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Liebe Leserinnen und Leser,
längere Krankenhausaufenthalte sind für keinen Patienten angenehm, besonders belastend sind sie aber – aus verschiedenen Gründen – für Kinder und deren Familien. Da ist jede Möglichkeit, die Dauer einer stationären Versorgung zu verkürzen, zu begrüßen. Dass dies bei Kindern, die wegen einer schweren ambulant erworbenen Pneumonie im Krankenhaus behandelt werden müssen, möglich ist, zeigt jetzt die prominent in „The Lancet“ publizierte PediCAP-Studie. In der in mehreren afrikanischen Ländern durchgeführten Untersuchung konnten die Forschenden nachweisen, dass ein frühzeitiger Wechsel von intravenös verabreichten auf orale Antibiotika sicher und effektiv ist, wenn der Zustand des Patienten sich stationär bereits verbessert hat.
Um die Erforschung einer neuen Therapieoption geht es auch in einer weiteren, allerdings noch experimentellen Studie, über die wir in dieser Woche berichten: Dabei geht es um das Nichtkleinzellige Lungenkarzinom und eine Kombination eines krebsbekämpfenden Moleküls mit Gemcitabin: Sie kann laut den Forschenden eigenständig in Krebszellen eindringen und blockiert zudem gleichzeitig drei onkogene Treiberproteine, die das Wachstum des Lungenkarzinoms fördern und zur Therapieresistenz beitragen. Unter dieser Behandlung, getestet an Mäusen, kam es laut den Studienautoren zu einer Tumorschrumpfung um mehr als 95 Prozent und einem deutlich längeren Überleben. Nun streben die Wissenschaftler Studien zur Zulassung der „Gem-miR-129“ getauften Kombination als Prüfpräparat an.
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