC-ELK) gegründet.
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Vor zehn Jahren wurde das Neugeborenen-Screening auf Mukoviszidose bundesweit eingeführt. Seitdem wurde die Erkrankung dadurch allein in Bayern bei 281 Kindern diagnostiziert, wie das bayerische Gesundheitsministerium anlässlich des Jubiläums berichtet.
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Mit dem Einfluss von Schilddrüsenhormonen auf das Immunsystem beschäftigt sich Dr. Christina Wenzek von der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt ihre Forschung nun für drei Jahre mit rund 515.000 Euro.
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TERMINE:

European Respiratory Society Congress 2026
5.–9. September 2026
Barcelona (Spanien)

PädAir – Pädiatrisches Airway Management
11. September 2026
Berlin

World Conference on Lung Cancer
12.-15. September 2026
Seoul (Südkorea)

Update Lungenkrebs 2026
16. September 2026
Köln

Robotisch-assistierte Bronchoskopie Workshop 2.0
18.-19. September 2026
Heidelberg

 
 

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