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Liebe Leserinnen und Leser,
in dieser Woche stehen Infektionen im Mittelpunkt unseres Newsletters – unter anderem beschäftigen wir uns noch einmal mit der COVID-19-Pandemie, es geht aber auch um Pneumokokken und Pneumonien.
Mit zunehmender Verfügbarkeit von Impfstoffen gegen SARS-CoV-2 im Laufe der COVID-19-Pandemie stellte sich die Frage, ob Kinder und Jugendliche immunisiert werden sollten – schließlich zeigten Betroffene dieser Altersgruppe überwiegend milde Krankheitsverläufe. Im Hinblick auf kardiovaskuläre und immunologische Komplikationen liefert nun eine britische Studie die Bestätigung dafür, dass die Entscheidung für eine Impfung junger Menschen richtig war: Die Auswertung von Daten zu mehr als 14 Millionen Kindern und Jugendlichen ergab, dass nach einer COVID-19-Infektion Thrombosen, Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen häufiger auftraten als nach einer Impfung. Die Untersuchung zeigte auch, dass diese Komplikationen nach einer Infektion viel länger anhielten.
Mit den Nachwirkungen von COVID-19 beschäftigt sich derzeit auch ein Untersuchungsausschuss in Thüringen. Angehört wurden darin auch der damalige Präsident des Robert Koch-Institutes, Dr. Lothar Wieler, und der Virologe Prof. Christian Drosten. Wie die beiden im Nachhinein die Situation und die darin getroffenen Entscheidungen einschätzen, erfahren Sie im entsprechenden Beitrag unseres Newsletters.
Außerdem: Eine Analyse des Zentralinstitutes für die kassenärztliche Versorgung liefert Hinweise auf regionale Indikatoren, die mit einer geringen Inanspruchnahme von Pneumokokken-Impfungen unter Senioren in Zusammenhang stehen. Und: Anlässlich des gestrigen Welt-Pneumonie-Tages hat die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) gefordert, dass Lungenfachärzte frühzeitig in die notfallmedizinische Versorgung in Deutschland einbezogen werden müssen – denn sie könnten „die Krankheitsverläufe, die Dynamik der Dekompensation pulmonaler Erkrankungen und die prognostische Bedeutung funktioneller Parameter am besten einschätzen“, betont Prof. Martin Witzenrath, stellvertretender Präsident der DGP.
Kommen Sie gut durch die Infektions-Saison und durch die Restwoche!
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