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Liebe Leserinnen und Leser,
der Goldstandard der Tuberkulosetests ist in einer groß angelegten, multizentrischen Untersuchung bei immungeschwächten Patienten durchgefallen: Der QuantiFERON-TB-Gold-Plus-Test lieferte bei Patienten nach Transplantation sowie bei solchen mit Rheumatoider Arthritis, chronischer Niereninsuffizienz oder HIV-Infektion häufiger falsch-negative Ergebnisse. Der Grund dafür ist im Grunde einfach, denn der indirekte Test misst nicht das Vorhandensein des Erregers, sondern eine mögliche Immunantwort auf diesen – bei einem geschwächten oder unterdrückten Immunsystem hat dieser Test daher schlechte Karten. Die Studienautoren raten daher dazu, dass diese Untersuchung bei entsprechenden Patienten durch weitere Tests ergänzt werden sollte, um zu einem belastbaren Ergebnis zu kommen.
Auch die Tuberkulosetherapie bleibt ein Sorgenkind der Medizin. Gesucht wird nach Behandlungsstrategien, die nicht so komplex sind wie bisher, sowie nach Möglichkeiten, Infektionen mit multiresistenten Erregern zu bekämpfen. Forschende aus den USA haben nun in „Nature“ berichtet, dass sie einen neuartigen Wirkstoff entwickelt haben – er trägt die Bezeichnung CMX410. Es handelt sich um einen Inhibitor der Polyketidsynthase 13, die Mycobacterium tuberculosis für das Aufrechterhalten seiner Zellwand braucht. In ersten Untersuchungen haben die Wissenschaftler der Verbindung ein gutes Sicherheitsprofil bescheinigt.
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